Bundesumweltminister Norbert Röttgen rechtfertigte die Entscheidung mit der notwendigen Entlastung der Bürger, die die Förderung über den Strompreis finanzierten. Zudem sei die Förderung in den vergangenen zwei Jahren bereits um etwa die Hälfte gekürzt worden, ohne dass dadurch weniger Anlagen zugebaut worden seien. SPD, Grüne und Linke hielten dagegen, dass die deutsche Solarbranche zusätzlich geschwächt werde. Seit Jahren leide die Branche unter der harten Konkurrenz aus China, die zu einem Preissturz bei den Modulen geführt habe.

Auch aus der Branche selbst hagelt es Kritik. Die Entlastung der privaten Haushalte sei marginal, stattdessen werde Deutschlands Vorreiterrolle in der Photovoltaik gefährdet, heißt es aus dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). Zuletzt hatten gleich mehrere Solarunternehmen Insolvenz angemeldet, jüngst der ehemals größte deutsche Anbieter Q-Cells. Gerade die ostdeutschen Länder fürchten den Verlust von Arbeitsplätzen in dem einst vielversprechenden Technologiefeld.