Neben höheren Ticketpreisen sorgte vor allem das weiter glänzende Frachtgeschäft von Cargo für den nötigen Rückenwind. Nach -591 Mio. Euro im Q1 rechnet Spohr im zweiten Quartal mit einem bereinigten operativen Konzern-Gewinn (ber. Ebit) zwischen 350 Mio. und 400 (Q2 2021 -827) Mio. Euro. Der Umsatz soll ebenfalls kräftig auf 8,5 (Vj. 3,2) Mrd. Euro steigen, während die Nettokreditverschuldung dank Barmittelzuflüssen von rd. 2 Mrd. Euro in einem ähnlichen Maß sinken werden. Die Börse reagierte darauf entsprechend positiv (+7%), hatten Analysten im Schnitt doch nur mit 221 Mio. Euro operativem Gewinn gerechnet.

Wermutstropfen bleibt allerdings das Passagiergeschäft. Hier sind die roten Zahlen noch nicht überwunden, nur Tochter Swiss fliegt profitabel. Davon abgesehen schlägt sich die Airline-Gruppe mit vielen Problemen herum. Nicht alle sind  selbst verschuldet. Dass Fraport ab dieser Woche die Kapazität am Frankfurter Airport noch weiter auf 88 Flugbewegungen pro Stunde (derzeit 96) reduzieren will und so auch andere Airlines zum Streichen bzw. Verlegen von Flügen auffordert, wird bei Lufthansa denn auch begrüßt.