Der Aufsichtsrat steht deshalb wie berichtet (s. PLATOW v. 8.3.) massiv in der Kritik, intern wie auch am Kapitalmarkt.  Zwar gibt es keine Großaktionäre, die auf den Austausch einzelner Aufseher, denen mitunter auch mangelnde Expertise in der Medienindustrie vorgeworfen wird, drängen könnten. AR-Chef Werner Brandt, der nach seiner operativen Karriere (u.a. CFO bei SAP) als professioneller Aufsichtsrat durchgestartet ist (aktuell Siemens und Vorsitz bei RWE), hat die Signale vom Markt dennoch verstanden. Der HV am 12.6. wird jetzt  laut Einladung eine Satzungsänderung vorgeschlagen. War es bisher so, dass die Aufseher immer en bloc für vier Jahre plus das Jahr ihrer Wahl gewählt wurden, sollen künftig auch kürzere Amtszeiten möglich sein. Den Anfang machen Brandt (65) selber und AR-Kollege Rolf Nonnenmacher. Beide wollen sich nur noch bis zur HV 2022 bestellen lassen.