Auf die Frage nach den drei wichtigsten Wachstumsmärkten für ihr Unternehmen wurde Deutschland von 9% aller Befragten genannt. Danach ist Deutschland der zweitwichtigste Zielmarkt in Europa (nach Großbritannien, das von 12% der Befragten genannt wurde). Für die Befragten aus Europa und den BRIC-Ländern war Deutschland sogar der wichtigste europäische Wachstumsmarkt.

Deutschland ist als Zielmarkt insbesondere für Erwerber aus den USA und Großbritannien interessant – für die dort ansässigen Unternehmen ist Deutschland einer der Top 3-Zielmärkte. Für Erwerber aus anderen Ländern mit stark auf M&A fokussierten Unternehmen – wie etwa Japan, Kanada oder China – spielt Deutschland dagegen keine relevante Rolle.

Helge Schäfer, Leiter Corporate bei Allen & Overy Deutschland, kommentiert im Hinblick auf die Situation im deutschen M&A-Markt: „Die Unsicherheit des Marktes macht sich deutlich bei der Dauer und dem Verlauf vieler M&A-Prozesse bemerkbar. In den Bereichen ‚Infrastruktur & Energie‘ sowie ‚Financial Institutions‘ sehen wir weiterhin für die Zukunft einen starken Deal Flow in Deutschland und international.“

Dennoch betrachten deutsche Unternehmen M&A-Transaktionen nach wie vor als ein wichtiges Instrument im Rahmen ihrer Wachstumsstrategien. Deutsche Top-Manager setzen trotz der Volatilität der Märkte auf weiteres Wachstum. Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmenslenker (38%) erwartet, dass M&A-Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum der nächsten zwei bis drei Jahre leisten; 23% setzen auf organisches Wachstum. Immerhin 38% der befragten deutschen Manager planen jedoch überhaupt keine Aus-
weitung des Geschäftes (weltweit waren dies nur 17%).