Die Akquisition umfasst die von Merck entwickelten, patentierten und zum Teil bereits vermarkteten Technologien und Produkte. Dazu zählt eine vollständige Produktlinie fertiger Elektrolytformulierungen sowie verschiedene Additive für Elektrolyte zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien. BASF übernimmt außerdem das entsprechende Merck-Forschungsportfolio in Zusammenhang mit Elektrolyten, Additiven und Leitsalzen.

Damit trennt sich Merck gut ein Jahr nach der Ankündigung, neue Elektrolyte für Hochleistungsbatterien entwickeln zu wollen, bereits wieder von dem in der Branche als aussichtsreich gehandelten Batteriebereich. Das Elektrolyte-Geschäft stehe noch am Anfang seiner kommerziellen Entwicklung und habe nur wenige Berührungspunkte mit den sonstigen Aktivitäten des Konzerns, begründet Klaus Bofinger, Leiter der Merck-Sparte Advanced Technologies, die Entscheidung. Anders ausgedrückt: Der DAX-Konzern scheut die notwendigen Investitionen in dem Randgeschäft – aller in Aussicht gestellter Milliardenumsätze mit Hochleistungsbatterien in den nächsten Jahren zum Trotz. BASF dagegen gibt im Batteriegeschäft derzeit richtig Gas, die Merck-Akquisition ist bereits der dritte Zukauf innerhalb kurzer Zeit. Erst im vergangenen Jahr hatte BASF ein globales Elektrolyte-Team gegründet, in den kommenden Jahren plant der Chemieriese Investitionen im dreistelligen Millionenbereich.