Bankensektor

HVB-Chefin Höllinger wird der Start nicht leicht gemacht

Noch keine sechs Wochen ist Marion Höllinger Chefin der HypoVereinsbank. Den Start mag sich die frühere Privatkundenverantwortliche, die ihr gesamtes Berufsleben bei der HVB verbracht hat, anders vorgestellt haben.

Die deutsche Tochter des UniCredit verdient ihr Geld vor allem mit Investmentbanking und Unternehmenskunden. Bei denen sei sie wenig verwurzelt, hören wir aus verschiedenen Ecken, ihr Auftritt mit dem ihres zum FC Bayern gewechselten Vorgängers Michael Diederich kaum zu vergleichen. Mancher wundert sich gar, warum die Wahl nicht auf Corporates-Chef Jan Kupfer gefallen ist, der ebenfalls seine gesamte Karriere bei der HVB verbracht hat. Auch im Bayerischen Bankenverband, zu deren Vorsitzender Höllinger im März einstimmig gewählt wurde, hätte es zuvor Diskussionen gegeben, im Gespräch war angeblich auch Kathrin Kerls, die Chefin der BMW Bank.

Auf Anfrage wird uns das von Sabine Heimbach, der Geschäftsführerin des Verbands, indes nicht bestätigt. Im Vorstand wie auch der Arbeitsausschusssitzung sei Höllinger einmütig genannt worden. Missmut habe es nicht gegeben. Tatsächlich erfährt Höllinger, wie wir aus der Bank hören, die sich offiziell nicht äußern will, intern wie von Kundenseite mindestens genauso viel Zuspruch. Ihr Standing sollte zudem nicht unterschätzt werden. Gerade im Privatkundenbereich hat sie viele schwierige Projekte erfolgreich begleitet. mr

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