Bei diesem Projekt handelt es sich um die erste kombinierte Vergabe von Bau-, Bauerhaltungs- und langjährigen Reedereileistungen durch die Bundesrepublik Deutschland im Umfang von rund 375 Mio. Euro. Die Fachjury – bestehend aus Eva Bauer (Stellvertretender Chefsyndikus, Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung), Melanie Flessner (Head of Mergers & Acquisitions Legal, Evonik Industries) und Arne Wittig (General Counsel, Deutsche Bank) – hob die innovative Beratungsleistung hervor, da die von Menold Bezler vorgeschlagene und koordinierte gemeinsame Vergabe von Bau und Betrieb des Forschungsschiffes gegenüber der konventionellen Vorgehensweise mit Einzelvergaben deutlich effizienter sei. Zudem sei das Projekt in hohem Maße gesellschaftlich relevant, weil neben der grundsätzlichen Bedeutung der Meeresforschung für die Umwelt auch wissenschaftliche Synergieeffekte erzielt worden seien, da erstmals bereits bei Planung und Bau sowohl die künftigen Nutzer als auch der Schiffsbetreiber selbst beteiligt wurden. Damit erfülle das Siegerprojekt eine Vorbildfunktion im Vergaberecht, so die Jury.

Ebenfalls nominiert waren die Kanzleien Latham & Watkins (Dreier-Fusion von DAK, BKK Gesundheit und BKK Springer zur drittgrößten deutschen Krankenkasse DAK-Gesundheit) und Olswang (Markteintritt des kanadischen Dundee International REIT in Europa). Die Fachjury bewertete die eingereichten Projekte anhand der Kriterien Komplexität und gesellschaftliche Relevanz, Innovation des Lösungsansatzes und der rechtlichen Instrumente sowie Kosten-Nutzen-Relation der Rechtsberatung.

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