Bei der DZ Privatbank kommt es unerwartet und vorzeitig im Sommer zum Wechsel an der Spitze: Arasch Charifi (56) übernimmt einer Mitteilung zufolge zum 1. Juli den Vorstandsvorsitz. Der aktuell amtierende Peter Schirmbeck (62) legt sein Amt als Vorstand und Vorstandsvorsitzender Ende Juni „aus persönlichen Gründen und im besten gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat“ nieder.

Schirmbeck geht dem Vernehmen nach anderthalb Jahre vor Ende seiner vertraglichen Laufzeit. Er verschafft dem Aufsichtsrat damit die Möglichkeit, den Vorstand in einem Rutsch rundzuerneuern. Aufsichtsratsvorsitzender Johannes Koch, Vorstandsmitglied beim Mutterkonzern DZ Bank, dankte Schirmbeck für seine „maßgebliche Rolle bei der erfolgreichen Transformation“. Er war Anfang 2019 von der DZ Bank zu der vor sich hin dümpelnden Private-Banking-Tochter gewechselt. Seitdem habe sich das Ergebnis auf zuletzt 105 Mio. Euro verdreifacht und das verwaltete Vermögen auf mehr als 30 Mrd. Euro fast verdoppelt, hieß es. Die Wertschöpfung für die Genossenschaftsbanken habe sich von jährlich 82 auf 148 Mio. Euro erhöht.

Charifi kam 2021 von der Deutschen Bank zur DZ Bank und stieg 2024 in den Vorstand auf. Er bleibt auch beim Wechsel an die Spitze weiterhin für Private Banking & LuxCredit, Treasury/Brokerage sowie das Portfoliomanagement zuständig und künftig auch für Strategie, Gremien und Marketing.

Generäle werden zu Vorständen

Weitere Veränderungen zum 1. Juli sind: Der Generalbevollmächtigte Frank Stuhlmüller wird Vorstandsmitglied und Chief Financial Officer. Neuer Chief Risk Officer, zunächst als Generalbevollmächtigter und Anfang 2027 als Vorstand, wird Alexander Hildner, aktuell Bereichsleiter Firmenkunden Nord und Ost bei der DZ Bank. Er ist Nachfolger von Frank Müller, der zum Jahresende altersbedingt ausscheidet. Generalbevollmächtigte Alexandra Schmidt-Mintgen wird zur Jahresmitte Vorstandsmitglied für Fondsdienstleistungen, Operations/Services und Organisation/IT/Verwaltung.