apoBank wirft Vorstand raus
Auf der AR-Sitzung der apoBank unter Leitung von Oberaufseher Frank Ulrich Montgomery wurde am Freitag die Trennung von Privatkundenvorstand Olaf Klose beschlossen (s. PLATOW v. 8.6.). Schuld ist die in sein Ressort fallende Standardisierung der Vermögensberatung, die bei der anspruchsvollen Klientel der größten genossenschaftlichen Bank nicht gut ankommt.
Noch an Bord, dem Vernehmen nach aber angezählt, ist zudem Eckhard Lüdering. Er ist im Vorstand verantwortlich für die IT. Die sorgt seit dem Wechsel auf das Bankbetriebssystem von Avaloq an Pfingsten für massiven Ärger bei den Kunden. Eine problemfreie Migration ist bei Banken zwar die Ausnahme und technisch soll auch vieles schon funktionieren. Viele Kunden leiden aber weiter unter Problemen im Onlinebanking, das in den ersten Tagen nach dem Wechsel wie auch das
Telefonbanking z. T. gar nicht erreichbar war. Bei der apoBank selber hatte man mit solchen Problemen in der ersten Woche offenbar nicht gerechnet.
Auch die BaFin schaut bei den als systemrelevant geltenden Düsseldorfern, die auf Anfrage keinen Kommentar abgeben wollten, jetzt genau hin und lässt sich über die IT-Probleme unterrichten. Dass die Aufsicht inzwischen in jeder Gremiensitzung dabei ist, wollte uns zwar niemand bestätigen. In der zurückliegenden Woche fand allerdings eine angeblich turnusmäßige gemeinsame Gremiensitzung statt. Wie weit die IT-Probleme gehen, verdeutlicht aber die Tatsache, dass die apoBank überlegt, freie Vermittler, die für einen Großteil des Kreditneugeschäfts verantwortlich sind, an die genossenschaftliche Konkurrenz, d.h. die jeweiligen Volksbanken vor Ort, weiter zu verweisen. Eine endgültige Entscheidung ist dazu aber noch nicht gefällt.