Das liege hauptsächlich an Aktivitäten abseits des Kerngeschäfts. Konzerne, die sich auf ihren Heimatmarkt konzentrieren, agieren lt. Deloitte profitabler als jene mit Fokus auf das Ausland. Nach dem brutalen Schrumpfungsprozess zwischen 2010 und 2013 und Investitionen, die mit zuletzt knapp 1,3 Billionen Euro niedriger als in den 1990er-Jahren waren, sieht Deloitte aber im aktuellen und im kommenden Jahr ein Wachstum in Höhe von 1,7 beziehungsweise 2,8%. Die Top 10 der europäischen Baukonzerne sind gegenüber dem Vorjahr fast unverändert.

Der Nettogewinn aller Top-20-Konzerne fiel 2013 um 51% auf rund 1,9 Mrd. Euro. Im Jahr 2013 fielen die Margen der Top 250 um 20 Basispunkte auf 4,4%. Die reinen Baugeschäftsmargen stiegen hingegen. Vier der Top-20-Unternehmen schrieben Verluste, vier andere erzielten hingegen über 5% Marge. Zum Nachdenken regt die umgekehrte Korrelation zwischen EBIT-Margen und dem Internationalisierungsgrad an. Generell lagen die Margen im Baugeschäft in den Auslandsmärkten niedriger. Internationalisierung führt demzufolge nicht zwangsweise zu einem höheren Marktwert. Da die am stärksten internationalisierten Konzerne seit 2011 durchweg über negatives Betriebskapital verfügen, scheint sich die Deloitte-Aussage zu bewahrheiten, dass die Heimatmärkte in der Regel größere Gewinne produzieren. Allerdings ist die strategische Bedeutung einer grenzübergreifenden Präsenz zu beachten.