Mit einem Rückgang um 3,7% trägt das Investmentklima wesentlich zu dieser Entwicklung bei, während das Ertragsklima stabil bleibt. In der allgemein negativen Dynamik der Immobilienstimmung konnte sich im Juli nur das Wohnimmobilienklima mit +3,6% positiv vom Trend abheben. Mit einem Rückgang von nur 0,7% präsentiert sich das Büroklima vergleichsweise stabil. Die Logistikeinschätzung ist mit -5,9% deutlich eingetrübt. Einen noch stärkeren Rückgang verzeichnet nur das Hotelklima. Die Einschätzung der Immobilienexperten sackte um 6,8% ab und stellt mit 111,8 Punkten einen neuen Negativrekord auf. Ebenfalls schwächer entwickelte sich das Handelklima mit -5,1%.

Deutsche Hypo-Vorstandsmitglied Sabine Barthauer meint zur Divergenz zwischen guten Zahlen und schlechter Laune, dass sie in vielen Gesprächen mit Kunden, Investoren und Entwicklern zwar eine allgemeine Zufriedenheit über das derzeitige Markt-Hoch feststelle, zugleich herrsche aber das Bewusstsein vor, diese Entwicklung werde nicht mehr lange andauern. Zu fragil seien die äußeren Faktoren. So weise die EU-Kommission in ihrer aktuellen „Wirtschaftsprognose Sommer 2019“ auf zunehmende Risiken aus weltweiten Handelsspannungen und politischen Unsicherheiten hin, die das Wachstum für das verbleibende Jahr hemmen dürften.