Fachkräftemangel

Geldpolitik

Möglicher Brexit als letzte Hürde vor Zinsschritt der Fed

Die meisten Hindernisse vor einer weiteren Erhöhung des Leitzinses durch die US-Notenbank sind aus dem Weg geräumt: Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich auf hohem Niveau, auch wenn im April nicht ganz so viele Stellen wie erwartet neu geschaffen wurden. Die Kernrate der US-Verbraucherpreise hat die von der Fed angestrebten 2% bei der Inflation bereits leicht überschritten. Die US-Konjunktur, die in Q1 schwächelte, fasst besser Tritt.

Asset Management

Deutsche Biotech-Branche im Schatten weniger Leuchttürme

In Deutschland herrscht ein Gründer-Boom und Berlin ist Europas Startup-Hauptstadt (s. PLATOW v. 4.4). Das gilt allerdings nicht für die Biotech-Branche. Lediglich 11 Neugründungen verzeichnete der Branchenverband Bio Deutschland im vergangenen Jahr. Ein neuer Tiefpunkt, wie Klaus Eichenberg, Geschäftsführer von Bioregio Stern, beklagt.

Allgemein

Flüchtlingskrise wirft Schatten auf Tarifverhandlungen

In der Politik und im Streit glaubt sich stets jede Seite im Recht. Dieses Dilemma dominiert auch die aktuellen Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst zwischen Bund/Ländern und den Gewerkschaften. Und so marschieren Verdi und der dbb Beamtenbund und Tarifunion streitend und streikend durch die Verhandlung mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Gefordert werden u. a. 6% mehr Lohn für die 2,14 Mio. Tarifbeschäftigten, 100 Euro mehr im Monat für Azubis und Praktikanten sowie deren Übernahmepflicht nach abgeschlossener Ausbildung. Für de Maizière ist das unangemessen und überzogen. Der Deutschen Städte- und Gemeindebund (DstGB) zeigte sich verständnisvoller, mit dem Argument der Flüchtlingswelle in der Hand aber ähnlich abweisend. Der Wunsch nach Mehr sei nachvollziehbar, die Arbeit im öffentlichen Dienst zudem hoch geschätzt, heißt es vom DStGB. Die Forderungen hätten jedoch eine finanzielle Mehrbelastung von 5,6 Mrd. Euro zur Folge, die kommunal nicht zu stemmen sei und einem Personalaufbau zuwider laufe.

Geldpolitik

EZB-Zinsentscheid – Stark national gefärbt

Strukturreformen, etwa auf dem Arbeitsmarkt, tun weh. Deshalb will sie von Italien, über Frankreich und Spanien, bis Portugal keiner. Die Wähler nicht und die auf die Mehrheit schielenden Parteien auch nicht. Die ganze Hoffnung der Bevölkerung in diesen Ländern, die Kreditnachfrage und die Konjunktur in Fahrt zu bringen, ruht folglich auf der EZB.

Immobilien

Flüchtlinge als Retter des Immobilienmarkts?

Es gehört zum Selbstverständnis von Researchern, sich schon sehr frühzeitig mit allen denkbaren Einflüssen auf den Immobilienmarkt zu beschäftigen, auch wenn diese noch kaum absehbar sind. Da bleibt es nicht aus, dass manche Modellrechnungen auf purer Spekulation fußen und sich als Milchmädchenrechnungen entpuppen. So geschehen nach der Wiedervereinigung, als nicht wenige Auguren eine riesige Nachfrage nach Büros in jedem ostdeutschen Präriestandort vorhersagten.

Allgemein

Reformgipfel in Brüssel

Wenn am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in Brüssel zusammenkommen, haben sie ein gemeinsames Ziel: Die britische Bevölkerung davon zu überzeugen, in der EU bleiben zu wollen. Denn Premierminister David Cameron wird ein Referendum über die weitere EU-Mitgliedschaft seines Landes abhalten. Damit das zum gewünschten Ergebnis führt, hat er Reformen im Staatenverbund gefordert und Ratspräsident Donald Tusk hat geliefert:

Geldpolitik

Konjunktur und Börse – Der Vergleich mit 2009 hinkt

Mehr als 17% hat der DAX seit Jahresbeginn eingebüßt und damit einen der schlechtesten Jahresstarts in der Historie des Börsenbarometers hingelegt. Kein Wunder also, dass sich manche Börsen-Auguren an die dunkelsten Tage während der Finanzmarktkrise 2009 erinnert fühlen, zumal die beiden größten Verlierer-Branchen, die Banken und die Autoindustrie, auch schon 2009 den Abwärtstrend anführten.

Allgemein

US-Konjunktur – Muss Yellen ihren Zinsschritt bereuen?

Allenfalls das Timing, aber nicht die Zinserhöhung als solche muss der US-Fed zu denken geben. Die Ende 2015 nach langem Hin und Her erfolgte erste Anhebung seit fast zehn Jahren war richtig, auch vor dem Hintergrund der sich jetzt abkühlenden US-Wirtschaft. Nur hätte sich Janet Yellen früher durchsetzen und Vollzug melden müssen, um den Abstand zur damals bereits absehbaren und jetzt durch die Veröffentlichung für alle sichtbar gewordenen Wachstumsdelle im 4. Quartal mit nur noch 0,7% (nach 2% im Sommer) etwas zu vergrößern.

Geldpolitik

US-Notenbank Fed – Rückkehr zur Unentschlossenheit

in Heilsbringer für die angeschlagenen Märkte wie vor Wochenfrist Mario Draghi konnte Fed-Präsidentin Janet Yellen nicht werden. Der Offenmarktausschuss (FOMC), der am Mittwoch tagte, war nur eine Zwischenstation zur nächsten wichtigen Zusammenkunft im März. Dann gibt es allerdings neue Projektionen zu Wirtschaftswachstum und Inflation. Zudem äußern sich die Mitglieder des FOMC über ihre rein persönlichen Vorstellungen, wie der Zinspfad in den nächsten Jahren verlaufen sollte.

Allgemein

US-Arbeitsmarkt – Rückenwind für Janet Yellen

Die im Dezember nach langem Hin und Her in den USA durch Fed-Chefin Janet Yellen eingeläutete Zinswende erhält vom US-Arbeitsmarkt volle Rückendeckung. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen erhöhte sich um 292 000 und übertraf damit die Erwartungen von Analysten deutlich.

Allgemein

Altersgrenzenklauseln in Arbeitsverträgen

Ein von Heuking Kühn Lüer Wojtek für die US-amerikanische Industriegruppe SPX FLOW vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) am 9.12.2015 erstrittenes Urteil schafft ab sofort Rechtssicherheit bei Altersgrenzenklauseln in Arbeitsverträgen. Das BAG hat die Revision eines SPX-Mitarbeiters zurückgewiesen, der sich im Rahmen einer Entfristungsklage auf den Standpunkt stellte, dass die Altersgrenzenklausel in seinem Arbeitsvertrag altersdiskriminierend sei und gegen die Unklarheitsregelung des § 305c BGB verstoße, weil sie auf das Erreichen des 65. Lebensjahres abstelle und nicht auf das heute maßgebliche Regelrenteneintrittsalter. Das BAG deutete in der mündlichen Verhandlung an, dass die Prüfungsintensität seiner Ansicht nach nicht davon abhänge, ob die Altersgrenze tarif- oder einzelvertraglich vereinbart worden sei.

Allgemein

VDMA – Stillstand ist Rückschritt

Auf der Jahres-PK des VDMA holte Präsident Reinhold Festge zum Rundumschlag gegen die Bundesregierung aus. Die Zahlen für 2015, wie die 0,3% Beschäftigungszuwachs oder das Exportplus von 0,8% trotz Rückgang der China- und Russland-Geschäfte um 5 respektive 27% zum Vj., rückten schnell in den Hintergrund. Einzig der Null gebührte das Rampenlicht.

Geldpolitik

Yellen lässt keinen Zweifel mehr an Zinswende im Dezember

Mit großer Aufmerksamkeit dürfte Fed-Chefin Janet Yellen das jüngste Kommunikationsdebakel ihres EZB-Kollegen Mario Draghi verfolgt haben, der mit einem verunglückten Erwartungsmanagement die Kapitalmärkte in zeitweilige Turbulenzen stürzte. Denn auch Yellen hat im Vorfeld der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) am 15. und 16.12. massiv die Erwartungen geschürt, allerdings in eine völlig andere Richtung als Draghi.

Allgemein

Deutsche erwarten steigende Arbeitslosigkeit durch Flüchtlinge

Während Wirtschaftsexperten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands nach wie vor positiv einschätzen und für 2016 ein Wachstum von 1,6% prognostizieren, blicken deutsche Verbraucher deutlich pessimistischer in die Zukunft. 40% der von der GfK befragten Personen sehen im anhaltenden Zustrom von Flüchtlingen die Ursache für eine verschärfte Situation am Arbeitsmarkt und einer steigenden Arbeitslosigkeit in Deutschland.

Geldpolitik

Feri – „Kein Zinsschritt der Fed 2016“

Weit aus dem Fenster gelehnt hat sich Axel D. Angermann (Feri) auf der 28. Herbsttagung des Analysehauses und Vermögensverwalters. In diesem Jahr, so Angermann, werde es keine Zinserhöhung durch die Fed mehr geben. Die Wahrscheinlichkeit sei sogar groß, dass es im gesamten Jahr 2016 zu keiner Zinserhöhung mehr komme.

Allgemein

US-Zinsen – Ready for Lift-off

Wenn Janet Yellen am 16. Dezember im Anschluss an die zweitägigen Beratungen des Offenmarktausschusses (FOMC) vor die Presse tritt, wird die Fed-Präsidentin geldpolitische Geschichte schreiben und die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren verkünden. Nach den überraschend starken Arbeitsmarkt-Daten für Oktober ist der Weg für den so genannten Lift-off nun endgültig frei.

Versicherungen

Flüchtlingskrise – Deutsche Industrie steht an Merkels Seite

Deutschlands höchste Industrielobbyisten wie Ulrich Grillo (BDI) oder Ingo Kramer (BDA) beklagen bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Knüppel, die ihnen die Große Koalition (GroKo) in der ersten Hälfte ihrer Regierungszeit zwischen die Beine geworfen hat und die allesamt den Wirtschaftsstandort Deutschland schwächen. Da ist dann meist die Rede von spektakulären Fehlgriffen wie der Rente mit 63, dem Mindestlohn, der EEG-Umlage und einer immer noch nicht ausreichend mittelstandsfreundlichen Erbschaftsteuerreform. So auch gestern in Berlin, wo der BDI zum „Tag der Deutschen Industrie““ in den Postbahnhof am Ostbahnhof geladen hatte, einer in der Hauptstadt derzeit als überaus cool geltenden Location, wo sonst SPD-Parteitage stattfinden, wie Sigmar Gabriel, einer der prominenten Gastredner, sehr zum Amüsement der ca. 600 Teilnehmer anmerkte. Alle Mühen der Verbände, die GroKo zum Einlenken zu bewegen, einen wirtschaftsfreundlicheren Kurs zu fahren, waren bisher umsonst. Das könnte sich im Zeichen der Flüchtlingskrise jetzt ändern.

Allgemein

130 000 Flüchtlinge könnten 2016 auch offiziell „arbeitslos“ werden

Noch hat die aktuelle Zuwanderungsentwicklung, bedingt durch den massiven Flüchtlingszustrom, keine Auswirkung auf die Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Nach offiziellen Zahlen geht die Bundesregierung für 2015 von derzeit 800 000 Flüchtlingen in Deutschland aus. Sie finden in der Statistik der Bundesagentur aber keine Berücksichtigung, weil ihnen die offizielle Anerkennung als uneingeschränkte und gleichberechtigte Arbeitnehmer fehlt, erläuterte ein Sprecher der Bundesagentur im Gespräch mit PLATOW.

Allgemein

Autoindustrie muss Job-Aspekte der Digitalisierung beachten

Alle großen Trends in der Automobilindustrie werden heute schon von der Digitalisierung getrieben oder treiben diese ihrerseits voran. So hat Daimler-Chef Dieter Zetsche allen Grund, auch bei den digitalen Technologien der „führende und innovativste““ Automobilhersteller der Welt zu sein, wie es in einem erst kürzlich veröffentlichten Positionspapier „Industrie 4.0 – Digitalisierung bei Mercedes-Benz““ heißt.

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