Fachkräftemangel

Geldpolitik

Was uns droht – Eine Lohn-Preis-Spirale

Immer mehr deutet darauf hin, dass sich die im Juli auf 3,8% und damit dem höchsten Stand seit 25 Jahren gestiegene Inflation im Gegensatz zu den Erwartungen der EZB nicht so schnell verflüchtigen wird. Die am Horizont immer deutlicher erkennbaren Gefahren einer sich entwickelnden Lohn-Preis-Spirale sind nicht mehr von der Hand zu weisen. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt, was in einem Juli sehr ungewöhnlich ist. Derzeit sind in Deutschland nur noch 316 000 mehr Menschen arbeitslos als es ohne Pandemie der Fall gewesen wäre.

Makler-Reports

Büromärkte – Holt die Lage die Stimmung ein?

Die Immobilieninvestmentmärkte strafen Skeptiker Lügen. Allerdings funktionieren Investmentmärkte nur mit zahlenden Nutzern. Das vergisst Excel leicht. Solange die Zinsen nicht ihr historisches Tief verlassen und es keine Alternativen gibt, bedarf es keiner prophetischen Gabe, um eine weitere Attraktivität von cashbringenden Sachwerten vorherzusagen.

Statistik

Blühende US-Konjunktur lässt Arbeitsmarkt kalt

Die Geschäfte der amerikanischen Industrie brummen im Juni wie selten zuvor, wie das Institut IHS Markit in seiner jüngsten Unternehmensumfrage herausfand. Auch die Auftragslage ist blendend.

Foto: Bayerische Staatskanzlei
Politik

Deutschland ist reif für einen Kanzler aus Bayern

Der Preis einer 16 Jahre währenden Kanzlerschaft ist Stillstand. So war es am Ende der Regentschaft von Helmut Kohl, so ist es bei Angela Merkel. Nach Kohl musste Gerhard Schröder zum Befreiungsschlag ansetzen und mit seiner Agenda 2010 einen verkrusteten Arbeitsmarkt und ein überlastetes Sozialsystem reformieren.

Gewerkschaft

IG Metall – Warnstreikwelle rollt

Die Friedenspflicht ist vorbei und die IG Metall im Arbeitskampfmodus. Nach dem bundesweiten Aktionstag am 1.3. rollt nun die Warnstreikwelle übers Land. Verschont bleibt von der Corona angepassten Machtdemonstration der Gewerkschaft (u. a. Fahrraddemos, Kundgebungen im Autokinoformat) kaum ein Big Player in der Metall- und Elektroindustrie.

Bulwiengesa-Index

Immobilienpreise steigen seit 16 Jahren in Folge

Der 45. Immobilienindex 2021 von Bulwiengesa zeigt, dass seit sage und schreibe 16 Jahren die Immobilienpreise steigen. Trotz Pandemie und konjunkturellen Einbruchs waren es 2020 segmentübergreifend noch 3,6%.

IW Köln

Städteranking – München vorn

Den Automobil-Unken zum Trotz liegen die medial angeblich zum Sterben verurteilten Standorte der Old Economy bei dem Zukunftsranking des Instituts der deutschen Wirtschaft weiterhin auf den vorderen Plätzen. Preisexplosion und Mietsteigerungen tun München keinen Abbruch.

Arbeitsmarkt

Bundesagentur – Trauriger Rekord

Mit der gewaltigen Summe von voraussichtlich 62 Mrd. Euro wird die Bundesagentur für Arbeit in diesem Jahr einen bisher nie dagewesenen Ausgabenrekord hinlegen. Die Corona-Pandemie hat den Arbeitsmarkt in seiner vollen Breite heimgesucht und Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Kurzarbeit zugleich befeuert.

Bundestagswahl

Politbarometer – Stabil, aber trügerisch

In gut 1 Jahr wird in Deutschland gewählt. Spätestens nach der US-Wahl am 3.11. wird sich der Fokus wieder der Innenpolitik zuwenden. Richtig spannend wird es aber erst, wenn die CDU auf ihrem 33. Bundesparteitag (3.-5.12.) in Stuttgart ihren Vorsitzenden gekürt hat.

Fed-Gebäude in Washington
Zentralbank

Fed – Flexibleres Inflationsziel zementiert Niedrigzins

Die Corona-Krise hat auch den geldpolitischen Strategieprozess der US-Notenbank verzögert, den die Fed seit fast zwei Jahren mit großem Aufwand betrieben hat. Gleichwohl ist es kein Zufall, dass Fed-Präsident Jerome Powell die neue Strategie pünktlich zur traditionellen Jackson Hole-Konferenz, die in diesem Jahr virtuell stattfinden muss, und damit wenige Monate vor der US-Präsidentschaftswahl offiziell präsentiert.

Versicherungen

Altersvorsorge – GDV muss Druck auf Politik erhöhen

Die jetzt vom Versichererverband GDV vorgelegte und durchaus beeindruckende Absatzstatistik für die betriebliche Altersversorgung (bAV) im vergangenen Jahr dürfte im Finanzvertrieb und bei Arbeitgebern schnell zur Randnotiz verkommen.

Investmentbanking

US-Banken – Handel hilft (vorerst)

Die Q2-Ergebnisse der großen US-Banken lassen die Diskussionen um den Umfang von Kürzungen im Investmentbanking wieder lauter werden. Während das Privatkundengeschäft, das in den USA in den letzten Jahren von der regen Ausgabe von Kreditkarten profitiert hat, im ersten Halbjahr am Stock geht, profitieren die Banken vom Investmentbanking, insbesondere dem Anleihengeschäft.

Thomas Hey
Gastbeitrag

Gesetzgeber legt bei Arbeitsmarktreformen nach

Das vom Bundesrat am 15.5.20 beschlossene „Arbeit-von-Morgen-Gesetz“ erhebt den Anspruch, die Förderinstrumente der Arbeitsmarktpolitik weiter zu entwickeln. Dabei soll das Gesetz Neuregelungen im Vergleich zu dem am 1.1.19 in Kraft getretenen „Qualifizierungschancengesetz“ enthalten und einige Schwachstellen im bisherigen Gesetz beseitigen. Insgesamt ein guter Ansatz, wenn auch nicht der ganz große Wurf, meint Thomas Hey, Partner der Kanzlei Bird & Bird und regelmäßiger PLATOW-Kolumnist.

Geldpolitik

Geldpolitik wieder hyperexpansiv

Corona hat die Rückkehr zu einer hyperexpansiven Geldpolitik, von der sich die USA als wirtschaftliche Leitregion vorübergehend verabschiedet hatten, ausgelöst, begleitet von einer expansiven Fiskalpolitik, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Kluge Köpfe setzen sich seither mit den Folgen für die Kapitalmärkte und die Realwirtschaft auseinander, wie zuletzt im Rahmen eines von Lazard Asset Management organisierten Panels.

Pandemie

Arbeitsmarkt – Große Sorgen um Gastro und Tourismus

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) redet Klartext auf einer PK der Bundesagentur für Arbeit (BA): Die Regierung werde um jeden Job kämpfen, aber nicht jeden retten können. Dass die BA von Februar auf März 60 000 weniger Arbeitslose (2,3 Mio.) verzeichnet, ist nur eine Momentaufnahme, lag der Stichtag (12.3.) doch knapp vor Beginn des Corona-Shutdowns.

Kathrin von Hardenberg
Gastbeitrag

Geldwäschebeauftragte verzweifelt gesucht

Banken, Versicherungen oder Vermögensverwaltern fällt es immer schwerer, ihre offenen Positionen für Geldwäschebeauftragte adäquat zu besetzen. Woran das liegt, worauf Bewerber achten müssen und was Unternehmen ändern können, beleuchtet Kathrin von Hardenberg, Gründerin und Geschäftsführerin des Executive-Search-Spezialisten Indigo Headhunters.

Union Investment

Europas Einzelhandelsmärkte kämpfen gegen Konjunkturflaute

Der von Union Investment gemeinsam mit der GfK ermittelte „GRAI Attraktivitätsindex“ für die 15 bedeutendsten Einzelhandelsmärkte ist nochmals leicht um fünf Punkte gesunken, liegt aber weiterhin deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.

Assekuranz

HDI macht sich neue Arbeitswelt im Produktportfolio zunutze

Die Versicherungswirtschaft ist in vielerlei Hinsicht im Umbruch. Das gilt insbesondere für die Kölner HDI, die mit einiger Verzögerung im Vergleich zu anderen großen Gesellschaften jetzt kräftig an der Digitalschraube dreht.

Ralf-Dietrich Tiesler
Gastbeitrag

Reformbedarf – Wie geht „Arbeit von morgen“?

Deutschland hat eine Dekade steten Wirtschaftswachstums erlebt, die Arbeitslosigkeit ist auf ein historisches Tief gesunken. Dennoch stehen Unternehmen wie Arbeitnehmer vor enormen Herausforderungen. Die Digitalisierung sowie der Schwenk zu einer emissionsärmeren Wirtschaft und Lebensweise führen zu tiefgreifenden strukturellen Änderungen. Eine stagnierende Weltkonjunktur erhöht den Anpassungsdruck. Als Reaktion auf die Transformation des Arbeitsmarktes hat das Bundesarbeitsministerium den Entwurf eines „Ersten Gesetzes zur Arbeit von morgen“ vorgelegt. Schon der Titel legt nahe, dass weitere Gesetzesinitiativen folgen können, wie Ralf-Dietrich Tiesler, Partner der Stuttgarter Kanzlei Menold Bezler, erläutert.

Hafen Hamburg: Export, Container
Wirtschaftsleistung

Deutsche Konjunktur 2020 – Neue Zuversicht keimt auf

Das sich dem Ende zuneigende Schlussquartal wird für die deutsche Konjunktur noch einmal zu einer Zitterpartie. Nachdem Deutschland im dritten Vierteljahr mit einem Miniwachstum von 0,1% im Vergleich zum Vorquartal nur haarscharf einer technischen Rezession entronnen ist, droht die deutsche Wirtschaft in den letzten drei Monaten 2019 abermals zu schrumpfen.

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