Vergütung

Daniela Favoccia und Stefan Siepelt
Gastbeitrag

Neue Studie nimmt Vorstandsgehälter unter die Lupe

Die Vergütung von Top-Managern, insbesondere die der Vorstände börsennotierter Unternehmen, hat sich zu einem echten „Evergreen“ öffentlicher Debatten entwickelt. Nicht nur auf den Hauptversammlungen entspinnen sich regelmäßig intensive Auseinandersetzungen um dieses Thema, auch in den Aufsichtsratssitzungen sorgt die Vorstandsvergütung immer wieder für Diskussionen. Doch welche Faktoren beeinflussen die Ausgestaltung der Vorstandsvergütung und wie wichtig ist Unternehmen dabei die Akzeptanz bestimmter Stakeholder? Eine Studie der Kanzlei Hengeler Mueller und des Arbeitskreises deutscher Aufsichtsrat e.V. (AdAR) ist dieser und weiteren aktuellen Fragen nachgegangen – mit teilweise überraschenden Ergebnissen, wie Daniela Favoccia, Partnerin bei Hengeler Mueller, und Stefan Siepelt, Partner bei LLR und Vorstandsmitglied des AdAR, erläutern.

Stefan Middendorf
Gastbeitrag

Betriebsratsarbeit – Ein goldenes Ehrenamt?

Die richtige Vergütung von Betriebsratsmitgliedern stellt Unternehmen vor erhebliche praktische Probleme. Zum einen kann die Festsetzung einer zu hohen oder – in der Praxis seltener beobachtet – zu niedrigen Vergütung zur Nichtigkeit der getroffenen Vereinbarungen führen. Noch weitaus schwerer dürfte allerdings der Umstand wiegen, dass Vorstand, Geschäftsführung und Betriebsratsmitglieder sich strafbar machen können. Die Staatsanwaltschaften untersuchen heute deutlich mehr Fälle als noch vor zehn Jahren. Für Unternehmen sollte das Anlass genug sein, sich zu wappnen, meint Stefan Middendorf, Arbeitsrechtler und Partner bei KPMG Law.

Corporate Real Estate

Wettbewerb um Immobilienmanager lässt Gehälter steigen

In einer globalen Umfrage von CoreNet Global und FPL Associates unter Corporate Real Estate-Managern, also Immobilienmanager der Unternehmen, geben 87% der Befragten an, dass ihr Grundgehalt zwischen 2017 und 2018 um durchschnittlich 5,3% gestiegen sei.

Banken

UBS – Wie Weber und Ermotti noch drei gemeinsame Jahre überstehen

Die UBS hat im letzten Jahr 19% mehr verdient, die Dividende um 8% angehoben und wird auch im Q1, das sich allerdings gegen ein sehr starkes Vorjahr messen lassen muss, sicher nicht als Schlusslicht der insgesamt unter die Räder geratenen europäischen Banken durchs Ziel laufen (s. PLATOW v. 27.3.). Für Sergio Ermotti läuft es dennoch gerade nicht gut. Böse Zungen sehen seinen Stern am Sinken. Das ist voreilig.

Peter Krebühl
Gastbeitrag

Zahlung von Boni – Versprochen ist versprochen

Eine Klage vor dem Arbeitsgericht gegen den eigenen Arbeitgeber einleiten? Ein Ansatz, den Arbeitnehmer insbesondere im laufenden Arbeitsverhältnis grundsätzlich nur ungern wählen, selbst wenn sie mit der zugedachten Bonuszahlung nicht zufrieden sind oder diese schlichtweg mangels Erläuterung nicht nachvollziehen können. Doch die Rechtsprechung der Arbeitsgerichte in den vergangenen Jahren ermutigt Arbeitnehmer geradezu, diesen Schritt zu wagen, wenn Arbeitgeber keinen fairen Bonus bezahlen oder bewusst intransparent agieren, meint Peter Krebühl, Partner bei Krebühl Biere Rechtsanwälte.

Aktienmarkt

Bosch – Denner lässt es Boni regnen

Die Börse meint es aktuell nicht gut mit den Autozulieferern. DAX-Riese Conti fährt seit über einem Jahr den Kurshochs hinterher. Großaktionär Schaeffler darf sich wegen der anhaltenden Schieflage ab sofort nur noch im SDAX messen, und die Nürnberger Leoni schockte am Dienstag mit einer Gewinnwarnung sowie massivem Jobabbau in der Heimat.

Geldpolitik

Fintechs müssen noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten

Fintech-Anbieter haben im Firmenkundengeschäft 2018 nicht nachhaltig Fuß fassen können. Zwar haben sich Fintechs und Banken in der Zusammenarbeit weiter angenähert, das anhaltend schwierige Marktumfeld birgt allerdings nach wie vor große Herausforderungen: Unternehmenskunden vermeiden eher Risiken, haben eine extrem geringe Fehlertoleranz und treiben Innovationen nicht voran. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die die Wirtschaftskanzlei CMS Deutschland und die Bank ING in der Bundesrepublik gemeinsam mit Finance-Research durchgeführt haben.

Allgemein

Umweltbonus – Ernüchternde Zwischenbilanz für E-Autos

Mit dem Umweltbonus wollte der Bund die Mobilitätswende der Autonation Deutschland vorantreiben. Neukunden von Elektro- oder Plug-in-Hybriden winkt seit Juli 2016 ein finanzielles Schmankerl von 3 000 bis 4 000 Euro je nach Antriebsart. Wie ein Blick ins statistische Zahlenwerk des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zeigt, wurden 2016 nur 9 023 Anträge auf die Umweltprämie gestellt. Im Folgejahr 2017 motivierte der Bonus schon rd. 37 900 Bundesbürger dazu, auf eine grüne Alternative zu Diesel und Benziner umzusteigen. Im frisch abgelaufenen Jahr stieg die Zahl der Anträge um 44 601 und summiert sich seit dem Startschuss des Förderprogramms auf rd. 91 500 Anträge. Gut 58 100 entfallen auf reine Stromer, 33 350 auf Hybridmodelle und 35 auf Fahrzeuge mit Brennstoffzelle.

Allgemein

Ver.di will 6% mehr Lohn für Länderbeschäftigte

Gleich zu Beginn des neuen Jahres startet im Öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) die Tarifrunde 2019. Wohin die Reise dabei gehen soll, wollten die Gewerkschaften den öffentlichen Arbeitgebern am liebsten heiß servieren und rückten deshalb noch vor Weihnachten mit ihren Forderungen raus: 6% mehr Lohn für zwölf Monate wollen Ver.di-Chef Frank Bsirske und seine Verbündeten vom Beamtenbund dbb, der Tarifunion und den DGB-Schwestern GdP, IG Bau und GEW für die insgesamt 2,3 Mio. Beschäftigten im Öffentlichen Dienst sowie bei Ländern und Kommunen erstreiten. Hinzu kommen Ansprüche für 1,2 Mio. Beamte und etwa eine Mio. Pensionäre. Los geht es am 21.1. in Berlin. Wie 2018 steht den Bundesbürgern damit auch im neuen Jahr ein gewichtiger Tarifabschluss zu Jahresanfang ins Haus.

Geldpolitik

Fintechs – Finanzmetropole Frankfurt verliert an Reiz

Frankfurt ist die Hochburg des traditionellen Bankensektors. Diverse Urgesteine und Schwergewichte der Finanzindustrie nennen die Mainmetropole ihre Heimat – darunter Deutsche Bundesbank, Deutsche Bank, Commerzbank, KfW, DZ Bank, Bafin und EZB, um nur die großen zu nennen.

Allgemein

2019 bringt Arbeitnehmern mehr Flexibilität

Mit Beginn des Jahres 2019 gelten die neuen gesetzlichen Regelungen zur so genannten Brückenteilzeit. Arbeitnehmer haben damit einen Anspruch auf eine vorübergehende Reduzierung ihrer Arbeitszeit. Wie die neue Brückenteilzeit im Detail aussieht und welche Auswirkungen sie auf die Praxis haben dürfte, erläutert  Hendrik Bockenheimer, auf das Arbeitsrecht spezialisierter Partner der Kanzlei Hengeler Mueller.

Allgemein

Dienstfahrten – Wenn Reisezeit zur Arbeitszeit wird

Die Vergütung von Reisezeiten ist seit dem aufsehenerregenden Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 17.10.18 (Az.: 5 AZR 553/17) in aller Munde. Das BAG hatte im Fall eines Arbeitnehmers dessen Reisezeiten im Rahmen einer Entsendung nach China als vergütungspflichtig eingestuft. Auch wenn die Urteilsbegründung noch nicht vorliegt und deshalb auch noch nicht klar ersichtlich ist, auf welche Anspruchsgrundlage das BAG den Vergütungsanspruch stützt, sind Arbeitgeber gut beraten, die bestehenden vertraglichen Regelungen unter die Lupe zu nehmen. Benjamin Onnis, Arbeitsrechtler der Kanzlei FPS, stellt die bestehende Rechtslage vor.

Allgemein

ThyssenKrupp – Widerstand im Aufsichtsrat gegen Uebber

Nächstes Frühjahr hört Bodo Uebber bei Daimler auf. Auf dem Tisch hat er zahlreiche Anfragen für Aufseherposten bei renommierten Unternehmen. Darüber will der Daimler-CFO aber erst entscheiden, wenn sein Nachfolger in Stuttgart benannt ist. Einzige Ausnahme ist ThyssenKrupp.

Allgemein

Nonnenmacher will Corporate Governance Kodex umbauen

Am morgigen Dienstag (6.11.) stellt Rolf Nonnenmacher als Vorsitzender der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex seine Änderungsvorschläge für das Regelwerk zur guten Unternehmensführung vor. Angesichts von eigenen Vorschriften vor allem angelsächsischer Stimmrechtsberater wie z.B. ISS, die dem Kodex teilweise widersprechen, etwa mit Blick auf Vergütungskriterien und die Unabhängigkeit oder Dauer der Bestellung von Aufsichtsräten, scheint das dringend nötig.

Banken

BayernLB – Vertragsverlängerung für Riegler auf der Kippe

Schon auf der IWF-Tagung in Bali hat Johannes-Jörg Riegler auf einige Teilnehmer einen etwas verlorenen Eindruck gemacht. Möglich, dass dem BayernLB-Chef, der auch Präsident des VÖB ist, nicht die Hitze, sondern die bald bevorstehenden finalen Verhandlungen über seinen im März endenden Vertrag auf die Stimmung schlugen.

Banken

Nur das Kollektiv zählt – Individualboni sind out

In der Finanzkrise war es die Bankenwelt, im Abgasskandal die Autokonzerne, die ungeachtet erheblicher Fehlentscheidungen an ihren absurd hohen Bonizahlungen festhielten. Das schadete nicht nur dem Image, sondern auch der Bilanz. Bestes Beispiel ist die Deutsche Bank. Nun lässt sich ein Paradigmenwechsel in Deutschlands Großkonzernen erkennen, der den kollektiven Erfolg des Unternehmens bzw. der jeweiligen Geschäftsbereiche in den Fokus rückt, anstatt Einzelkämpfer zu belohnen.

Allgemein

Ryanair – Die vielen Baustellen hinter der Gewinnwarnung

Es kam wie es kommen musste. Wie erst vor wenigen Tagen von uns vermutet (s. PLATOW v. 1.10.), fordert der unnachgiebige Kurs des Ryanair-Managements in Sachen Tarifeinigung seinen finanziellen Tribut. Die Iren mussten ihre Jahresprognose kappen. Anstatt 1,25 bis 1,35 Mrd. Euro werde der Gewinn nur noch 1,10 bis 1,20 Mrd. Euro betragen.

Allgemein

Für Merkel geht es nur noch um die Rettung ihres Vermächtnisses

Nach dem Burgfrieden im erbitterten Streit um die Flüchtlingspolitik, an dem die Union und mit ihr die Regierungskoalition fast zerbrochen wären, sitzt Kanzlerin Angela Merkel wieder einigermaßen fest im Sattel, während die CSU mehr denn je um ihre absolute Mehrheit in Bayern bangen muss. Doch auch Merkel bekam auf dem Höhepunkt des Machtkampfs mit CSU-Chef und Innenminister Horst Seehofer zu spüren, dass ihr Rückhalt auch in der von ihr geführten CDU brüchig ist.

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