Commerzbank – EZB-Freigabe für Rass Mitte Juni erwartet
So gründlich wie Rüdiger Rass wurde nur selten ein Vorstandskandidat von der EZB-Bankenaufsicht durchleuchtet.
So gründlich wie Rüdiger Rass wurde nur selten ein Vorstandskandidat von der EZB-Bankenaufsicht durchleuchtet.
Stolz präsentierte Commerzbank-Chef Manfred Knof das beste Quartalsergebnis seit mehr als 10 Jahren. Doch an der Börse machte sich schnell Enttäuschung breit. Die Aktie ging in der Spitze um fast 8% in die Knie.
Die Multipolarität der Krisen hat dem deutschen Mittelstand in den letzten Jahren ordentlich eingeheizt. Doch kleine und mittelständische Firmen seien widerstandsfähiger als manch einer denke, betonte Commerzbank-Firmenkundenvorstand Michael Kotzbauer bei Vorstellung der neuen Mittelstandsstudie, die gemeinsam mit Forsa durchgeführt wurde.
Gewerbeimmobilien (speziell Büro und Handel) machen durch den rasanten Zinsanstieg der zurückliegenden Monate und zugleich stark wachsender ESG-Anforderungen eine schwere Zeit der Verunsicherung durch. „Das Schlimmste steht uns noch bevor“, sagt uns mit Thomas Beyerle nicht irgendwer, sondern der Head of Group Research Catella Group.
Banker wie Christian Sewing haben ein feines Gespür für die Konjunktur. Müssen sie auch. Gerade im Fall der Deutschen Bank, die schließlich „globale Hausbank“ sein will. Wie erfolgreich sie dabei ist, hängt entscheidend davon ab, wie es der Wirtschaft und den weltweit agierenden Unternehmen geht, auf die auch die Commerzbank mit ihrem Slogan „Die Bank für Unternehmerkunden“ zielt. Bereits im gestrigen PLATOW Brief berichteten wir über erste Warnungen bei BMW und Infineon, die zunächst nur intern ausgetauscht werden.
Vor rund vier Jahren startete JP Morgan hierzulande mit dem Aufbau des „Corporate Client Bankings“, also dem Firmenkundengeschäft im Mittelstandssegment, in dem traditionell eher große deutsche Institute als Platzhirsche galten (Deutsche Bank, Commerzbank, UniCredit). 2019 kam Bernhard Brinker von der UniCredit zu der US-Bank und übernahm die Leitung des Corporate Client-Bereichs in der DACH-Region. Nun wurden zwei weitere, erfahrene Banker verpflichtet, die künftig beide an Brinker berichten.
Wenn Vorständen nichts anderes mehr einfällt, um ihre Aktionäre nach hohen Kursverlusten und mageren oder gar ausgefallenen Dividenden endlich wieder zufriedenzustellen, kommen sie mit Aktienrückkäufen. Es mag Ausnahmen geben (HSBC), aber oft ist das Hauptmotiv Augenwischerei.
Die Zinswende der EZB im vergangenen Jahr hat den Banken nach einer langen Durststrecke wieder kräftig gestiegene Zinsüberschüsse beschert. Zuletzt meldete die Deutsche Bank im Firmenkundengeschäft (Unternehmensbank) für das erste Quartal einen um sagenhafte 71% höheren Zinsüberschuss. Die besonders zinssensible Commerzbank präsentiert am 17.5. ihr Zahlenwerk für das erste Vierteljahr. Dabei profitierten die Institute auch von eine starken Kreditnachfrage vor allem im ersten Halbjahr 2022. Angesichts des russischen Angriffskriegs und der Sorge vor einer drohenden Energiekrise und der erwarteten Zinswende sogen sich die Unternehmen noch einmal mit frischer Liquidität voll.
Wie wir hören, ist beim Vorstand des norddeutschen Bankenverbands Bewegung im Spiel. Der bisherige Vorsitzende Marcus Vitt, Sprecher des Vorstandes bei Donner & Reuschel, wird seinen Posten für den stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Otto räumen.
Das jüngste „Opfer“ einer Geldautomaten-Sprengung in der Nacht zu diesem Freitag (28.4.) wurde die Volksbank Mittlerer Neckar (Filiale Berkheim).
1819 als „Erste österreichische Spar-Casse“ gegründet, ist die Erste Group zu Österreichs größtem Geldhaus avanciert und bedient als Retail-Finanzierer vor allem die Märkte Zentral- und Osteuropas (CEE). Mit Erfolg. Wie CEO Willi Cernko am Freitag (28.4.) im Call resümierte, zeigten sich die Volkswirtschaften der CEE-Region widerstandfähiger als noch von so manchem zu Kriegsbeginn in der Ukraine befürchtet. Ab 2024 würden sie sogar „wieder ein Wachstumsmotor in Europa sein“ gab er sich zuversichtlich.
Ana Botín, die vielfach dekorierte (u. a. „European Banker of the Year 2015“) heutige AR-Chefin der spanischen Großbank, hat Banco Santander, die mit der Santander Consumer Bank in Deutschland seit vielen Jahren sehr erfolgreich ist, ein noch attraktiveres Gesicht gegeben. Auch die dieser Tage vorgelegten Q1-Zahlen zeigen der deutschen und europaweiten Konkurrenz, wohin die Reise gehen muss. Der Vorsprung der Spanier lässt sich an nur zwei Schlüsselkennziffern besonders plastisch herausarbeiten: den Erträgen und der Aufwand-Ertrag-Relation, kurz und bündig „Efficiency Ratio“.
Die New Yorker Finanzmetropole ist für deutsche Institute aufgrund der relativen Größe und dem Standortvorteil von US-Häusern schon immer ein herausforderndes Pflaster. Das hat Commerzbank, DZ Bank oder Landesbanken (Helaba, Nord/LB, LBBW) jedoch nicht gehindert, dort früh Niederlassungen zu eröffnen. Angesichts der Nachricht, dass Deutsche Bank-Amerikachefin Christiana Riley abtritt, der von manchen eine gemischte Bilanz bescheinigt wird, lohnt ein genauer Blick auf den Status quo dortiger Niederlassungen.
Die Q1-Zahlen der Deutschen Bank, die Christian Sewing und James von Moltke diesen Donnerstag (27.4.) präsentieren, werden nach allem, was wir im Vorfeld hören, getrieben von der Zinswende, überaus gut ausfallen.
Viele Jahre haben westliche Banken in Europa nach dem Zerfall des Ostblocks glänzend verdient; in Russland, aber mehr noch in den über Nacht unabhängig gewordenen Staaten (Baltikum) und den ehemaligen Satelliten wie Polen, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Rumänien und Bulgarien. Vor allem Österreichs Banken taten sich hervor und drängten unter der Fahne der Neutralität ihres Landes auf die vor der Haustür gelegenen neuen Märkte.
Künstliche Intelligenz wird in der deutschen Bankenlandschaft schon heute breiter genutzt, als manch einer denken mag. Der Branchenprimus Deutsche Bank etwa setzt klassische KI-Modelle (z. B. Regression, Random Forest) schon länger für verschiedene Anwendungen ein, etwa zur Automatisierung manueller Prozessschritte wie den Abgleich und die Validierung von Daten oder das Einlesen großer Mengen unstrukturierter Daten. Das wird u. a. im Kreditgeschäft genutzt, um den bisher stark manuell geprägten Prozess der Prüfung und Bearbeitung zu beschleunigen.
Wie wir exklusiv erfahren, übernimmt die EPI Company den führenden niederländischen Zahlungssystemanbieter Currence iDEAL und dessen luxemburgischen Technologie-Partner Payconiq International. Die europäischen Bankenpartner werden darüber in der kommenden Woche informiert.
„Wir müssen noch mehr dafür tun, dass das verantwortungsvolle Handeln der Banken erkannt wird, noch besser erklären, noch transparenter sein“, sagte Bankenpräsident Christian Sewing gestern Abend im Jüdischen Museum zum Aufakt des BdB-Jahresempfangs.
Einen schweren Durchhänger hatte der einst so mächtige BdB aufgrund hausgemachter Probleme seiner beiden größten Mitglieder, die jahrelang von den niedrigen Zinsen zusätzlich gebeutelt wurden. Davon war beim Jahresempfang in Berlin nichts mehr zu spüren.
Vorgaben in den USA sind stets entscheidende Signale sowohl für die europäische als auch deutsche Kreditwirtschaft. So erscheint uns am Vorabend des BdB-Jahresempfangs am 17.4. in Berlin der Hinweis erwähnenswert, dass sich in die Debatte um eine weitere Leitzinserhöhung der Fed (aktuell: 4,75 bis 5,0%) Anfang Mai immer stärker die Sorge frisst, damit den Bogen zu überspannen und nach SVB und Signature Bank weitere Häuser, wenn nicht sogar das ganze System, in neue Turbulenzen zu stürzen.
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