Heuking verstärkt sich mit Krypto- und Complianceexperten
Seit dem 15. Januar ist Johannes Blassl als Equity Partner Teil des Frankfurter Teams der Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek. Blassl kommt von Ernst & Young Law.
Seit dem 15. Januar ist Johannes Blassl als Equity Partner Teil des Frankfurter Teams der Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek. Blassl kommt von Ernst & Young Law.
Unfreiwillig und teilweise in Staatsbesitz gerieten Commerzbank, Lufthansa und Tui. Vor allem dem ambitionierten Flugkapitän Carsten Spohr war es immer wieder anzusehen, wie sehr er den Tag herbeisehnte, den Staat als Aktionär wieder abzuschütteln, der ja ganz früher (bis 1997) noch das Sagen bei der Airline hatte. Und auch Manfred Knof macht gute Miene zum bösen Spiel nur, solange es eben nötig ist.
Mit seiner bislang besten Rede, so wird uns zumindest berichtet, hat Commerzbank-Chef Manfred Knof am Donnerstag in einer Backsteinhalle in Offenbach die Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene auf seine Vision von der digitalen Beratungsbank eingeschworen.
Was ist das für eine Bank, über die der „Spiegel“ berichtet, weil Bundesfinanzminister Christian Lindner der BBBank als Kreditkunde und gleichzeitiger Überbringer freundlicher Botschaften zum 100. Jubiläum („von Grund auf sympathisch“) unschicklich nahegekommen sein soll? Sie wird stark geprägt vom Stil ihres Vorstandsvorsitzenden.
Die Zinswende hat sich für Banken bislang als zweischneidiges Schwert erwiesen, für private Sparer ist sie immerhin ein kleiner Segen – auch wenn die Inflation die Realrendite weiter auffrisst. Anbieter steigen bereits in den Preiswettbewerb ein, jüngstes Beispiel ist Trade Republic.
Die immerzu geringen Insolvenzahlen waren für viele Marktbeobachter in den letzten Monaten ein Rätsel. Selbst nach Aussetzen der Antragspflichten, wodurch manche Experten eine Insolvenz-welle als Nachholeffekt befürchteten, bewegen sich die Zahlen weiter unter dem langfristigen Durchschnitt. Im Dezember lagen die Firmenpleiten laut Statistik des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) bei 879. Das sind zwar 23% mehr als im Vorjahresmonat, liegt aber immer noch unter dem Dezember-Schnitt von 2015 bis 2019 (968).
Die Commerzbank ist auf bestem Weg, ihre Ziele für das abgelaufene Jahr 2022, allen voran ein Konzerngewinn von mehr als 1 Mrd. Euro und die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung, zu erreichen. Entsprechend entspannt ist denn auch zum Jahresstart die Stimmung in der Führungsetage des Frankfurter Commerzbank-Towers. Dennoch kann und will sich Vorstandschef Manfred Knof mit dem Erreichten nicht zufriedengeben.
Um den Jahreswechsel herum sind Beförderungen gerne willkommen, etwa um mit frischem Wind zu starten, getreu dem Motto: Neues Jahr, neue Herausforderung. So wird es auch bei Holger Knittel, bisheriger „Head of M&A“ für Deutschland bei der US-Bank Citi, sein, der just Ende Dezember zum Co-Leiter für die deutsche Investmentbanking-Einheit aufgestiegen ist.
Weniger Filialen, weniger Mitarbeiter in kundenfernen Bereichen, mehr Effizienz. Diesen Anspruch verkünden die in Deutschland aktiven Filialbanken, die allesamt unter großem Kostendruck stehen, seit Monaten unisono. Die Umsetzung ist für die Betroffenen schmerzhafter als es die mit klangvollen Namen versehenen Fitnessprogramme teilweise vermuten lassen.
Angesichts des kontinuierlichen Sterbens haben viele das Konzept der physischen Bankfiliale in ihrer herkömmlichen Form schon abgeschrieben. Die Sparda-Bank Berlin etwa baut sie gerade zu „Begegnungsstätten“ um, in denen Kundenberatung und Mitarbeiterbüros gebündelt sind, und gibt dafür sogar die eigene Firmenzentrale auf. Nun überraschte Commerzbank-Privatkundenvorstand Thomas Schaufler mit seiner Aussage, die Öffnung einzelner Filialen samstags zu erwägen. Dabei blieb er aber recht vage: Erst wenn ausreichend Nachfrage bestehe, werde die Bank das ernsthaft diskutieren.
In unserem letzten Relative Stärke-Ranking bei PLATOW Derivate hat sich die Aktie von SMA Solar noch mal zurück an die Spitze kämpfen und Dürr als Erstplatzierten der Vorwoche auf den zweiten Platz verdrängen können. Neue Nummer drei ist die Deutsche Lufthansa. Eine große relative Stärke zeigen zum Jahresschluss die Bankaktien, für die es aber nicht mehr zum Einzug in das Derivate-Depot gereicht hat. Besonders eindrucksvoll ist der Aufstieg der Commerzbank, die nach dem Bruch charttechnischer Widerstände in unserer Rangliste von Platz 46 bis in die Top-5 geklettert ist.
Zum Jahreswechsel unterstellt die Allianz-Gruppe ihre Compliance einer neuen Führung. Armin Barthel, seit April 2016 Chief Compliance Officer bei der Commerzbank, wechselt in gleicher Position zum Versicherungskonzern und löst Hervé Gloaguen ab.
Die hartnäckige Lobbyarbeit von EPI-Verwaltungsratschef Joachim Schmalzl hat sich offensichtlich ausgezahlt. Intensiv hatte Schmalzl, der im Hauptberuf Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV ist, die Genossenschaftsbanken bearbeitet, um sie zu einer Rückkehr in den Gesellschafterkreis der European Payments Initiative zu bewegen. Mit der abgespeckten Wallet-Lösung, über die Verbraucher und Handel verschiedene digitale Bezahlfunktionen abwickeln können, konnte Schmalzl die Kreditgenossen schließlich überzeugen.
Die „Old“ und die „New“ Economy prallen immer öfter aufeinander, auch beim Thema „Duzen oder Siezen“ im Beruf. Besonders die Frage, ob das Duzen der Vorgesetzten oder gar des obersten Managements allen Mitarbeitern angeboten werden sollte, spaltet die Gemüter. Gleichzeitig versuchen die in der Vergangenheit eher für ihr verstaubtes Image bekannten Banken zunehmend, sich der modernen Arbeitskultur zu verschreiben.
Nachhaltigkeit ist zu einem der wichtigsten Themen bei Banken geworden. Nicht zuletzt durch die Greenwashing-Diskussion, maßgeblich angestoßen von DWS-Whistleblowerin Desiree Fixler, steht die grüne Transformation oben auf der Agenda. Eine globale Analyse der Unternehmensberatung Alvarez & Marsal (A&M) zeigt, dass Commerzbank (Rang 10) und Deutsche Bank (11) bei Nachhaltigkeitsbestrebungen ganz vorne mitspielen. Generell sind europäische Banken ihren amerikanischen Wettbewerbern beim Netto-Null-Ziel voraus. Das von A&M erstellte „GREEN PACE“-Rating bewertet die Institute in vier Kategorien: 1. Grüne Produkte (u. a. Anleihen, Darlehen, Derivate), 2. Netto-Null-Ziel, 3. Kundenorientierung und Einblicke und 4. Unterstützung der Kunden beim Wandel. Dafür nutzten die Analysten externe Datenbanken und werteten Geschäftsberichte aus.
Seit Montag streiken die Mitarbeiter der Commerzbank-Tochter ComTS für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Es ist bereits die fünfte Arbeitsniederlegung bei der Service-Gesellschaft innerhalb weniger Monate. Bislang hatte sich Commerzbank-Chef Manfred Knof jedoch unnachgiebig gezeigt und versichert, bei der ComTS herrschten auch ohne einen Haustarifvertrag gute Arbeitsbedingungen.
Die Gratwanderung zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsabschwächung bestimmt die aktuelle Debatte von Ökonomen. Auf diesen Balanceakt wies also auch Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank und selbst ernannter Fürsprecher des deutschen Mittelstands, beim Pressegespräch zum Ausblick 2023 hin. Er erwartet, ähnlich wie Helaba-Chefvolkswirtin Gertrud Traud (s. PLATOW v. 23.11.), im nächsten Jahr eine milde Rezession (BIP -0,5%).
Der durch die Corona-Pandemie etablierte Brauch, Hauptversammlungen virtuell abzuhalten, muss nicht zwangsweise von Dauer sein. Das liegt auch am neuen Gesetz zur Einführung der virtuellen HV, das die Komplexität relativ zur Präsenzveranstaltung deutlich erhöht. „Virtuelle HVs haben nach vorne viel komplexere technische Anforderungen. Dadurch wird der Aufwand für deren Abhaltung mit einer Präsenzversammlung vergleichbar sein“, erwartet die Aareal Bank. Bei der Übergangslösung wurden die Aktionärsrechte stark eingeschränkt, um Unsicherheiten im Umgang mit dem neuen Format zu vermeiden.
Geopolitische Beben wie der russische Überfall auf die Ukraine gehören zu einer ganz besonderen, kaum berechenbaren Kategorie von Risiken. So gab Ulrich Leuchtmann (Commerzbank) gleich zu Beginn der von Markus Brinkmann (BDO-Partner für Forensic, Risk und Compliance) professionell moderierten PLATOW-Tagung „Risiken 2023“ zu, dass sein Hauptrevier, die sonst immer als effizient geltenden Finanzmärkte, regelmäßig überfordert sind, wenn ein neues, bisher nicht eingepreistes Phänomen auftritt.
Angesichts der drohenden Rezession mit einer womöglich steigenden Zahl an Firmenpleiten intensiviert die Bundesbank ihre Mahnungen an die Banken, verstärkt Vorsorge zu betreiben. „Uns wundert, dass so wenig Risikovorsorge gebildet wird“, monierte der für die Bankenaufsicht zuständige Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling bei der Präsentation des Finanzstabilitätsberichts. Bei einigen Instituten sei die Vorsorge zuletzt sogar gesunken.
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