dwpbank – Diskussion über neue Eigentümerstruktur
Die BaFin hat wie berichtet im Q4 der dwpbank Kapitalzuschläge angedroht (s. PLATOW v. 19.2.). Hintergrund sind Mängel im Risikomanagement beim deutschen Marktführer für Wertpapierabwicklung.
Die BaFin hat wie berichtet im Q4 der dwpbank Kapitalzuschläge angedroht (s. PLATOW v. 19.2.). Hintergrund sind Mängel im Risikomanagement beim deutschen Marktführer für Wertpapierabwicklung.
Mit einer gemischten Bilanz hat die Bausparkasse Schwäbisch Hall (BSH) das Gj. 2019 abgeschlossen. Zwar lag das Bausparneugeschäft (Brutto) mit 28,5 Mrd. Euro erneut auf dem hohen Niveau der Vorjahre, doch im Vergleich zu 2018 verbuchte der genossenschaftliche Anbieter nach uns vorab vorliegenden Zahlen hier aber einen Rückgang von 4%.
Gute Zahlen sind auch gut für das Klima in der Doppelspitze. Das erste Jahr unter der Führung der beiden Co-Vorstandschefs Uwe Fröhlich und Cornelius Riese hätte für die DZ Bank kaum besser laufen können. Daran änderten auch die Dauerniedrigzinsen und die geopolitischen Risiken nur wenig. Mit einem auf 2,7 Mrd. Euro nahezu verdoppelten Konzernergebnis vor Steuern schrammte das genossenschaftliche Spitzeninstitut 2019 nur knapp an dem Gewinnrekord aus dem Jahr 2014 (2,9 Mrd. Euro) vorbei.
In die Eigentümer-Gremien des Fresenius-Konzerns könnte bald wieder Bewegung kommen. Wie wir hören, soll Kurt Bock darüber nachdenken, seinen Sitz im AR der Fresenius Management SE abzugeben.
Auch in zinslosen Zeiten lohnt sich das Sparen. Das beweist derzeit vor allem die genossenschaftliche Fondsgesellschaft Union Investment. Im vergangenen Jahr erzielte die Frankfurter Gesellschaft einen Nettoabsatz von 19,4 (2018: 15,3) Mrd. Euro. 2019 war damit das viertstärkste Absatzjahr der Geschichte von Union Investment.
Wie wir hören, soll die BaFin bereits im Q4 der dwpbank Kapitalzuschläge angedroht haben. Das Eigenkapital der in der Vergangenheit eher schwach performenden Bank wurde vor Jahren auf Wunsch der Sparkassen herabgesetzt.
Ein Scheitern der Fusionsgespräche zwischen Helaba und Deka wird wahrscheinlicher. Das hat Helaba-Chef Herbert H. Grüntker so ausdrücklich zwar nicht gesagt, dennoch nimmt er vorsichtshalber schon einmal Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis aus der Schusslinie.
Einstimmig haben Verwaltungsrat und Trägerversammlung der Helaba den Vorstand beauftragt, mit der DekaBank zu erörtern, wie die „Stärken beider Häuser in ein leistungsfähiges Zentralinstitut der Sparkassen-Finanzgruppe mit einem integrierten Geschäftsmodell zusammengeführt werden können“.
In eigener Sache: Die nächste Ausgabe von PLATOW Derivate erscheint ausnahmsweise bereits am kommenden Dienstag (17. Dezember). Als Basis für etwaige Anpassungen bei unserer Aktien-Momentum-Strategie dient daher dann das Relative Stärke-Ranking von Montagabend.
Gleich zum Auftakt der 22. Euro Finance Week (noch bis Freitag) hatte Staatssekretär Jörg Kukies mit seinen Erläuterungen zu der kürzlich von Minister Olaf Scholz angestoßenen Initiative des Bundesfinanzministeriums (BMF) für eine Europäische Bankenunion die Vorlage für das sich anschließende Panel mit Vertretern der drei kreditwirtschaftlichen Säulen gegeben.
Die BaFin zieht bei Fiducia GAD die Daumenschrauben an. Nach unseren Informationen fordert die Aufsicht mehr IT-Kompetenz im Aufsichtsrat der genossenschaftlichen Rechenzentrale. Offenbar soll Andreas Martin, im Vorstand des BVR u. a. für IT zuständig, umgehend in das Gremium einziehen. Wer seinen Stuhl für Martin räumt, ist zwar noch nicht geklärt. Bis zur nächsten HV soll mit dem Wechsel aber nicht gewartet werden. Auch sonst geht der BaFin die Geduld aus.
Doppelspitzen können auch erfolgreich sein. Davon sind zumindest Uwe Fröhlich und Cornelius Riese überzeugt. Seit fast einem Jahr leiten die beiden Co-Chefs der DZ Bank unaufgeregt und nahezu geräuschlos die Geschicke des genossenschaftlichen Spitzeninstituts. Das gute Einvernehmen zwischen Fröhlich und Riese, die sich weiterhin respektvoll Siezen, sowie eine klare Arbeitsteilung erleichtern die Zusammenarbeit der Doppelspitze sicher ebenso wie die aktuell erfreuliche Geschäftsentwicklung der DZ Bank.
Mit Union Investment, der R+V Versicherung und der Bausparkasse Schwäbisch Hall (BSH) hat die DZ Bank drei Perlen im Portfolio. Das Kronjuwel war über Jahrzehnte die BSH als größte Bausparkasse in Deutschland mit konstant über 30% Marktanteil.
Wie gestern Abend in unserem „Vorab-Service“ (eine Anmeldung dazu ist weiterhin jederzeit kostenlos möglich über eine formlose E-Mail an derivate@platow.de) bereits angekündigt, haben wir heute Morgen eine weitere Veränderung in unserem Derivate-Musterdepot vorgenommen.
Erneut tanzt die Sparda-Bank Baden-Württemberg aus der Reihe – wie schon vor zwei Jahren. Im Sommer 2017 hat das Institut mit der Ausweitung des Geschäftsgebiets auf Bundesebene das bis dahin geltende Regionalprinzip, das im Genossenschaftssektor einen hohen Stellenwert hat, durchbrochen und für Verärgerung unter den anderen Instituten (heute insgesamt 11 Sparda-Banken) gesorgt.
Alle 900 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland, viele Privatbanken wie Fürst Fugger oder Donner & Reuschel und Unternehmen wie der ADAC haben ihre IT ausgelagert an Fiducia & GAD IT. Indirekt betrifft die Arbeit des IT-Dienstleisters den gesamten Genossenschaftssektor inkl. DZ Bank, Union Investment, Schwäbisch Hall und R+V.
Das neue Führungs-Tandem der DZ Bank startet mit Rückenwind. Wie wir vorab hören, werden Uwe Fröhlich und Cornelius Riese bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen am Donnerstag (29.8.) einen Ergebniszuwachs vermelden.
Lebensversicherungskunden müssen sich nach einer nur kleinen Atempause auf eine Fortsetzung der Zinstalfahrt einstellen. Darauf deuten die Pläne der EZB, die am Donnerstag in den Krisenmodus schaltete und die Weichen in Richtung Zinssenkung stellte (s. S. 4). Das bekommen jetzt auch die Produktanbieter zu spüren.
Beim Wiesbadener Versicherer R+V nimmt die in der Gründung befindliche Vertriebsdirektion „Makler Personen“ immer mehr Form an. Jetzt hat die neue Unternehmenseinheit auch einen Verantwortlichen.
Die warmen Worte von BVR-Präsidentin Marija Kolak für Christine Lagarde können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die oberste Repräsentantin des genossenschaftlichen Verbunds von der designierten EZB-Chefin keinen geldpolitischen Rückenwind für die Volks- und Raiffeisenbanken erwartet. Mit einer Wende beim Leitzins sei in den nächsten fünf Jahren nicht zu rechnen, gibt sich Kolak keinen Illusionen hin.
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