
DZ-Bank-Chef Riese hält nach Rekordjahr die Bälle flach
Konjunkturschwäche, zunehmende Konflikte in der Welt – die DZ Bank erreicht dennoch ungeahnte Höhen. Mit dem Projekt „Zuwachs“ wollen die Genossenschaftsbanken auf Kundenfang gehen.

Konjunkturschwäche, zunehmende Konflikte in der Welt – die DZ Bank erreicht dennoch ungeahnte Höhen. Mit dem Projekt „Zuwachs“ wollen die Genossenschaftsbanken auf Kundenfang gehen.
Die DZ Bank hat im ersten Halbjahr 1,7 Mrd. Euro verdient und damit einiges weniger als im Vorjahr (1. HJ. 2023: 1,9 Mrd.). Dennoch liegt sie mit Blick auf die selbst gesteckten Jahresziele mindestens auf Kurs. Vorstandschef Cornelius Riese hält deshalb an der Gewinnprognose für das Gesamtjahr (2 Mrd. bis 2,5 Mrd. Euro) fest. Die angesichts des Jahresauftakts vorsichtige Prognose begründete er unter anderem mit dem volatilen Marktumfeld.
Der Aufsichtsrat der DZ Bank hat am Donnerstag die Bilanz für 2023 abgesegnet (PK am 29.2.). Wie wir vorab erfahren, steuern die Genossen auf ein erneutes Rekordergebnis zu. Der bisherige Bestwert wurde 2021 mit 3,1 Mrd. Euro v. St. erzielt, danach drückte die Zinswende das Ergebnis auf 1,8 Mrd. Euro. 2023 reicht offenbar wieder nah an den Rekord von 2021 heran.
Noch traut sich niemand, öffentlich zu sprechen. Im Hintergrund nehmen Vorstände von Banken und Versicherungen uns gegenüber aber kein Blatt mehr vor den Mund.

Es war sicher ein besonders schönes Geburtstagsgeschenk für DZ Bank-Co-Chef Uwe Fröhlich, der am Donnerstag seinen 63. feierte, dass die in der Vergangenheit oft als Renditeschwächling gescholtene Verbund- und Geschäftsbank ihren Gewinn im 1. Hj. auf 697 Mio. Euro nahezu verdoppeln (+88,9%) konnte. Dabei profitierte die Verbundbank vor allem von den stark gestiegenen Zinsen sowie einer auffallend niedrigen Risikovorsorge.
Corona fegte 2020 wie ein Orkan durch die Glas- und Betonbauten in Frankfurts Bankenviertel. Erst mit dem Auslaufen der Maßnahmen kehrten viele Banker wieder in die Wolkenkratzer zurück. Doch seither mussten sie sich auf einige Veränderungen einstellen.
Am morgigen Mittwoch (7.6.) treffen sich die Pfandbriefbanken im Frankfurter Stadthaus zur Mitgliederversammlung. Ganz oben auf der Tagesordnung steht die Kür eines Nachfolgers für den scheidenden vdp-Präsidenten Georg Reutter, der sich Ende Juli von seinem Posten als Vorstandschef der DZ Hyp zurückzieht.
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Jetzt anmeldenMangels Deals herrscht derzeit kaum Finanzierungsbedarf. So summierte sich das Immobilienfinanzierungs-Neugeschäft der im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen knapp 50 Institute in Q1 2023 auch nur auf 25,6 Mrd. Euro. Gegenüber Q4 2022 (24,8 Mrd. Euro) zeigt das zwar eine leichte Erholung um 3,2%, im Vorjahresvergleich aber ein sattes Minus von 47,8%.
Krisenzeiten sind Pfandbrief-Zeiten. Mit diesem Schlachtruf eröffnete vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt im ehemaligen Straßenbahn-Depot in Frankfurt-Sachsenhausen das 27. Pfandbrief-Forum.
Seltsam ruhig sei es derzeit am Immobilienmarkt, resümiert der scheidende vdp-Präsident Georg Reutter. Es werde kaum noch gebaut, die Investoren halten die Füße still und das Neugeschäft schwächelt. Damit bleibe endlich mal Zeit, den Aktenschrank aufzuräumen, scherzte Reutter, der im Hauptberuf der DZ Hyp vorsteht. Von einer Immobilienkrise will der Verbandschef denn auch nichts wissen. Die Investoren seien weder depressiv noch ängstlich, es werde nur weniger gebaut, berichtet Reutter aus seinen Kundengesprächen.
Die Ankündigung von Georg Reutter, sich Ende Juli von seinem Posten als Vorstandschef der DZ Hyp zurückziehen zu wollen, hat auch Konsequenzen für den Pfandbriefbanken-Verband.

Nach Jahren des kontinuierlichen, sich immer weiter beschleunigenden Anstiegs gibt es jetzt erste Anzeichen für eine Trendwende bei den Immobilienpreisen, stellte Georg Reutter, scheidender Präsident des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) und DZ Hyp-Chef, im Rahmen eines Presse-Kamingesprächs fest.
Nach nur einem Jahr müssen die 45 ordentlichen Mitglieder des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) auf ihrer Mitgliederversammlung im Juni 2023 schon wieder einen neuen Präsidenten wählen. Diese Entscheidung traf der Vorstand am Donnerstag in Berlin auf einer Sitzung vor Beginn des traditionellen Jahresempfangs der Standesorganisation. Sie wurde notwendig, weil der erst im Mai ins Amt gekommene Georg Reutter vor kurzem damit überraschte, den Vorstandsvorsitz bei der DZ Hyp, dem größten deutschen Pfandbriefemittenten, Mitte des kommenden Jahres niederzulegen. Sabine Barthauer tritt seine Nachfolge an.
Gerade einmal eineinhalb Stunden dauerte die HV der DZ Bank, die erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder als Präsenzveranstaltung im noblen Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens stattfand. Großartigen Diskussionsbedarf habe es unter den Aktionären, zumeist Vertreter der Volks- und Raiffeisenbanken, nicht gegeben, heißt es.
Ein genauer Blick auf das exzellente Halbjahresergebnis der DZ Bank könnte sich diesmal auch für DSGV-Präsident Helmut Schleweis lohnen. Zeigt das Zahlenwerk des genossenschaftlichen Spitzeninstituts doch, dass eine Wiederbelebung der auf Eis liegenden Fusionsgespräche zwischen der Helaba und der DekaBank vielleicht doch keine so schlechte Idee ist, wie der scheidende OSV-Präsident Michael Ermrich glaubt. Dabei sind es gerade die von Ermrich bemängelten geringen Überschneidungen zwischen dem provisionsgetriebenen Fondsgeschäft und dem stark zinsabhängigen Bankgeschäft, die das Geschäft der DZ Bank so stabil machen.
Die Mitte letzten Jahres unter dem Eindruck des ersten Lockdowns auf knapp 1 Mrd. Euro v. St. gesenkte Gewinnprognose wird die DZ Bank deutlich übertreffen, hören wir. Der Gewinn, den Uwe Fröhlich und Cornelius Riese bei der Bilanz-PK am Dienstag (2.3.) vorstellen werden, reicht knapp an die Vor-Corona-Prognose von 1,5 Mrd. Euro v. St. heran, die das gut harmonierende Führungsduo Anfang 2020 abgegeben hatte.
Manfred Salber scheidet aus dem Vorstand der DZ Hyp aus. Nachfolgerin wird Sabine Barthauer, zuvor Vorstandschefin der Deutschen Hypo.
Der Aufsichtsrat der DZ Hyp hat Sabine Barthauer, bislang Vorstandschefin der NordLB-Tochter Deutsche Hypo, in den Vorstand berufen.
Gute Zahlen sind auch gut für das Klima in der Doppelspitze. Das erste Jahr unter der Führung der beiden Co-Vorstandschefs Uwe Fröhlich und Cornelius Riese hätte für die DZ Bank kaum besser laufen können. Daran änderten auch die Dauerniedrigzinsen und die geopolitischen Risiken nur wenig. Mit einem auf 2,7 Mrd. Euro nahezu verdoppelten Konzernergebnis vor Steuern schrammte das genossenschaftliche Spitzeninstitut 2019 nur knapp an dem Gewinnrekord aus dem Jahr 2014 (2,9 Mrd. Euro) vorbei.
Der trotz seiner zahlreichen Stationen (Hansainvest, Hesse Newman, HGA Capital, Dr. Peters) immer noch überaus jugendlich und sportlich wirkende Mittvierziger beeindruckte uns am Rande des Mannheimer „Fonds professionell Kongress“ mit seinem ansteckenden unternehmerischen Esprit. Nach seiner Zeit in Diensten durchaus behäbig agierender Adressen wie der Signal Iduna Gruppe will Marc Drießen die Immobilien-Szene jetzt mithilfe der Blockchain aufmischen.
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