ING Deutschland

Bankensektor

Europas Banken – „Efficiency Ratio“ trennt Spreu vom Weizen

Ana Botín, die vielfach dekorierte (u. a. „European Banker of the Year 2015“) heutige AR-Chefin der spanischen Großbank, hat Banco Santander, die mit der Santander Consumer Bank in Deutschland seit vielen Jahren sehr erfolgreich ist, ein noch attraktiveres Gesicht gegeben. Auch die dieser Tage vorgelegten Q1-Zahlen zeigen der deutschen und europaweiten Konkurrenz, wohin die Reise gehen muss. Der Vorsprung der Spanier lässt sich an nur zwei Schlüsselkennziffern besonders plastisch herausarbeiten: den Erträgen und der Aufwand-Ertrag-Relation, kurz und bündig „Efficiency Ratio“.

Bankensektor

UBS – Es wird ungemütlicher

Die Q1-Zahlen der UBS können sich trotz Gewinneinbruch um 50% auf 1 Mrd. US-Dollar noch sehen lassen. Das Minus ist schwachen Märkten, vorsichtigen Kunden und 665 Mio. Dollar Rückstellungen für RMBS-Altlasten in den USA geschuldet, zu denen sich eines Tages noch weitere Rückstellungen in Höhe von rd. 600 Mio. Dollar für den Steuerprozess in Frankreich addieren dürften. Die Mittelzuflüsse im Q1 in Höhe von 28 Mrd. Dollar, von denen, wie der neue UBS-Vormann Sergio Ermotti bei Vorlage des Zahlenwerks betonte, noch 7 Mrd. Dollar in den letzten 10 Tagen des März hereingekommen sind, also nach Bekanntgabe der Übernahmepläne, sind als Vertrauensbeweis zu werten.

Genossenschaftsbanken

GLS Bank – Keine Angst vor den Großen

Die These in unserer vorletzten Ausgabe, dass Nachhaltigkeitsbanken sich angesichts des wachsenden Wettbewerbs in ihrer Nische durch konventionelle Institute (Großbanken, Sparkassen, Volksbanken) warm anziehen müssen, war zugegeben kontrovers (s. PLATOW v. 18.4.). Wie so oft gibt es hier verschiedene Sichtweisen, die wir beleuchten und diskutieren wollen. Die im Dienstagsartikel erwähnte GLS Bank widerspricht der dortigen Argumentation auf diversen Ebenen. Zunächst begrüße sie, dass sich immer mehr Institute nachhaltigem Banking verschreiben, da es mit ihrer Vision zur Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaft im Einklang stehe und die gesamte Finanzbranche voranbringe.

Adyen sorgt dafür, dass Händler und Kunde zur Bezahlung elektronisch zueinander finden.
Zahlungsdienstleister

EPI Company übernimmt Currence iDEAL und Payconiq

Wie wir exklusiv erfahren, übernimmt die EPI Company den führenden niederländischen Zahlungssystemanbieter Currence iDEAL und dessen luxemburgischen Technologie-Partner Payconiq International. Die europäischen Bankenpartner werden darüber in der kommenden Woche informiert.

Bankensektor

BdB – Sewing schwört Banken auf noch mehr Transparenz ein

„Wir müssen noch mehr dafür tun, dass das verantwortungsvolle Handeln der Banken erkannt wird, noch besser erklären, noch transparenter sein“, sagte Bankenpräsident Christian Sewing gestern Abend im Jüdischen Museum zum Aufakt des BdB-Jahresempfangs.

Setzlinge auf dem Acker
Bankensektor

Nachhaltigkeitsbanken müssen sich warm anziehen

Auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Banken wie GLS Bank oder Umweltbank starteten einst in der Nische. Das könnte ihnen auf lange Sicht zum Verhängnis werden, da konventionelle Institute das Thema immer mehr in ihr Geschäft integrieren.

Interessenvertretung

Bankenverband – Rückkehr zu alter Stärke

Einen schweren Durchhänger hatte der einst so mächtige BdB aufgrund hausgemachter Probleme seiner beiden größten Mitglieder, die jahrelang von den niedrigen Zinsen zusätzlich gebeutelt wurden. Davon war beim Jahresempfang in Berlin nichts mehr zu spüren.

Verbindlichkeiten

Volumina von Schuldscheinen werden größer

Der deutsche Schuldscheinmarkt ist im Aufwind, zumindest was das durchschnittliche Emissionsvolumen angeht, wie der Datenanbieter Refinitiv ermittelt hat.

Die DKB wird hier ab Ende 2025 ihren neuen Campus eröffnen
Bankensektor

DKB vor Sprung ins Ausland

Im laufenden Jahr wird der IT-Umbau bei der DKB nach interner Planung weitgehend abgeschlossen sein. Nach einem kräftigen Zuwachs 2022 werden dadurch die Verwaltungskosten auch 2023 noch einmal leicht steigen. Gleichzeitig soll aber auch das Ergebnis der wichtigsten Tochter der BayernLB, das im letzten Jahr unter Eigenmittelanlage, Zinssicherung und höheren Kosten gelitten hatte (Spartenergebnis -4% auf 354 Mio. Euro v. St.), wieder zulegen. Steigende Zinserträge und Provisionen u. a. aus dem Kartengeschäft sind die Treiber. Dennoch betont BayernLB-Vormann Stephan Winkelmeier, dass Retailbanken in Europa erst ab einem Marktanteil von 15% ihre Kapitalkosten verdienen. Das wären in Deutschland 12 Mio. Kunden. Aktuell zählt die DKB 5,4 Mio.

Zahlungsdienste

EPI will Konzeptionsphase bis Juni abschließen

Auffallend still geworden war es zuletzt um die European Payments Initiative (EPI). Doch jetzt scheint wieder neuer Schwung in die abgespeckte Online-Bezahlinitiative zu kommen. Bis Juni soll die Konzeptionsphase für das Implementierungsprojekt von EPI 2.0 abgeschlossen sein, ist zu hören.

Frankfurter Skyline
Internationales

Ewiger Zweikampf – Europäische gegen US-Banken

Der einheitliche Währungsraum hat die strukturellen Nachteile für Europas Banken gegenüber ihren US-Wettbewerbern nicht beseitigt. Der kleinteilige Wettbewerb vor allem in Deutschland ist für die Kunden zwar gut, drückt aber auf die Margen der Institute.

Baufinanzierung

Schwäbisch Hall – Zinswende verleiht Auftrieb

Während das Baufinanzierungsgeschäft in den letzten Monaten regelrecht eingebrochen ist, hat sich der Wind beim Bausparen für die Anbieter zum Positiven gedreht. Die Schwäbisch Hall meldet für das Gj. 2022 ein Bausparvolumen von 34,1 Mrd. Euro (+42%). Die Gesamtvertriebsleistung (51,1 Mrd. Euro) sei das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

Fintech

ING setzt auf Embedded Finance

Die ING Deutschland spürt zwar den zunehmenden Kostendruck durch die Inflation, doch das Ergebnis im Gj. 2022 war davon nicht maßgeblich betroffen. Der Gewinn sackte auf 1,04 (Vj.: 1,17) Mrd. Euro ab, wie vorläufige Zahlen ergeben. Dabei konnte das niederländische Institut sowohl Personal- als auch sonstige Verwaltungsaufwendungen in Schach halten (-1% bzw. +0%).

Bankensektor

HVB & Co. – Wenn der Vorstand vom Praktikanten geduzt wird

Die „Old“ und die „New“ Economy prallen immer öfter aufeinander, auch beim Thema „Duzen oder Siezen“ im Beruf. Besonders die Frage, ob das Duzen der Vorgesetzten oder gar des obersten Managements allen Mitarbeitern angeboten werden sollte, spaltet die Gemüter. Gleichzeitig versuchen die in der Vergangenheit eher für ihr verstaubtes Image bekannten Banken zunehmend, sich der modernen Arbeitskultur zu verschreiben.

Bankensektor

Commerzbank – Musterknabe bei grünen Produkten

Nachhaltigkeit ist zu einem der wichtigsten Themen bei Banken geworden. Nicht zuletzt durch die Greenwashing-Diskussion, maßgeblich angestoßen von DWS-Whistleblowerin Desiree Fixler, steht die grüne Transformation oben auf der Agenda. Eine globale Analyse der Unternehmensberatung Alvarez & Marsal (A&M) zeigt, dass Commerzbank (Rang 10) und Deutsche Bank (11) bei Nachhaltigkeitsbestrebungen ganz vorne mitspielen. Generell sind europäische Banken ihren amerikanischen Wettbewerbern beim Netto-Null-Ziel voraus. Das von A&M erstellte „GREEN PACE“-Rating bewertet die Institute in vier Kategorien: 1. Grüne Produkte (u. a. Anleihen, Darlehen, Derivate), 2. Netto-Null-Ziel, 3. Kundenorientierung und Einblicke und 4. Unterstützung der Kunden beim Wandel. Dafür nutzten die Analysten externe Datenbanken und werteten Geschäftsberichte aus.

DZ Bank Frankfurt
Bankensektor

Banken – Mitarbeiter können auf Inflationsausgleich hoffen

Nachdem die Direktbank ING mit der Einmalzahlung als Inflationsausgleich für ihre deutschen Beschäftigten vorgeprescht ist (1 500 Euro für Vollzeitmitarbeiter, 1 000 für Teilzeitkräfte, Auszubildende und duale Studenten), ließ auch die Reisebank wissen, dass sie ihren Vollzeitmitarbeitern 1 800 Euro und den Auszubildenden 900 Euro zahlt. Bei deren Konzernmutter DZ Bank ist derzeit noch unklar, ob eine solche Zahlung kommt. Das Institut will zunächst die Geschäftszahlen 2022 abwarten und eine Entscheidung Anfang des kommenden Jahres fällen.

Finanzsektor

Droht Crash bei Firmenkrediten?

Vor knapp einem Jahr eröffnete Christine Lagarde eine Risikokonferenz ihres Hauses mit einer an die Banken gerichteten Warnung vor hohen Kreditrisiken als Folge der Pandemie. Die mahnenden Worte der EZB-Chefin verfingen bis heute kaum. Das Kreditsystem hielt stand, aber nur, weil der Fiskus in einem globalen Kraftakt mit riesigen Hilfsprogrammen den Unternehmen unter die Arme griff.

Abonnieren Anmelden
Zur PLATOW Börse