Private Equity – Modernisierung einer alten Assetklasse
So groß das Anlageuniversum ist, so umfassend sind die Bestrebungen der Finanzbranche, dem digitalen Umbruch auch in diesem Bereich Rechnung zu tragen. Bestes Beispiel sind Robo Advisor.
So groß das Anlageuniversum ist, so umfassend sind die Bestrebungen der Finanzbranche, dem digitalen Umbruch auch in diesem Bereich Rechnung zu tragen. Bestes Beispiel sind Robo Advisor.
Der digitale Geldanleger Quirion, eine Tochter der Quirin Privatbank AG, hat die Zahl der betreuten Kunden seit Jahresanfang erneut verdoppelt und kommt aktuell auf 10 200 Kunden. Damit sind die Berliner, gemessen am verwalteten Vermögen von derzeit 280 Mio. Euro, die Nummer vier auf dem deutschen Markt.
Der digitale Vermögensverwalter Scalable Capital (SC) hat in der jüngsten C-Finanzierungsrunde über 25 Mio. Euro frisches Geld eingesammelt. Das Geld stammt von Blackrock (im Sommer 2017 eingestiegen), HV Holtzbrinck Ventures und Tengelmann Ventures (beide bereits seit April 2016 beteiligt).
Liqid ist für ein FinTech ebenso typisch wie Scalable Capital, obwohl sich beide erfolgreichen Newcomer mit ihren Zielgruppen scharf voneinander abgrenzen. So will Liqid mit seinem computergestützten, aber aktiveren Anlagestil partout kein Robo Advisor sein, während Scalable Capital unumwunden zugibt, weitgehend auf Algorithmen zu vertrauen.
In den vergangenen drei Jahren verzeichnete der europäische Markt für digitale Vermögensverwaltung einen raschen Aufschwung. Die guten Zeiten dürften auch in den nächsten Jahren anhalten. Lt. einer aktuellen Analyse von Deutsche Bank Research belief sich das verwaltete Vermögen von Robo Advisor in Europa per Ende 2018 auf ca. 14 Mrd. Euro bei etwa 900 000 Kunden.
Kürzlich erst hat Scalable Capital-Gründer Erik Podzuweit bei einem gemeinsamen Auftritt mit Kooperationspartner ING-DiBa die hauseigene Risikomanagement-Technologie des auf ETFs spezialisierten digitalen Vermögensverwalters über den grünen Klee gelobt (s. PLATOW v. 10.9.). Dabei hob der Jung-Manager die Wichtigkeit der Partnerschaft mit der Frankfurter Direktbank als Aushängeschild für weitere Kooperationen hervor. So eine hat Scalable jetzt wieder eingetütet.
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Der PR-Termin des Robo-Advisors Scalable Capital und der Direktbank ING-DiBa am Donnerstagmorgen auf dem Frankfurter Börsenparkett hatte Symbolcharakter. Auf Einladung der Deutsche Börse sprachen Scalable Capital-Gründer Erik Podzuweit und Martin Krebs, Retail Produktvorstand bei der niederländischen ING-DiBa-Konzernmutter ING, über „Die Zukunft des Finanzplatzes – Fintechs zwischen Disruption und Kooperation““.
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Eine für den Finanzbereich ereignisreiche Woche geht zu Ende. U. a. stürzte Deutschlands größtes Geldhaus Deutsche Bank (s. auch S. 1) unter die symbolisch so wichtige 10-Euro-Marke. Zeitgleich kommunizierte Deutschlands Branchenprimus in Sachen Robo-Advisory, das Startup Scalable Capital, den nächsten Meilenstein seiner Erfolgsstory: das Durchbrechen der Marke von 1 Mrd. Euro beim verwalteten Vermögen. Hier stehen alle Zeichen also auf Wachstum.
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Gerne präsentiert sich die ING-DiBa als Vorreiter sinnvoller, smarter und zukunftsweisender Ideen im Banking. Beispiele dafür sind die Partnerschaft mit dem Online-Vermögensverwalter Scalable Capital sowie die eigene Immobilienbewertungs-App „ImmoWert2Go““ für die Baufinanzierung.
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Der Wettbewerb in der Immobilienfinanzierung wird immer härter. Derzeit sogar ganz besonders, da der Bauzins seine Talsohle erreicht hat und langfristig wieder steigen sollte. Genau jetzt bläst die ING-DiBa zum Angriff. Das laufende Gj. 2017 dürfte die Frankfurter Direktbank mit über 9 Mrd. Euro Baufinanzierungsvolumen abschließen. 2018 soll die Marke von 10 Mrd. Euro wieder geknackt werden, war am Dienstag in Mainz auf der Immobilientagung Partnervertrieb der ING-DiBa zu hören.
Ralph Hamers, CEO von ING Group, deren Tochter ING-DiBa nach Kundenzahl drittgrößte deutsche Bank ist, wurde am Montagabend im Frankfurter Römer in einer feierlichen Zeremonie für seine Erfolge zum „European Banker of the Year“ gekürt.
Es ist Wies‘n Zeit und in München herrscht mal wieder Ausnahmezustand. Millionen Dirndl und Lederhosen drängen dieser Tage wieder auf die Theresienwiese, um einen der begehrten Plätze in den Festzelten zu erhaschen und bei Bier und Hendl ausgelassen zu feiern. Doch nicht nur der gemeine Pöbel, auch die Münchener Businesswelt nutzt das Oktoberfest-Spektakel gerne, um mit ihren Kunden auf Tuchfühlung zu gehen.
Die künftige Kooperation der Direktbank ING-DiBa mit dem Robo Advisor Scalable Capital scheint mehr als nur eine schlichte Zusammenarbeit von zwei Pionieren der Finanzbranche zu werden. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag die 67. Automobilmesse IAA eröffnete (s. S. 1), verkündeten zeitgleich, nur einen Steinwurf entfernt in der ING-DiBa-Zentrale, die Verantwortlichen der Frankfurter Direktbank und des Münchener Robo Advisors eine Partnerschaft in der Online-Vermögensverwaltung. Selten waren autonomes Fahren und Geldanlegen in ihrer Analogie so nah beieinander.
Es war nur eine Frage der Zeit, wann und mit wem die ING-DiBa in die Online-Vermögensverwaltung einsteigt. Nach PLATOW-Recherchen startet die Frankfurter Direktbank eine Kooperation mit Scalable Capital, dem hierzulande derzeit größten und auf börsengehandelte Indexfonds (ETF) spezialisierten Robo Advisor.
Altlasten aus der Finanzkrise, Niedrigzins, verändertes Kundenverhalten, massive Konkurrenz durch unbeschwert auftretende, innovative Fintechs und der Brexit zwingen private Banken, Sparkassen und Volksbanken in die Konsolidierung und sich gleichzeitig völlig neu aufzustellen.
Wie in der Politik prägt auch in der Geldanlage das Bedürfnis nach Sicherheit das Wahl- bzw. Allokationsverhalten. Auf den Vermögensschutz in unruhigen Zeiten konzentrierten sich beim 12. PLATOW InvestorenFORUM die meisten Referenten am vergangenen Montag im Frankfurter Hilton Hotel.
Bereits 2015 kaufte der weltgrößte Vermögensverwalter, BlackRock, mit FutureAdvisor einen erfolgreichen Robo Advisor. Seither erlebt die Online-Vermögensverwaltung in den USA einen steilen Aufschwung mit Assets under Mangement im 3-stelligen Mrd.-Dollar-Bereich.
Im digitalen Zeitalter werden Robo Advisor vermehrt zur harten Konkurrenz für traditionelle Vermögensverwalter, zumindest in bestimmten Segmenten.
Herausforderungen in der Vermögensverwaltung durch die Digitalisierung werden beim 12. PLATOW InvestorenFORUM am 8.5. im Frankfurter Hilton im Mittelpunkt stehen. Zu den Sprechern zählen die Gründer von Scalable Capital, Erik Podzuweit und Stefan Mittnick.
Die digitale Transformation findet in der Finanzwelt nirgends so viel Zuwendung wie in der Fintech-Szene, für die sie zur Triebfeder der eigenen Geschäftskonzepte geworden ist. Zu den Gewinnern der Fintech-Welt haben sich algorithmus- und internetbasierte Robo Advisor gemausert. Sie nehmen die persönliche und teure Vermögensverwaltung so gekonnt ins Visier, dass sich selbst Traditionshäuser wie HQ Trust der Harald Quandt-Familie dem Trend mit einem eigenen online Startup (LIQID) öffnen (s. PLATOW v. 17.10.). Und das Angebot der neuen Generation der Finanzdienstleistungen wächst weiter.
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