HDI – Es kommt Bewegung ins Sozialpartnermodell
Wer die Verhandlungspartner genau sind, dazu wollte sich bei der Gesellschaft niemand äußern. Wir gehen aber davon aus, dass auf Gewerkschaftsseite zumindest Ver.di eine große Rolle spielt. Denn Ver.di war am vergangenen Dienstag auch auf dem HDI bAV-Expertenform in Köln vertreten. Dort sprach Judith Kerschbaumer, Leiterin des Bereichs Sozialpolitik bei Ver.di, vor knapp 90 Maklern über die Erfordernisse der bAV. Der Erfolg der derzeit laufenden Gespräche beim HDI hängt im großen Maße davon ab, ob die Arbeitgeberseite Zuschüsse gewährt (s. PLATOW v. 27.5.).
Welche Rolle der Vertrieb beim Sozialpartnermodell einnimmt, wird sich nach von Löbbeckes Meinung erst nach der ersten Einigung zeigen. Vieles hänge von den Gestaltungsmöglichkeiten der Sozialpartner ab, wie die Arbeitnehmer über die neuen Möglichkeiten informiert und beraten werden sollen, die ihnen das modernisierte Betriebsrentenmodell bietet. Zu einer seriösen Vorsorgeberatung gehört aber auch eine gründliche Aufklärung über die Optimierungsmöglichkeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung. Hier verweist Rentenexperte von Löbbecke auf zahlreiche Steuerungsfaktoren wie etwa freiwillig laufende Beitragszahlungen, soziale Transferleistungen (z. B. Pflege von Angehörigen) und die sinnvolle Beeinflussung der Mitgliedschaftszeiten.