Brexit-Mikado – Wer verliert zuerst die Nerven?
Mit leeren Händen reist Großbritanniens Premierministerin Theresa May von ihren Brexit-Verhandlungen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zurück nach London. May hatte zwar mehrere Optionen zur Lösung des Grenzproblems zwischen dem EU-Mitglied Irland und der britischen Provinz Nordirland im Gepäck, doch auf mehr als ein erneutes Treffen Ende Februar konnte sie sich nicht mit Juncker einigen. Der so genannte Backstop, der das Vereinigte Königreich so lange in der Zollunion und Teilen des EU-Binnenmarkts halten soll, bis Brüssel und London ein Freihandelsabkommen geschlossen haben, gilt als größte Hürde für eine Zustimmung des britischen Parlaments zum Brexit-Vertrag. Das Londoner Unterhaus hatte mit knapper Mehrheit May beauftragt, in Brüssel „alternative Regelungen“ zum bei den Brexit-Ultras verhassten Backstop zu verhandeln.
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