„Die persönliche Begegnung bleibt für den Kapitalmarktdialog entscheidend“
236 Unternehmen, Investoren aus 27 Ländern, 3 Zusatz-Foren: ein Gespräch mit Oliver Riedel, CEO der Baader Bank, zur Baader Investment Conference 2026.

Herr Riedel, die Baader Investment Conference findet 2026 zum 15. Mal in München statt. Was bedeutet dieses Jubiläum für die Baader Bank?
Oliver Riedel: Die Baader Investment Conference richtet sich an institutionelle Anleger und ist für uns in jedem Jahr ein besonderes Highlight, weil sie unser größtes Event im Jahr ist. Über die vergangenen Jahre hat sich die Konferenz kontinuierlich entwickelt. Ein Blick auf die Zahlen macht diese Entwicklung besonders greifbar: Bei der ersten Baader Investment Conference 2012 waren 98 Unternehmen dabei. 2026 haben bereits 236 Unternehmen zugesagt. Insgesamt haben seit dem Start im Jahr 2012 9.643 Unternehmensvertreter und institutionelle Investoren an der Konferenz teilgenommen. Das zeigt, wie stark die Veranstaltung über die Jahre gewachsen ist, aber auch, wie wichtig der Raum für den persönlichen Austausch für unsere Kunden und Partner ist.
Was erwartet die Teilnehmer der Konferenz in diesem Jahr?
Riedel: Die 15. Ausgabe bringt Unternehmen und Investoren aus einem breiten internationalen Umfeld zusammen. Von den 236 zugesagten Unternehmen kommen 22 aus dem DAX, 37 aus dem MDAX und 36 aus dem SDAX. Hinzu kommen 30 Unternehmen aus Österreich, 36 aus der Schweiz und 71 Unternehmen aus anderen Ländern der Welt. Die Aufstellung ist international, insgesamt erwarten wir Investoren aus 27 Ländern. Damit bietet die Konferenz erneut eine Plattform für den direkten Austausch mit gelisteten Unternehmen aus unterschiedlichen Märkten und Branchen.
„Unterschiedliche Märkte“ ist das Stichwort – mit dem Austria Day gibt es in diesem Jahr wieder einen österreichischen Schwerpunkt. Was steckt dahinter?
Riedel: Der Austria Day am 22. September wird in Kooperation mit der Erste Group ausgerichtet und steht unter dem Motto „Discover Austria’s Capital Market Champions“. Er widmet sich gezielt den dynamischen und innovativen börsennotierten Unternehmen Österreichs. Unser Nachbarland ist mit insgesamt 30 Unternehmen bei der diesjährigen Konferenz vertreten. Im Mittelpunkt stehen Unternehmenspräsentationen und Q&A-Sessions sowie One-on-One- und Gruppengespräche mit österreichischen Emittenten. Ergänzt wird das Angebot durch ein eigenes Austria-Day-Forum mit Networking-Möglichkeiten. Der Austria Day bietet damit einen zusätzlichen Rahmen, um die sich stark entwickelnde österreichische Unternehmens- und Kapitalmarktlandschaft näher kennenzulernen.
Die Konferenz wird außerdem durch drei Zusatz-Foren ergänzt. Welche Themen stehen dort im Mittelpunkt?
Riedel: Mit dem Private Markets Summit am 23. September, dem Trading Forum am 24. September sowie dem Partner- & Vermögensverwalter-Forum am 24. September erweitern wir die klassische Investorenkonferenz um drei thematische Formate. Damit können wir unterschiedliche Zielgruppen und aktuelle Fragestellungen gezielt ansprechen und geben unseren Gästen den Rahmen für einen persönlichen Austausch zu Themen, die wir dort fokussieren, aber natürlich auch, um neue und bestehende Geschäftsbeziehungen zu pflegen. Wir verstehen uns dabei als Agora – als Marktplatz für den gemeinsamen Dialog.
Besonders interessant ist das Partner- & Vermögensverwalter-Forum. Was erwartet die Teilnehmer am 24. September?
Riedel: Das Forum richtet sich, wie der Name sagt, an unsere Partner und an Vermögensverwalter. Inhaltlich geht es um Themen, die für die tägliche Arbeit dieser Zielgruppe besonders relevant sind – von neuen Technologien und Handelsentwicklungen bis hin zum Thema der Stunde, der Altersvorsorge und der aktuellen Marktlage. Den Auftakt machen Robert Hiscock und Joe Nakhle von Montrusco Bolton Investments mit dem Thema „When AI Rewrites the Rules: Investing Through a New Market Regime“. Anschließend geht es um „Handel & Technologie für Vermögensverwalter“. Unsere „Stimme der Baader Bank“, Robert Halver, widmet sich aus Analystensicht der Frage „Ein Leben ohne Aktien ist möglich, aber sinnlos.“
Auch die aktuellen Entwicklungen im Wertpapierhandel stehen auf der Agenda. In einem Panel werden jüngste Trends im Handel mit klassischen und digitalen Wertpapieren diskutiert. Am Nachmittag folgt ein Panel zum „Altersvorsorgeupdate aus Politik & Branche“. Dabei geht es unter anderem um die Perspektiven von Brokerage, Financial Technology, digitalen Brokern und Vermögensplattformen. Anschließend zeigt die Baader Bank anhand eines Praxisfalls, wie sich ein Altersvorsorgedepot mit eigenen ETFs und Fonds umsetzen lässt.
Mit Franca Lehfeldt konnten wir eine Highlight-Speakerin gewinnen – ihr Vortrag trägt den Titel „Von Nichts kommt nichts. Ein Plädoyer für das Leistungsprinzip“. Zum Abschluss steht traditionsgemäß der „Dialog der Experten zur aktuellen Marktlage“ auf dem Programm. Teilnehmer sind unter anderem der Gründer unseres Hauses, Uto Baader, Heiko Böhmer von der Shareholder Value Management AG, Stefan Breintner von der DJE Kapital AG und Robert Halver. Damit verbindet das Forum konkrete Praxisfragen mit einem Blick auf die großen Entwicklungen an den Kapitalmärkten.

Warum lohnt sich die Teilnahme an der Baader Investment Conference?
Riedel: Die Konferenz ermöglicht es, in kurzer Zeit mit einer großen Zahl von Unternehmen und Marktteilnehmern persönlich ins Gespräch zu kommen. Für Investoren ist das eine effiziente Möglichkeit, Unternehmensentwicklungen zu analysieren und den Austausch mit dem Management zu suchen. Für die Unternehmen wiederum bietet sich die Gelegenheit, mit Investoren aus dem In- und Ausland in Kontakt zu treten. Ergänzt um die thematischen Zusatz-Foren und vielfältige Networking-Möglichkeiten bietet die Konferenz eine hochkarätige Plattform für fachlichen Austausch, persönliche Kontakte und nachhaltige Business-Beziehungen.
Wie hebt sich die Baader Investment Conference aus Ihrer Sicht von anderen Investorenkonferenzen ab?
Riedel: Die Entwicklung über 15 Ausgaben hinweg ist für uns ein wichtiger Beleg dafür, dass das Konzept funktioniert. Die Kombination aus einer großen Zahl börsennotierter Unternehmen, internationaler Investorenbasis, persönlichen Gesprächen und zusätzlichen thematischen Formaten schafft einen breiten Rahmen für den Kapitalmarktdialog. Für uns ist dabei entscheidend, dass die Konferenz nicht nur ein Termin im Kalender ist, sondern eine der wichtigsten Plattformen des Konferenzjahres für Austausch, Vernetzung und konkrete Gespräche über Investment- und Kapitalmarktthemen.
*Oliver Riedel (Jahrgang 1974) ist seit 2010 bei der Baader Bank tätig. Er gehört seit Juli 2015 dem Vorstand der Baader Bank AG an und verantwortet die Marktbereiche. Zudem ist er Vorsitzender des Verwaltungsrats der Baader Helvea AG, Zürich, Schweiz. Darüber hinaus ist er Mitglied des Verwaltungsrats der Baader Helvea Ltd., London sowie der Baader Helvea Inc., New York.