Leoni wird StaRUG-Bewährungsprobe
In den Geschichtsbüchern könnte die Story des Kabelspezialisten Leoni eines Tages als Lehrbeispiel für unternehmerische Überdehnung und ihre Folgen stehen: in den frühen 2010er-Jahren die Expansion in aller Welt, dann jahrelanges Siechtum, während die Fremdfinanzierung auffraß, was eilige Abverkäufe einbrachten. Den Rest gab Leoni kürzlich der geplatzte Verkauf des Kabelgeschäfts. Potenziell größter Nutznießer, zunächst aber größter Nettozahler nach dem nun ausgehandelten Sanierungskonzept ist Großaktionär Stefan Pierer, der 150 Mio. Euro zuschießt und Kredite ablöst, während die übrigen Aktionäre auf Null gesetzt werden sollen. Pierers Mann an der AR-Spitze, Klaus Rinnerberger, löst den glücklosen CEO Aldo Kamper ab.
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