Vermögensverwaltung

Asset Manager wollen mit ETFs und ELTIFs Margen zurückerobern

Die einen Vermögensverwalter verabschieden sich, andere wollen kräftig wachsen. Und dann sind da noch die Neobroker. Was 2026 für Asset Manager wichtig bleibt.

Katharina Müller,
Die neue Hamburger Berenberg-Zentrale und das Frankfurter Büro von Franklin Templeton: Wird es bald Umzüge von Hamburg nach Frankfurt geben?
Die neue Hamburger Berenberg-Zentrale und das Frankfurter Büro von Franklin Templeton: Wird es bald Umzüge von Hamburg nach Frankfurt geben? © AUSSENBORDER Filmproduktion GmbH / Berenberg, CC BY-SA 4.0

Das Jahr endet mit einem Abschied, der die Asset-Management-Branche auch 2026 noch beschäftigen wird. Berenberg trennt sich von Klaus Naeve und rund 70 weiteren Mitarbeitern – und verabschiedet sich damit von seinem vollmundig angekündigten Wachstumskurs im Asset- und Wealth Management. Christian Machts von Franklin Templeton baut indes fleißig sein Vertriebsteam aus. Vielleicht tauchen einige Ex-Berenbergler ja demnächst beim kalifornischen Vollsortimenter auf.

Wo dem Asset Management der Schuh drückt

Überraschend wäre das nicht, denn die gesamte Branche klagt seit Jahren über Fachkräftemangel. Dieses Problem wird durch Berenbergs Rückzug zumindest gemildert.

Noch häufiger beschweren sich Vermögensverwalter, neben dem Dauer-Aufreger Regulierung, über den Margendruck. Diesem werden sie voraussichtlich weiter mit aktiven ETFs begegnen.  Sie sind der Versuch, aktives Management in einer transparenten, liquiden und günstigen Hülle anzubieten. Mehr Preiskampf also, gut für Anleger. Diese kaufen schon seit Jahren lieber ETFs statt Publikumsfonds.

Andere Anbieter, halten sich vom Preiskampf lieber fern und werben damit „Private Markets zu demokratisieren“, vorwiegend über ELTIFs. Diese Produkte sind häufig der Versuch, illiquide intransparente Märkte in transparentere und liquide Hüllen zu pressen. Ein Experiment, das bei offenen Immobilienfonds bereits gescheitert ist. Ob die Anbieter aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben, erfahren wir vielleicht  schon 2026.

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