BayernLB bekommt wieder eine Frau an der Spitze des Risikoressorts
Überraschend verließ Risikovorständin Sigrid Kozmiensky im Herbst die BayernLB. Die Nachfolge gestaltete sich schwierig. Auf den Posten soll erneut eine Frau rücken. Geeignete Kandidatinnen sind rar.

Weit fortgeschritten sei der Prozess für die Nachfolge der im vergangenen Herbst ausgeschiedenen BayernLB-Risikovorständin Sigrid Kozmiensky. Die Entscheidung soll nach unseren Informationen auf der Aufsichtsratssitzung vor der Bilanz-PK am 5.3. fallen. Demnach soll erneut eine Frau den wichtigen Posten des obersten Risikocontrollers übernehmen. Die BayernLB wollte sich auf unsere Anfrage dazu nicht äußern.
Knall auf Fall verließ Kozmiensky Anfang Oktober 2025 die BayernLB, nach nur 15 Monaten im Amt. Offiziell hieß es damals, sie scheide „im besten gegenseitigen Einvernehmen aus, um sich neuen beruflichen Aufgaben zu widmen“. Doch ganz so einvernehmlich soll die Trennung nicht erfolgt sein. Seither hat Immobilienvorstand Gero Bergmann übergangsweise die Vorstandsverantwortung für das Risikoressort übernommen.
Nur noch Männer im Vorstand
Mit dem Abgang Kozmienskys war der BayernLB-Vorstand wieder zu einem reinen Männer-Club geworden. Gerade als öffentlich-rechtliches Institut, das zu 80% dem Freistaat gehört, kann sich die BayernLB einen solchen Zustand kaum auf Dauer erlauben. Der von Wolf Schumacher angeführte Aufsichtsrat dürfte deshalb schon von Anfang an Ausschau nach geeigneten weiblichen Kandidaten gehalten haben.