Auf der Mitgliederversammlung während der Bankwirtschaftlichen Tagung am 10. und 11. Juni 2026 in Berlin steht das derzeit wohl wichtigste Reformprojekt von BVR-Präsidentin Marija Kolak ganz oben auf der Tagesordnung. Mit „Geno Next Level“ will Kolak der BVR-Sicherungseinrichtung schärfere Überwachungs- und Eingriffsrechte bei Problem-Instituten verschafften, damit diese gar nicht erst zu Stützungsfällen werden. Die Weichen für die dafür notwendigen Satzungsänderungen, die noch von der Mitgliederversammlung beschlossen werden müssen, hat der mächtige BVR-Verbandsrat bereits Ende November gestellt.

Kolak reagiert mit ihrem Reform-Projekt auf eine ganze Serie von Problemfällen im genossenschaftlichen Sektor. Mit Garantien von insgesamt fast 1,4 Mrd. Euro musste die Sicherungseinrichtung in den vergangenen zwei Jahren den Stützungsfällen VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden, Raiffeisenbank im Hochtaunus, Volksbank Dortmund-Nordwest, Volksbank Düsseldorf Neuss, Bankhaus RSA, Raiffeisenbank Bad Schussenried-Aulendorf beispringen.

BVR zieht die Daumenschrauben an

Während sich die meisten Stützungsinstitute in Fusionen mit einer benachbarten Genossenschaftsbank retten, regt sich beim Bankhaus RSA erbitterter Widerstand gegen eine Übernahme durch die meine Volksbank Raiffeisenbank aus Rosenheim. Wie dieser Machtkampf ausgeht, dürfte sich 2026 entscheiden.

Doch schon jetzt schaut die Sicherungseinrichtung bei auffälligen Genossenschaftsbanken sehr viel genauer hin. Das bekamen zuletzt auch die Volksbank Brawo und die VR Plus Altmark-Wendland zu spüren. Sie wurden als „Präventionsbanken“ eingestuft und stehen damit unter verschärfter Beobachtung.

 

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