Deutsche Bank – Cryan probt den Imagewandel
Als John Cryan im Sommer vergangenen Jahres den glücklosen Anshu Jain als Co-Vorstandschef der Deutschen Bank beerbte, eilte dem Briten der Ruf des knallharten Sanierers voraus, der auf alte Seilschaften keine Rücksicht nehmen muss. Tatsächlich machte Cryan in den ersten Monaten seiner Amtszeit an der Spitze von Deutschlands größter Bank seinem Image alle Ehre. Schonungslos prangerte er die Schwächen und Fehltritte der Deutschen Bank öffentlich an. Zusammen mit AR-Chef Paul Achleitner wechselte Cryan fast den kompletten Vorstand aus, kürzten den verwöhnten Investmentbankern die Boni und schrieb Milliarden auf Altakquisitionen wie Bankers Trust und die Postbank ab.
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