Wahlweise von einem „ordentlichen“ oder „soliden“ Ergebnis spricht die Sparkasse Hannover mit Blick auf das Geschäftsjahr 2025. Angesichts eines Rückgangs um 22,3% auf 216 Mio. Euro im Betriebsergebnis nach Bewertung mag das fast schon euphemistisch klingen. Setzt man diese Kennziffer jedoch ins Verhältnis zur Durchschnittsbilanzsumme (DBS), schneidet Niedersachsens größte Sparkasse mit 0,99% immer noch deutlich besser ab als der Durchschnitt der bundesdeutschen Sparkassen mit 0,52% der DBS.

Im Vorjahr von Zinssicherungsgeschäften profitiert

Im Vorjahr hatte das Institut von Vorstandschef Volker Alt, der kürzlich zum neuen Landesobmann der niedersächsischen Sparkassen gekürt wurde, denn auch ein außergewöhnlich gutes Ergebnis erzielt. Dabei profitierte die Sparkasse Hannover 2024 von Erträgen in Höhe von 50 Mio. Euro aus Zinssicherungsgeschäften, die 2025 fehlten. Das ist auch der Hauptgrund für den Rückgang im Zinsüberschuss um 57 Mio. Euro (-12,7%) auf 392 Mio. Euro. Dagegen konnte auch der um 4,9% auf 151,3 Mio. Euro verbesserte Provisionsüberschuss nur wenig ausrichten.

Zudem drückte der kräftig um 7,3% auf 293 Mio. Euro gestiegene ordentliche Aufwand auf das Ergebnis. Entsprechend verschlechterte sich die Cost-Income-Ratio auf 53,2% nach 45,5% im Vorjahr. Die 2025 abgeschlossene Übernahme der Stadtsparkasse Wunstorf zeigt sich vor allem im Anstieg der Bilanzsumme um 6,3% auf 22,1 Mrd. Euro. Die Zahlen der zu Jahresbeginn übernommenen Stadtsparkasse Burgdorf fließen hingegen erst ins Zahlenwerk für 2026 ein.