Europa und die Flüchtlinge – Wir sind‘s nicht gewesen
Der EU-Gipfel in Brüssel führt einem wenig erstaunten Publikum den schlechten Zustand der Gemeinschaft in seltener Klarheit vor Augen. Drohender Brexit und unsolidarisches Verhalten bei den Anstrengungen, die Flüchtlingskrise in den Griff zu kriegen, geben das Bild einer zerrütteten Ehe. Die Wurzeln des Übels sind in der Konstruktion des nach dem Krieg nur oberflächlich vereinten Europas zu finden. Staatliche Einzelinteressen hat es immer gegeben, sie wurden auf Kosten der Gemeinschaft stets ausgelebt und haben Brüssel für alle teuer und bürokratisch gemacht. So lange es viel Geld zu verteilen gab und alle profitieren konnten, hat der Zusammenhalt über das Geld funktioniert, und es spielte keine Rolle, dass das institutionelle Fundament Europas schwach war und im Ernstfall immer die Nationalstaaten und deren Regierungen das Sagen hatten.
Seit über 80 Jahren liefert DER PLATOW Brief Exklusivrecherchen und Hintergründe aus den Chefetagen der Finanzbranche. Informationen, die Sie sonst nirgends lesen.
- Für Entscheider in Banken, Versicherungen, Asset Management, Regulierung und der Immobilienwirtschaft
- Das Wichtigste recherchiert und kompakt verdichtet. In wenigen Minuten im Bilde
- 3x wöchentlich Meldungen und Analysen