Sowohl die Anmietungs- als auch die Investmentdynamik seien europaweit von einer Fokussierung auf hochwertige Assets und zentrale Lagen geprägt, berichtet BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). Neben dieser klaren Polarisierung kennzeichnet vor allem die spürbare Erholung auf dem Investmentmarkt das Marktgeschehen. Mit der Stabilisierung der Zinsen stieg jüngst auch wieder das Interesse an großvolumigen Deals. Das sei ein klares Zeichen für das wieder erstarkende Investorenvertrauen in die europäischen Büromärkte, so die Analyse von BNPPRE. Im Jahr 2025 bestätigte der europäische Investmentmarkt für gewerbliche Immobilien seinen Aufwärtstrend mit einem Plus von 9% auf fast 177 Mrd. Euro. Der Büro-Investmentmarkt ist nun wieder die stärkste Anlageklasse mit einem Wachstum von rund 13% und einem erreichten Investmentvolumen von 47 Mrd. Euro. Dieser Schwung sei insbesondere von großvolumigen Transaktionen in Europas wichtigsten Hauptstädten gestützt worden, präzisiert Etienne Prongué, Leiter der International Investment Group (IIG) von BNP Paribas Real Estate.

Die größten Deals fanden in London und Paris statt

Höhepunkte im vierten Quartal waren der Verkauf des markanten „Can of Ham“-Büroturms (30.000 qm) in London sowie der Verkauf eines 40.000 qm großen Gebäudes an der Avenue Kléber in Paris für mehr als 700 Mio. Euro. Großbritannien ist mit 11 Mrd. Euro (+2%) der mit Abstand größte Markt, gefolgt von Frankreich und Deutschland, die ein starkes Wachstum bei den Büro-Investments von +30% auf 6,9 Mrd. Euro beziehungsweise +19% auf 6,2 Mrd. Euro verzeichneten. Für Italien wird ein Plus von 12% auf 2,5 Mrd. Euro gemeldet und für die Niederlande von 34% auf 2,3 Mrd. Euro. Auf niedrigem Niveau hat sich das Investmentvolumen in Spanien auf 2 Mrd. Euro im Vorjahresvergleich verdoppelt.

Die Spitzenrenditen haben sich im zweiten Halbjahr 2025 länderübergreifend stabilisiert. Während sich das Preisniveau in den nachgefragtesten Lagen und im Segment der Top-Assets in Europas größten Städten verfestigt habe, seien Preisanpassungen insbesondere bei alten Bestandsgebäuden in schlecht angebunden Lagen unverändert an der Tagesordnung.