Der Langfristchart von EY-Parthenon zeigt deutlich, wo das „New Normal“ im deutschen Investmentmarkt liegen könnte. Schon Anfang der 2010er Jahre waren Transaktionsvolumen und Zinsniveau ähnlich. Die Immobilienwirtschaft habe sich inzwischen auf das neue Zinsumfeld eingestellt, heißt es von EY. Doch Zinsstabilität schafft vor allem Orientierung – neue Dynamik bringt sie nicht.

Mit 32,8 Mrd. Euro lag das Transaktionsvolumen 2025 um 6% unter dem Vorjahreswert von 34,9 Mrd. Euro. Die Erwartungen der Branche bleiben entsprechend „durchmischt“: Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten rechnet mit einem steigenden Transaktionsvolumen. Für das Jahr 2026 rechnen die Experten mit ungefähr 38 Mrd. Euro.

 

Gleichzeitig ist ebenfalls eine Mehrheit der Meinung, dass die bisherigen Abwertungen noch nicht ausreichen, um Käufer und Verkäufer wieder zusammenzubringen. Das geht aus einer EY-Parthenon-Befragung unter rund 380 Marktakteuren hervor. Fast uneingeschränkt positiv werden lediglich Wohnimmobilien bewertet. Die Wohnbaukrise hingegen gilt als festgefahren. Politische Initiativen wie der „Bauturbo“ könnten den gordischen Knoten nicht lösen, so der Tenor.

Wohnimmobilien stehen oben

Büroimmobilien stehen nur noch bei 39% der Marktteilnehmer im Fokus. In Prime-Lagen erwartet eine knappe Mehrheit (51%) stabile Preise, außerhalb davon rechnen 76% mit weiteren Rückgängen. Im „New Normal“ dominieren damit Wohnimmobilien die Einkaufslisten – ergänzt um Logistik, Lebensmitteleinzelhandel und einige Nischensegmente.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 84% der Befragten setzen auf Wohnimmobilien. 76% erwarten steigende Preise in Prime-Lagen, 50% auch in weniger guten Lagen. Dahinter folgen Logistikimmobilien (57%) und der Lebensmitteleinzelhandel (50%), jeweils mit stabilen Preisannahmen. Auch Hotels werden überwiegend stabil eingeschätzt – allerdings mit zunehmender Lagedifferenzierung.