Frankfurts Büromarkt stürzt im Startquartal ab
Der Frankfurter Büromarkt rutscht zum Jahresauftakt tief ins Minus. Ohne Großdeals bricht das Flächenvolumen massiv ein. Makler warnen vor Marktunruhe.

Die Stadt Frankfurt hat im Startquartal auf dem Markt für Büroimmobilien einen deutlichen Einbruch erlebt. Weil kaum noch große Abschlüsse zustande kamen, sackte das Transaktionsvolumen nach Quadratmetern drastisch ab, wie mehrere Maklerhäuser melden. GPP errechnet sogar ein Minus von 61% auf nur 79.700 qm.

Im Vorjahr hatte Frankfurt noch von Großabschlüssen wie Commerzbank und ING profitiert, die zusammen über 100.000 qm auf sich vereinten. Diesmal blieb als einziger großer Deal der Eigennutzerkauf der DZ Bank mit knapp 21.000 qm. Dahinter folgen Westbridge mit 4.400 qm und ein Bildungsunternehmen mit 2.700 qm – weit entfernt von der 5.000‑qm‑Marke. Der Durchschnitt der vergangenen zehn Startquartale von 109.500 qm wurde damit um mehr als 40% verfehlt. Das Startquartal 2025 sei allerdings außergewöhnlich stark gewesen, betonen die Makler.
Doch selbst unter Berücksichtigung der fehlenden Großabschlüsse zeigt sich der Markt deutlich ruhiger. Begründet wird das mit dem schwachen und unsicheren wirtschaftlichen Umfeld. Aus dem Markt nimmt PLATOW eine große Unsicherheit wahr.
Markt spaltet sich
Der Leerstand steigt weiter. NAI meldet nach 11,0% zu Jahresbeginn nun 11,3% bzw. 1,3 Mio. qm – Tendenz steigend. Blackolive kommt sogar auf 13,2% Leerstand und 1,53 Mio. qm. Ursache seien vor allem freigezogene ältere Flächen und strukturelle Probleme im Bestand. Die Analysen bestätigen die Spaltung des Marktes: knappe Topobjekte auf der einen Seite, wachsende Schwierigkeiten im breiten Segment auf der anderen.
Die Spitzenmieten bleiben stabil oder ziehen leicht an. NAI nennt 53,30 Euro/qm (+1,80 Euro), Blackolive 52,50 Euro (+2,50 Euro). Die Nachfrage nach Premiumflächen hält das Niveau hoch. Gleichzeitig sinken die Durchschnittsmieten: auf 28,90 Euro bei NAI und 27,90 Euro bei Blackolive. Der Markt bleibt schwierig.