Die Zahl der Insolvenzen in der deutschen Immobilienwirtschaft ist 2025 deutlich zurückgegangen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Beratungsunternehmens Falkensteg. Besonders im Bereich Immobilienbau verzeichnet die Branche einen spürbaren Rückgang. Nach dem turbulenten Jahr 2024 sank die Zahl der Insolvenzen von Unternehmen mit mehr als 10 Mio. Euro Umsatz um 22% – von 72 auf 56 Fälle. Im Segment Immobilienbau halbierte sich die Zahl der Insolvenzen sogar auf 14. Innenausbauer und Bestandshalter bewegten sich nahezu seitwärts und verzeichneten zusammen 42 Fälle nach zuvor 43.

Der Rückgang sei vor allem darauf zurückzuführen, dass viele wirtschaftlich schwächere Marktteilnehmer bereits 2024 aus dem Markt ausgeschieden seien, erklärt Falkensteg-Partner Christian Alpers. Zudem habe die rückläufige Bautätigkeit zu einer geringeren Rohbaukapazität geführt, da Unternehmen ihre Kapazitäten reduziert hätten. Die strukturellen Probleme der Branche – hohe Baukosten, Fachkräftemangel und regulatorische Unsicherheiten – bestünden jedoch fort. Entsprechend bleibe das Insolvenzrisiko in diesen Segmenten hoch.

Für 2026 erwartet Alpers Insolvenzzahlen auf dem Niveau von 2022, also rund 30 bis 35 Fälle. Von einer echten Erholung könne dennoch keine Rede sein. Die Talsohle sei noch nicht durchschritten, warnt er.