Die Mieten in studentischen Wohngemeinschaften (WG) laufen den Verbraucherpreisen davon. Das berichtet Empirica. WG-Mieten in Unistädten wurden seit dem Sommer 2012 um 83% teurer (4,4% jährlich). Demgegenüber sind die Verbraucherpreise im selben Zeitraum nur um 33% gestiegen (2,1% im Jahr). In Zeiten knapper Wohnungsmärkte sei es für junge Menschen besonders attraktiv, mit Hilfe von Wohngemeinschaften ihre Wohnkosten zu reduzieren. Auf Basis von mehreren Tausend Mietinseraten für WG-Zimmer erstellt Empirica halbjährlich eine Übersicht, über die WG-Mietpreise in über 120 Städten. Das Angebot in den beliebten Unistädten ist weniger stark gestiegen als die Nachfrage, so Empirica.

In München oder Berlin stiegen die WG-Mieten etwa dreimal schneller als die Verbraucherpreise. Zu Beginn des Sommersemester 2026 lag der Standardpreis für ein unmöbliertes WG-Zimmer mit 775 Euro in München am höchsten, gefolgt von Hamburg mit 649 Euro, Berlin mit 618 Euro, Köln und Frankfurt mit je 610 Euro und Freiburg mit 600 Euro. Die günstigsten Angebote gibt es derzeit in Siegen mit 343 Euro sowie in Greifswald mit 368 Euro. In den Hochschulstandorten insgesamt liegt der Standardpreis zum aktuellen Semester bei 524 Euro und somit 30% über dem Niveau aus dem Sommersemester 2021 bzw. 12 Euro höher als im Sommersemester 2025.