Modernes Wohnen – Nachfrage und Investoren kehren zurück
Wieder aufwärts geht es am Markt für Modernes Wohnen, allerdings nicht besonders schwungvoll. Würgen die aktuellen Regulierungsinitiativen den Aufschwung schon wieder ab?

Der deutsche Markt für Modernes Wohnen zeigt nach dem schwachen Vorjahr wieder mehr Bewegung, bleibt aber weit unter den Niedrigzins-Jahren, berichtet CBRE. Das Maklerhaus hält den Begriff „ Modern-Living“ offensichtlich für Allgemeinwissen, jedenfalls verzichtet CBRE auf eine Definition. Die „Gemini“-Recherche ergibt vier Kernsegmente des „Modern Living“: Student Housing, Co-Living, Micro-Living/Serviced Apartments sowie Senior Living/Assisted Living. Das Transaktionsvolumen erreichte 2025 rund 267 Mio. Euro. Die Spitzenrenditen stabilisierten sich zuletzt bei rund 4,6%. Die Versorgungsquote in den größten Universitätsstädten lag Ende des Jahres weiterhin lediglich zwischen 8 und 18% der Studierenden.

Vor dem Hintergrund begrenzter Neubauaktivitäten und zunehmender regulatorischer Diskussionen rückt das Segment erneut stärker in den Fokus institutioneller Investoren, so Stefan Wilke, Head of Residential Investment bei CBRE. „Im Modern Living-Segment trifft eine strukturell anhaltend hohe Nachfrage auf ein begrenztes Angebot.“ Gerade internationale Investoren nutzen dieses Defizit. Die Spitzenrendite hat sich im Jahresverlauf in den Top 7-Standorten bei 4,5% stabilisiert und liegt damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. PLATOW Immobilien liefert Ihnen jeden Donnerstag eine Auswahl fundierter News & Analysen zu Aktien und Fonds. Wir informieren Sie über wichtige Personalien, Trends und Branchengeflüster. Analytisch, exklusiv, auf den Punkt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie hier.PLATOW Immobilien
Regulierungsdiskussion lässt Investoren weitgehend kalt
Die anhaltende Regulierungsdiskussion in Deutschland werde von den Investoren durchaus wahrgenommen, allerdings liege der Fokus der politischen Initiativen vor allem auf klassischen möblierten Mietverhältnissen. Zwischen den einzelnen Universitätsstandorten gebe es zwar regionale Unterschiede, perspektivisch seien in angespannten Wohnungsmärkten die Ausweichmöglichkeiten jedoch begrenzt. Gerade in wachsenden Universitätsstädten wie Hamburg oder Frankfurt seien neue Projekte faktisch nicht geplant.