Der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sieht ebenso wie die Researcher des vdp im vergangenen Jahr einen stärkeren Anstieg der Mieten und Preise. Allerdings bleiben die Indizes der Kaufpreise immer noch deutlich unter dem Höhepunkt vor der Zinswende. Lediglich die Mietentwicklung blieb vom ökonomischen Umfeld völlig unbeeindruckt und wird vom Bedarf und den Belastungsgrenzen diktiert. Die regionale Auswertung der Jahresentwicklung 2024 bis 2025 zeigt, dass insbesondere B- und C-Städte im Median die stärksten Zuwächse sowohl bei den Kaufpreisen als auch den Mieten verzeichnen. In den A-Städten ist das Wachstum moderater, während die D-Städte im Mittel geringere Anstiege zeigen, zugleich aber eine hohe Heterogenität aufweisen. Die aggregierten Kennzahlen verdecken hier teils erhebliche lokale Unterschiede.

Auf Jahressicht stiegen die Preise für Eigentumswohnungen um 3,8% und für Ein- und Zweifamilienhäuser um 2,8% und damit stärker als die Inflationsrate. Überraschend ist, dass die höchsten Preissteigerungen nicht mehr in den Top-Standorten stattfanden, sondern außerhalb. Das könnte darauf hindeuten, dass in den A-Standorten langsam die Belastungsgrenzen ausgereizt sind. Großstädte außerhalb der Top 7 legten um 5,5% zu. Im Umland der Top 7-Städte stiegen die Preise um 4,7%.

Dortmund mit stärkstem Kaufpreisanstieg

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern dominierten auf Jahressicht die Umlandregionen der Großstädte mit +3,8%. Aber auch in den zehn größten Städten stiegen die Kaufpreise auf Jahressicht durchweg an. Besonders kräftige Zuwächse zeigten Dortmund (+5,5%), Köln (+4,9%) und Düsseldorf (+4,7%). München (+0,7%) und Stuttgart (+1,1%) entwickelten sich deutlich verhaltener.

Die Neuvertragsmieten legten im Jahresvergleich bundesweit um 4,1% zu. Eine Entspannung der Mietmärkte ist damit weiterhin nicht erkennbar. Besonders hohe Sprünge zeigten sich auf Jahressicht in Köln (+7,6%), Leipzig (+5%) und Hamburg (+5,4%). Auch in München (+4,6%), Essen (+3,9%) und Stuttgart (+3,9%) bleibt die Dynamik hoch.