Versicherung gegen Extremwetter wird teurer – und belastet Immobilienwerte
Naturkatastrophen verursachen Rekordschäden. Versicherungen werden daher teurer: Für Büroimmobilien steigen die Risiken ebenso wie die laufenden Kosten.

Die Preise von Versicherungen gegen Extremwetter steigen deutlich – und belasten zunehmend den Wert von Immobilien. Seit 2018 sind die Versicherungsbeiträge für Bürogebäude um durchschnittlich 8% bis 12% pro Jahr gestiegen, wie die Maklergesellschaft JLL und der Rückversicherer Munich Re ermittelt haben. Aktuell fallen rund 1,20 bis 1,80 Euro pro Quadratmeter und Jahr an. Bei hochwertigen Bürogebäuden mit Vollkaskoschutz sind nahezu 2,00 Euro üblich. Kein anderer Kostenblock wächst so schnell wie die Versicherungskosten.

Extremwetter belasten längst die gesamte Volkswirtschaft. Im ersten Halbjahr 2025 summierten sich die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen auf 131 Mrd. Dollar – der zweithöchste Wert seit Beginn der Erhebung 1980. Knapp 90% entfielen auf Extremwettereignisse wie Stürme, Hagel und Überschwemmungen. Rund 60% der Schäden waren jedoch nicht versichert.
Das Risiko konzentriert sich auf wenige Städte, wie JLL betont. Berlin, München und Frankfurt zählen zu den zehn am stärksten gefährdeten Städten Europas. Diese Gruppe vereint mit rund 580 Mrd. Dollar mehr als ein Drittel des gesamten europäischen Gewerbeimmobilienmarkts.