Rechtsprechung / Banken-Urteile / Cum-Ex

Privatbank

Warburg-Eigner demonstrieren Handlungsfähigkeit

Gerne hätten die Haupteigentümer der Hamburger Privatbank M.M. Warburg, Christian Olearius und Max Warburg, den Nachfolger von Aufsichtsratschef Bernd Thiemann schon etwas früher präsentiert. Thiemann hatte im Dezember seinen Rückzug aus dem Aufsichtsrat für Januar angekündigt. Nach der kurzfristigen Absage von Wunschkandidat Berthold Brinkmann (s. PLATOW v. 5.1.) war eine Alternativlösung zwar schnell gefunden, doch die notwendige Zustimmung der BaFin zu der Personalie brauchte ihre Zeit.

Was wir lesen

Das lasen wir zum neuen Jahr 2022

Können Anleger die Bafin für ihre Verluste nach der Wirecard-Pleite in Anspruch nehmen? Wer setzte im Rahmen seiner Cum-Ex-Geschäfte noch auf die Dienste der Kanzlei Freshfields und sollten Prozessfinanzierer stärker reguliert werden? Diese Fragen stellten sich zum Jahresauftakt die Kollegen von Spiegel online, Handelsblatt und Juve.

Privatbank

Warburg – Wunschkandidat für Thiemann-Nachfolge muss passen

Die Hamburger Privatbank M.M. Warburg muss kurzfristig umdisponieren. Wie wir hören, soll der nach unseren Informationen als Nachfolger des scheidenden Aufsichtsratschefs Bernd Thiemann auserkorene Hamburger Rechtsanwalt Berthold Brinkmann nun doch nicht für den Posten zur Verfügung stehen. Über die Hintergründe des abrupten Rückziehers war zunächst nichts Genaues zu erfahren.

Siegfried M. Büttner
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Transaktionsmarkt – Hohe Hürden bei Tauschangeboten bleiben

Der Transaktionsmarkt hat in den vergangenen Monaten Hochzeit gefeiert. Sowohl nach Zahl als auch nach Volumen der Deals zeichnet sich ab, dass 2021 ein Rekordjahr wird. Sieht man sich die Strukturen an, fällt indessen auf, dass es sich in den allermeisten Fällen um Barangebote handelt. Tauschangebote sind äußerst rar. Zumindest in Deutschland hat das seine Gründe, wie Siegfried M. Büttner, Rechtsanwalt bei Kirkland & Ellis in München, erläutert.

Privatbank

M.M. Warburg – Eigentümer kämpfen um ihren Einfluss

Seit Anfang 2020 üben Treuhänder auf Wunsch der BaFin beim Bankhaus M.M. Warburg & CO die Stimmrechte für Christian Olearius und Max Warburg aus, der inzwischen die meisten Anteile an seine Kinder übergeben hat. Hintergrund ist die unterstellte Verstrickung der Beiden in Cum-Ex. Für die Aufsicht, die im Rahmen eines Inhaberkontrollverfahrens nur gegen Gesellschafter vorgehen kann, die auch Einfluss auf eine Bank haben, ist die von Olearius und Warburg selbst gewählte Treuhand-Lösung ausreichend. Zumal jetzt auch noch eine Vereinfachung der Gruppenstruktur angedacht ist, bei der die Warburg-Holding auf die Bank verschmolzen wird, was die Kontrolle zusätzlich erleichtert. Friede kehrt aber nicht ein.

BaFin-Liegenschaft in Frankfurt am Main
Finanzdienstleistungsaufsicht

M.M. Warburg – BaFin drängt Joachim Olearius aus Partnerkreis

Der Hamburger Privatbank M.M. Warburg steht ein tiefgreifender Kulturwandel bevor. Offensichtlich auf Druck der BaFin ist der seit 2014 als Sprecher der Partner amtierende Joachim Olearius zum 30.9. aus der operativen Führung des in den Cum-Ex-Skandal verstrickten Traditionsbankhauses ausgeschieden. Damit gehört erstmals seit 65 Jahren kein Mitglied der beiden Eigentümerfamilien mehr dem obersten Führungskreis von Warburg an.

Kfz-Finanzierer

Bankenfachverband fordert Muster für Pflichtangaben bei Darlehen

Der Markt für Kfz-Finanzierungen ist unter den Verbrauchern seit Jahren sehr beliebt – den niedrigen Zinsen sei Dank. Doch Kreditinstitute, vor allem Auto-Banken wie die von VW und Mercedes-Benz, stehen schon seit längerem unter Druck. Heftiger Gegenwind kommt von Kanzleien, die seit Jahren gezielt gegen diese Institute bzw. Kfz-Finanzierungsverträge vorgehen: Nach mehrjähriger oder gar vollständiger Rückzahlung der Raten widerriefen die Darlehensnehmer die Kreditverträge und beriefen sich auf die Fehlerhaftigkeit einzelner vertraglicher Pflichtangaben.

Politik

Cum-Ex – Im Räderwerk der Politik

Auch nach seinem Wahlsieg wird Olaf Scholz die Schatten des Cum-Ex-Skandals nicht los. Gegen den möglichen Nachfolger von Kanzlerin Angela Merkel wird zwar nicht ermittelt, doch die Einschläge kommen näher.

Ticker

Kurz und kompakt – Das passierte noch im September 2021

Die WestLB soll für Steuerschulden geradestehen, der BFH urteilte zur Dividendenbesteuerung von luxemburgischen Investment-Gesellschaften, EuGH-Generalanwalt Athanasios Rantos gibt seine Einschätzung zu den sog. Thermofenstern ab und Unternehmen fordern von einer neuen Bundesregierung mehr steuerliche Erleichterungen für ihre FE-Aktivitäten – Weitere News kurz und kompakt zusammengefasst.

Tesla will 2020 eine halbe Million Autos wie das Modell S ausliefern.
Automobil-Branche

Autonomes Fahren – Hersteller und Versicherer beschnüffeln sich

Spätestens 2025 will Volkswagen startbereit sein beim autonomen Fahren. Technisch ist das ehrgeizig. Aber auch wenn die Wolfsburger alle technischen Hürden nehmen, warten noch große Herausforderungen. Entscheidend sind die Haftungsfrage und der rechtliche Rahmen.

Politik

Politiker und Prognosen – Irren ist menschlich

In den vergangenen zwölf Monaten sprachen wir VIPs der Politik immer wieder auf die bevorstehende Bundestagswahl an. Auch die Profis des politischen Betriebs liegen mit ihren Ansagen oft falsch.

Politik

Holen die Skandale Scholz doch noch ein?

Im Wahlkampf inszeniert sich SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz als unaufgeregter Kümmerer, der nach vielen Jahren in hohen Staatsämtern weiß, wie Deutschland regiert werden muss. Selbst handfeste Skandale wie Wirecard und Cum-Ex, für die Scholz zumindest die politische Verantwortung trägt, sind an dem Finanzminister und ehemaligen Hamburger Bürgermeister bislang abgetropft.

Geldinstitute

Cum-ex-Urteil des BGH lässt eine ganze Branche zittern

Der Spruch des BGH in Sachen Cum-ex lässt kein gutes Haar am skandalösen Gebaren von Großinvestoren und deren Beratern. Wer als Bankkaufmann eine Rolle in dem „Cum-ex-Karussell“ gespielt hat, habe sich ohne Wenn und Aber strafbar gemacht. Ca. 1 000 Beschuldigte müssen jetzt zittern und die involvierten Banken ebenso. Der Arm der Justiz, das haben die Musterprozesse gegen Martin Shields und Nicholas Diable sowie die Anklagen und die Verhaftung des Steueranwalts Hanno Berger gezeigt, ist lang.

Geldinstitut

Cum-Ex-Vergangenheit holt Hamburg Commercial Bank ein

Ein Zufallsfund aus einem anderen Ermittlungsverfahren soll die Kölner Staatsanwaltschaft auf die Spur nach Hamburg gebracht haben, so schreibt es das „Handelsblatt“. Die Fundstücke reichten offensichtlich aus, um eine Razzia bei der Hamburg Commercial Bank (HCOB) zu erwirken.

Prozess

Cum-Ex-Prozess – Plötzlich ging es ganz schnell

Völlig überraschend schloss das Bonner Landgericht am Dienstagabend die Beweisaufnahme im Cum-Ex-Prozess gegen den ehemaligen Generalbevollmächtigten von M.M. Warburg & CO und verkündete das Urteil. Dabei hatte das Gericht noch vier weitere Verhandlungstermine angesetzt.

Prozess

Neue Volte im Bonner Warburg-Prozess

Der Urteilsspruch im Cum-Ex-Prozess gegen den ehemaligen Generalbevollmächtigten von M.M. Warburg & CO vor dem Landgericht Bonn könnte sich überraschend verzögern.

Banken

Cum-Ex – Warburg-Anwalt will Rolle der Deutschen Bank neu beleuchten

Auffallend ungeschoren ist die Deutsche Bank bislang durch den Cum-Ex-Skandal gekommen. Dabei spielte der Branchenprimus in seiner Funktion als Depotbank für diverse Leerverkäufer durchaus eine Schlüsselrolle, ohne die das Karussell mit den Aktien-Deals rund um den Dividenden-Stichtag kaum möglich gewesen wäre.

Kirstin Schwedt
Gastbeitrag

Organhaftung und Manager-Haftpflicht hart umkämpft

Prominente Fälle der Organhaftung haben weiterhin Konjunktur, und auch die Corona-Pandemie beschwört weitere Haftungsfälle herauf. Was sind die Gründe für die vermehrte Inanspruchnahme von Unternehmensleitern, wann springt die Versicherung ein, und worauf muss ein Manager in dieser Situation achten? Kirstin Schwedt, Partnerin bei Linklaters, beleuchtet die komplexe Gemengelage und mögliche Auswege.

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