ESG-Anlagen – Hohe Defizite in der Beratung
Beratung zu ESG-konformen Geldanlagen steckt immer noch in den Kinderschuhen. Viele Berater und Institute sind deutlich überfordert. Am weitesten entwickelt sind Schweiz und Liechtenstein.
Beratung zu ESG-konformen Geldanlagen steckt immer noch in den Kinderschuhen. Viele Berater und Institute sind deutlich überfordert. Am weitesten entwickelt sind Schweiz und Liechtenstein.
Bei der Bethmann Bank stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Die von Stephan Isenberg im September hinterlassene Lücke im Vorstand der 1712 gegründeten Frankfurter Privatbank (über 42 Mrd. Euro verwaltetes Vermögen) soll – nach Zustimmung der Aufsichtsbehörden – ab November Stefan Meine von der niederländischen Mutter ABM Amro füllen. Der 49-Jährige gilt als ausgewiesener Experte fürs Corporate Banking.
Die Corona-Sorgen scheinen nunmehr auch bei der niederländischen ING Group verflogen. Das Institut hat im Q2 besser als von Analysten erwartet abgeschnitten. Der Vorsteuergewinn kletterte im Vergleichsquartal von 532 Mio. auf fast 2,07 Mrd. Euro. Dabei profitierte die Bank von einer deutlichen Entspannung bei den faulen Krediten.
Zur traurigen Wahrheit für alle Kapitalanleger gehört: Der risikofreie Zins ist schon länger negativ. Wer risikoscheu ist, das sind die meisten Deutschen, sogar die mit größeren Vermögen, hat also schlechte Karten. Aber es gibt Wege, die das Vermögen nicht nur absichern, sondern auch nachhaltig einen Mehrwert generieren.
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Das PLATOW EURO FINANCE Investorenforum am 14. Juli im Hilton City Center Frankfurt ist eine der ersten Veranstaltungen, bei denen Sie wieder live dabei sein können.
Viel wurde zuletzt über mögliche grenzüberschreitende Bankenfusionen in Europa spekuliert. Als größtes Hindernis für derartige Zusammenschlüsse, die auch von der EZB gewünscht werden, gelten neben der Corona-Pandemie vor allem die noch immer großen rechtlichen und regulatorischen Unterschiede innerhalb der EU. Dass trotz dieses Flickenteppichs grenzüberschreitende Fusionen möglich und auch erfolgreich sein können, beweist schon seit einigen Jahren der französische Bankier Philippe Oddo.
Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert hat mit Hengeler Mueller den Sprung an die Börse geschafft. Die Beratung führten die Düsseldorfer Partner Reinhold Ernst und Dirk Busch (beide Kapitalmarktrecht). Zu Fragen des US-Rechts band Hengeler zudem Philip Boeckman und Brian Bodensteiner von der US-Kanzlei Cravath, Swaine & Moore ein.
Noch am Mittwochabend haben Houlihan Lokey für Wirecard und FTI sowie Allen Overy auf Bankenseite über ein Restrukturierungskonzept für den Zahlungsdienstleister verhandelt. Der Insolvenzantrag am Donnerstag hat die Institute, die nun nicht mehr auf dem Driverseat sitzen, sondern sich wie alle Gläubiger hinten anstellen müssen, wie wir hören, kalt erwischt.
Mit Hochdruck arbeitet die von Wirecard engagierte Investmentbank Houlihan Lokey zusammen mit den Gläubigerbanken an einem Konzept, um den in einen gigantischen Bilanz-Skandal verwickelten Zahlungsverkehrsdienstleister finanziell zu stabilisieren. Die Zeit drängt.
Auch am Tag nach der Weigerung des Wirtschaftsprüfers EY, die Bilanz für 2019 zu testieren, überschlugen sich bei Wirecard die Ereignisse. Am Freitagmittag erklärte Vorstandschef Markus Braun mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt.
Eigentlich hätte der Verkauf des zum Oetker-Imperium gehörenden Bankhaus Lampe längst über die Bühne gehen sollen. Die Bielefelder hatten sich für exklusive Gespräche mit Fosun entschieden, die in einer ersten Runde auch das beste Angebot abgegeben und damit Konkurrenten wie Oddo, ABN Amro, UBS und eine Initiative deutscher Industriellenfamilien aus dem Rennen geworfen haben (s. PLATOW v. 29.11.).
In der kommenden Woche will Oekter dem Vernehmen nach exklusive Gespräche über den Verkauf von Bankhaus Lampe beginnen, die bereits Ende Dezember abgeschlossen sein sollen. Ob es bei diesem ehrgeizigen Zeitplan bleibt, ist aber offen. Die besten Chancen wurden bisher Fosun eingeräumt. Die Chinesen, denen bereits Hauck & Aufhäuser gehört, stoßen in Deutschland zwar immer noch auf Ressentiments, sollen aber das höchste Gebot abgegeben haben.
Oetker will nach unseren Informationen bis Ende November entscheiden, mit wem exklusive Verhandlungen über den Verkauf des zum Lebensmittel-Riesen gehörenden Bankhaus Lampe aufgenommen werden sollen.
Elitär will sie nach den Statuten nicht sein und ist es mit ihren heute ca. 650 honorigen Mitgliedern ungewollt dann wohl doch, die vor 100 Jahren, also unmittelbar nach der Katastrophe des 1. Weltkriegs, von engagierten Kaufleuten, Kommunalpolitikern, Universitätsprofessoren und Bankiers gegründete „Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft“.
Ende 2020 verabschiedet sich Rentenbank-Chef Horst Reinhardt in den Ruhestand. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bauernpräsident Joachim Rukwied, der dem Verwaltungsrat der Rentenbank vorsteht, haben bereits deutlich gemacht, dass endlich eine Frau an die Spitze der Förderbank für die Landwirtschaft rücken soll. Weit oben auf der Kandidatenliste dürfte denn auch KfW-Vorständin Ingrid Hengster stehen. Bei der KfW ist Hengster für das inländische Fördergeschäft zuständig. Zudem verfügt die ehemalige Deutschland-Chefin von ABN Amro und Royal Bank of Scotland über Kapitalmarkterfahrung.
Gut drei Jahre nach der Übernahme der BHF-Bank steht Philippe Oddo vor seinem nächsten großen Coup in Deutschland. Nach unseren Informationen ist der umtriebige Franzose der Favorit für den Zuschlag beim Bankhaus Lampe.
Bethmann Bank, M.M. Warburg, HSBC Trinkaus, Oddo BHF, Berenberg Bank. Das ist die Hackordnung unter den Privatbanken im deutschen Wealth Management-Markt. In dieses Spitzen-Quintett will die Frankfurter Bankgesellschaft in den kommenden Jahren aufsteigen, lautet die kaum verhohlene Kampfansage von Institutschef Holger Mai.
Das Geschäft mit reichen Kunden gilt als lukrativ. Vor allem die Schweizer Großbanken (s. S. 1) machen es seit Jahren vor. So ist es kein Zufall, dass die Deutsche Bank die Zuständigkeit für ihr europäisches Wealth Management, dem mit einem verwalteten Vermögen von ca. 200 Mrd. Euro für sie wichtigsten Markt, Ende 2018 in die Hände von Claudio de Sanctis gelegt hat.
In diesem Jahr war auf dem Goldmarkt und in vielen anderen Anlageklassen wenig zu holen. Aber das Umfeld für den Goldpreis hat sich in den vergangenen Monaten zusehends verbessert. Seit Jahresbeginn ist der Preis für eine Feinunze „nur“ um 5% gefallen. Am Freitagnachmittag (7.12.) notierte der Preis bei 1 243 US-Dollar. Seit dem Jahrestief von Mitte August hat sich der Goldpreis um fast 6% berappelt. Nach einem Endspurt in diesem Jahr sollte der Trend auch 2019 weitergehen.
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