Zins-Dilemma – Deutsche Banken im Hintertreffen
Deutsche Hauskäufer binden sich bei Krediten meist lange an einen festen Zins. In vielen EU-Ländern ist das anders. Die Zinsbindung hat nicht nur für die Banken erhebliche Folgen.
Deutsche Hauskäufer binden sich bei Krediten meist lange an einen festen Zins. In vielen EU-Ländern ist das anders. Die Zinsbindung hat nicht nur für die Banken erhebliche Folgen.
Banken können im Umgang mit weiblicher Kundschaft noch viel lernen. Was die Kreditwirtschaft bei der Finanzberatung von Frauen falsch macht und was ihr dadurch entgeht.
Als Claudia Buch die Aufsicht über Europas Großbanken übernahm, beäugten Lobbyisten sie kritisch. Nun könnte sie mit einem Projekt punkten. Das hat jedoch seine Tücken.
Bei der nachhaltigen Transformation witterten die Banken eine Goldgrube. Doch große Teile der Politik haben das Thema auf die lange Bank geschoben. Der BdB versucht zu retten, was zu retten ist.
Friedrich Merz will wohl die Klimaneutralität bis 2045 kippen. Einige Wirtschaftsverbände applaudieren, die Finanzwirtschaft hält geschlossen dagegen. Die Debatte spitz sich zu.
Brüssel müsse bei der Regulierung auf das unter Trump veränderte US-Umfeld reagieren, fordert Deutsche Bank-Chef Christian Sewing. Doch in der Politik findet er bislang wenig Gehör.
Die deutsche Einheitsfront gegen die Vollendung der Bankenunion zeigt immer größere Risse. Auf der IWF-Tagung in Washington brach nicht nur Bundesbank-Präsident Joachim Nagel eine Lanze für die Bankenunion, auch der Bankenverband, der sich in der Vergangenheit aus Rücksicht auf die Sparkassen und Genossenschaftsbanken bei dem Thema zurückhielt, wirbt mittlerweile offensiv für eine europäische Einlagensicherung.
Befürchtet hatte es der BdB schon länger. Auf der IWF-Tagung in Washington verdichteten sich nun die Hinweise, dass die USA bei der Umsetzung der Basel III-Reform wohl nicht mitmachen werden, unabhängig davon, wer nach der US-Wahl ins Weiße Haus einziehen wird.
Erstaunlich lange haben die Lobbyverbände der deutschen Kreditwirtschaft zur Verschiebung und Aufweichung der Basel III-Reform in den USA und Großbritannien geschwiegen. Offensichtlich haben sie auf die geeignete Bühne gewartet.
Bereits vor ihrer Pressekonferenz am Donnerstag meldete sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde mit einem Kurzvideo von der auswärtigen Ratssitzung der Notenbank in Slowenien. Vor Ständen in Ljubljana stehend, erläuterte die Notenbankchefin, sie habe den Wochenmarkt besucht und die Preise gecheckt. Kurze Zeit später erklärte sie dann, die EZB sei überrascht gewesen, wie stark sich die Inflation im September abgeschwächt hatte.
Die EU-Kommission hat eine öffentliche Konsultation für ein neues Verbriefungs-Rahmenwerk gestartet.
Deutsche Finanz- oder Wirtschaftsverbände beklagen tagein tagaus die große Abhängigkeit von ausländischen Soft- und Hardware-Unternehmen. Dazu passt, dass Deutschland viel zu wenige den Markt aufmischende Jungunternehmen, etwa im Bereich der Zahlungsdienstleistungen, zustande bringt. Hauptursache ist der Mangel an Geld, aber auch eine im Vergleich zu den USA fehlende Kultur für Venture Capital.
Erstaunlich wortkarg reagiert der Bankenverband (BdB) auf die jüngsten Entwicklungen in den USA und Großbritannien beim Basel III Endgame, wie die Amerikaner die Umsetzung der verschärften Eigenkapitalregeln für Banken nennen. „Wir beobachten das sehr genau“, heißt es lediglich vom BdB.
Die Krise ist da: In Deutschland stiegen die Insolvenzen in den letzten 12 Monaten um 28%, rechnet die Kreditversicherungsgruppe Allianz Trade vor. Für 2024 wird ein weiterer Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 21% erwartet.
Der langjährige Chef von Berenberg und des Bankenverbands (BdB), Hans-Walter Peters, warnt vor einem wirtschaftlichen Einbruch. „Jetzt haben wir plötzlich das Problem, dass die Konjunktur, insbesondere in Deutschland, richtig kollabiert und die Wirtschaft kaum eine Perspektive hat,“ sagte er im PLATOW-Interview. „Ich bin entsetzt, wie schlecht die Stimmung ist. Die Unternehmen sehen im Augenblick keine Perspektive für eine Erholung der Wirtschaft.“
In der Theorie ein großartiges Instrument, praktisch aber kaputtreguliert – so lautet inzwischen das Bild, das von weiten Teilen der deutschen Financial Community zu Verbriefungen in Europa geteilt wird. Dabei könnten diese dafür sorgen, dass mehr Geld in die digitale und grüne Transformation der Wirtschaft fließt.
Die EU spuckt große Töne, schlimmer noch, die Banken stimmen vollmundig ein in den Brüsseler Chor, dass die Kreditwirtschaft substanziell dazu beitragen wird, die nachhaltige Transformation der Wirtschaft zu finanzieren. Eine Umfrage zeigt das Gegenteil.
Wie uns aus dem Umfeld von Frankfurt Main Finance berichtet wird, steht Gerhard Wiesheu für eine weitere zweijährige Amtszeit an der Spitze der Finanzplatzinitiative nicht mehr zur Verfügung. Wiesheu hat bereits zwei Terms hinter sich und wird zum Jahresende plangemäß ausscheiden.
Die mit großen Ambitionen gestartete Taskforce des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) und True Sale International unter der Leitung von Commerzbank-Chef Manfred Knof als Schirmherr will im September ihren Report mit ersten Ergebnissen zur Vertiefung der europäischen Kapitalmarktunion präsentieren.
Mit Argusaugen beobachtet der Bankenverband die aktuelle Diskussion in den USA über die Umsetzung der internationalen Basel III-Reform.
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