Warum sich Deutschland gegen einen Energie-Importstopp wehrt
Die Forderungen nach einem Boykott russischen Öls werden immer lauter. Doch so einfach ist ein Ersatz nicht, wie Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, erläutert.
Die Forderungen nach einem Boykott russischen Öls werden immer lauter. Doch so einfach ist ein Ersatz nicht, wie Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, erläutert.
Bank-Aktien gehörten zu Beginn des Kriegs in der Ukraine zu den Titeln, die besonders stark unter die Räder gerieten. Dabei hielten sich die direkten Russland-Engagements von Deutscher Bank und Commerzbank in überschaubaren Grenzen.
Mit der kleinen Donner & Reuschel hat nach Berenberg eine weitere Hamburger Privatbank 2021 geglänzt. Die Signal Iduna-Tochter kommt, wie wir vorab hören, trotz hoher IT-Kosten (CIR: 85%) auf ein Ergebnis v. St. von 17 (Vj. 2) Mio. Euro.
Eigentlich wollte die DZ Bank-Tochter TeamBank noch in diesem Monat ihr Vorkaufsrecht für den Anteil der Société Générale (9,8%) an der Kreditauskunftei Schufa ziehen. Doch daraus wird vorerst nichts. Die Transaktion werde sich noch bis in den Mai hinein verzögern, heißt es.
Der heldenhafte Kampf der Ukrainer gegen die russischen Aggressoren lässt niemanden von uns kalt. Entsprechend schwer fällt die nüchterne Analyse der Auswirkungen des Krieges und der verhängten Sanktionen auf Unternehmen und die Wirtschaft. Aber hauptsächlich darum ging es beim 3. PLATOW EURO FINANCE Unternehmerforum am vergangenen Mittwoch in Frankfurt in den Räumen der dfv Mediengruppe.
Am kommenden Montag tagt das AR-Präsidium der Commerzbank. Wichtigster Tagesordnungspunkt ist der Auftrag an den Headhunter Rolf Stockburger von der Personalberatung Boyden, eine Nachfolgerin für die zum Jahresende ausscheidende Personalvorständin Sabine Schmittroth zu suchen. Gerüchten zufolge soll in der Commerzbank bereits eine erste Liste mit möglichen Kandidatinnen kursieren.
Mit der Besetzung des Chief Information Officer-Postens (CIO) durch Michael Clijdesdale zum 1.4. wird der nunmehr erweiterte Vorstand der ING Deutschland spätestens im Sommer seine Arbeit vollumfänglich aufnehmen können. Mitte Februar wurde bereits bekannt, dass Ralph Müller zum 1.6. als Chief Operations Officer (COO) in das Führungsgremium der Frankfurter Direktbank einzieht.
Der Ukraine-Krieg hat das Bewusstsein für Cyber-Sicherheit bei Unternehmen geschärft. Auf die seitens der westlichen Welt verhängten Sanktionen dürfte Russland mit verstärkten Cyberangriffen reagieren. Zu Russlands stärksten „Waffen“ gehört seit langem nicht nur das Militär, sondern auch die intensive Bedrohung durch eCrime. Seit Beginn der Ukraine-Krise gelten Cyberattacken etwa gegen Energieversorger oder militärische Einrichtungen in Sicherheitskreisen als die aktuell größte Bedrohung.
Wie wir aus guter Quelle hören, könnte bei der Commerzbank ein weiterer Wechsel im Vorstand anstehen. Demnach soll Risikochef Marcus Chromik erwägen, seinen Ende Dezember 2023 endenden Vertrag nicht zu verlängern, um sich neuen Aufgaben zu stellen.
Der Finanzinvestor Cerberus sondiert einen Verkauf der Hamburg Commercial Bank (HCOB). Den Auftrag für die Suche nach einem Käufer soll die US-Investmentbank Morgan Stanley erhalten haben, die auch dem Banken-Konsortium angehörte, das 2017 den Börsengang der österreichischen BAWAG begleitet hatte. Cerberus hatte die skandalgebeutelte BAWAG 2007 erworben und nach einer langwierigen Sanierung an die Wiener Börse gebracht.
Der Kriegsausbruch in der Ukraine zeigt: Risiken sind allgegenwärtig und können sich von heute auf morgen dramatisch entwickeln. Beim PLATOW EURO FINANCE Unternehmerforum am 16. März werden wir die Risiken einordnen und über die Folgen diskutieren. Die Keynote kommt von Ulrich Leuchtmann, Head of FX Research, Commerzbank.
Von einem Banken-Beben in der Schweiz kann trotz der vom zögerlichen Bundesrat schließlich doch übernommenen EU-Sanktionen gegen Russland keine Rede sein. Die Kursrückgänge bei den großen Instituten UBS (-8,6%), CS (-6,4%) und Julius Bär (-6,1%) bewegen sich nach der jüngsten Stabilisierung alle im einstelligen Bereich. Vontobel kommt mit -9% noch am meisten unter die Räder, obwohl man keine Niederlassung in Osteuropa hat und Geschäfte allenfalls mit dem dortigen Mittelstand macht.
Um über 20% ging es für die Commerzbank-Aktie seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine in den Keller. CEO Manfred Knof hatte die Hoffnung, den Kursverfall mit einer Anhebung der Mittelfristziele auf dem Kapitalmarkttag stoppen zu können: 2024 sollen nun 9,1 Mrd. statt 8,7 Mrd. Euro Erträge und ein operatives Ergebnis von 3 Mrd. statt 2,7 Mrd. Euro erwirtschaftet werden.
Seit rd. vier Jahren ringen die Sparkassen um eine Bündelung ihrer Kräfte im Auslandsgeschäft. Es sei das Einfallstor zum Verlust der Hausbank-Funktion, heißt es dunkel beim DSGV. Tatsächlich liegen Genossen und Commerzbank klar vorne.
Jochen Klösges, seit fünf Monaten Vorstandsvorsitzender der Aareal Bank, hätte sich einen leichteren Start gewünscht, wie er freimütig bei der Vorstellung der 2021er-Zahlen zugab. Kaum im Amt, hatte der vom Vorsitz der Hamburger E.R. Capital gekommene frühere Commerzbank-Vorstand ein Angebot von Advent und Centerbridge auf dem Tisch, die den Immobilienfinanzierer für 1,9 Mrd. Euro komplett übernehmen wollten.
Not amused ist die Bundesbank über den Ausstieg der Genossenschaftsbanken aus der European Payment Initiative (EPI). Das soll der für den Zahlungsverkehr zuständige Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz bei einem Spitzentreffen mit DZ Bank-Co-Chef Uwe Fröhlich, BVR-Präsidentin Marija Kolak, DZ Bank-Vorstand Thomas Ullrich, an dem auch Finanzstaatssekretär Carsten Pillath teilnahm, deutlich gemacht haben.
Alle Bemühungen der Sparkassen und der Deutschen Bank, die Genossen doch noch zum Mitmachen bei der European Payment Initiative (EPI) zu bewegen, sind gescheitert. In enger Abstimmung mit dem BVR hat die DZ Bank inzwischen ihre Entscheidung gefällt.
Wie eingangs beschrieben, mussten wir heute Morgen alle fünf noch verbliebenen Depotwerte zum Verkauf stellen. Trotz des schlechten Marktumfelds konnten wir dabei überwiegend Gewinne realisieren. Und die fielen nicht zu knapp aus.
Wie gestern in unserem kostenlosen Vorab-Service (Anmeldung per Mail an derivate@platow.de) bereits avisiert, nehmen wir heute Veränderungen in unserem Musterdepot von PLATOW Derivate vor. Konkret geht es dabei um die Aktien-Momentum-Strategie.
In unserer letzten Ausgebe schrieben wir Ihnen, dass sich die DZ Bank noch in dieser Woche erklären will, ob sie der European Payments Initiative (EPI) treu bleibt. Mittlerweile ist die Entscheidung in enger Abstimmung mit dem BVR gefallen.
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