Commerzbank

13. Dezember 2018 Asset Management

Deutsche Bank – Rat eines Konkurrenten

Als der Chef der französischen Großbank BNP Paribas, Jean-Laurent Bonnafé, vor gut vier Wochen Frankfurt besuchte, wartete er im Rahmen eines Abendessens in Bezug auf die Deutsche Bank mit einer Empfehlung auf: Die Deutsche Bank möge sich ganz aufs Geschäft mit Firmenkunden und die Vermögensverwaltung fokussieren und das besonders in Deutschland mühselige und margenschwache Retailbanking anderen überlassen. Dieser Vorschlag deckt sich mit den oft kolportierten Wünschen deutscher Unternehmer, die vor allem eine professionell agierende starke deutsche Bank wollen, die ihnen bei ihren immer komplexer werdenden Geschäften im In- und Ausland nicht von der Seite weicht.

11. Dezember 2018 Geldpolitik

Fintechs – Finanzmetropole Frankfurt verliert an Reiz

Frankfurt ist die Hochburg des traditionellen Bankensektors. Diverse Urgesteine und Schwergewichte der Finanzindustrie nennen die Mainmetropole ihre Heimat – darunter Deutsche Bundesbank, Deutsche Bank, Commerzbank, KfW, DZ Bank, Bafin und EZB, um nur die großen zu nennen.

29. November 2018 Banken

Was sich die Finanzinvestoren von der Nord/LB versprechen

Dass sich mit der Commerzbank nach der Helaba auch die letzte Bank aus dem Bietgefecht um die Nord/LB verabschiedet hat, ist für die Niedersachsen eine herbe Enttäuschung, wenn auch nicht ganz überraschend (s. PLATOW v. 23.11.). Mit Cerberus, Apollo, Advent und Christofferson, Robb & Co sind nur noch PE-Investoren dabei. Da den letzten beiden der Track Record in Deutschland fehlt und Apollo in letzter Zeit kaum zum Zuge gekommen ist, gilt Cerberus als erste Wahl.

27. November 2018 Geldpolitik

Nord/LB – Helaba-Rückzug ist nicht das letzte Wort

Am heutigen Mittwoch (28.11.)ist Einsendeschluss für die verbindlichen Angebote für eine Beteiligung externer Investoren an der Nord/LB. Die von hohen Abschreibungen auf ihr Schiffsportfolio geplagte Landesbank braucht dringend eine Kapitalspritze von mindestens 3,5 Mrd. Euro. Um ein Beihilfeverfahren zu vermeiden, muss sich neben dem Nord/LB-Haupteigentümer Land Niedersachsen (60%) auch ein externer Investor an der geplanten Kapitalerhöhung beteiligen.

22. November 2018 Asset Management

Paydirekt – Deutsche und Commerzbank wollen aufstocken

Bei Paydirekt stehen Änderungen im Eigentümerkreis bevor. Offenbar wollen sämtliche so genannte Poolbanken angesichts ausbleibender Erfolge und einer geplanten Kapitalerhöhung ihre Anteile an dem Online-Bezahldienst loswerden (s. PLATOW v. 5.11.). Zu den zwölf Poolbanken, die insgesamt 11,1% an Paydirekt halten, gehören kleine Häuser wie die National-Bank oder die Degussa Bank, aber auch Häuser wie Santander, Targo Bank und HypoVereinsbank. Wie wir hören, führen  Commerzbank und Deutsche Bank, die jeweils 11,1% halten, aktuell Gespräche über eine mögliche Übernahme der frei werdenden Anteile. Ganz von Bord gehen die Poolbanken indes nicht.

22. November 2018 Banken

Nord/LB – Helaba sucht wieder die Rosinen im Kuchen

Helaba-Finanzchef Detlef Hosemann gilt nicht gerade als Plaudertasche. Zu Spekulationen über einen möglichen Einstieg der Hessen bei der angeschlagenen Nord/LB wollte er bei der Präsentation der recht ordentlichen Q3-Zahlen (Ergebnis vor Steuern 164 Mio. nach 143 Mio. Euro) wenig überraschend gar nichts sagen. Am kommenden Mittwoch (28.11.) endet die Angebotsfrist für die Niedersachsen. Einen Hinweis hatte Hosemann aber doch parat. Unabhängig von der Nord/LB habe die Helaba bei der Teilübernahme der WestLB im Jahr 2012 positive Erfahrungen gemacht. Alle Erwartungen hätten sich erfüllt.

21. November 2018 Banken

Nemetschek hält Talfahrt nicht auf

Der Bausoftwarehersteller Nemetschek geht nach den Ende Oktober veröffentlichten Quartalszahlen auf Roadshow. In der kommenden Woche präsentiert sich das Unternehmen auf dem Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt und Anfang Dezember besucht der Vorstand die Berenberg European Conference 2018. Bereits absolviert wurde der Auftritt auf der Morgan Stanley European TMT Conference in Barcelona. Zudem hat Nemetschek in der vergangenen Woche seinen ersten eigenen Kapitalmarkttag abgehalten. Die Resonanz darauf war durchweg positiv.

16. November 2018 Geldpolitik

Mario Draghis Vermächtnis

Ein Hauch von Abschied waberte durch den Mozart-Saal der Alten Oper, als Mario Draghi auf die Bühne des Frankfurt European Banking Congress schritt. Auch wenn die Amtszeit des EZB-Präsidenten erst im Oktober 2019 endet, war es für Draghi der letzte Auftritt bei dem Frankfurter Banken-Meeting in dieser Funktion. Den an das Tagungsmotto „Back to Normal – What does it mean?“ angelehnten Appell von Deutsche Bank-Chef Christian Sewing, auch bei den Zinsen alsbald zur Normalität zurückzukehren, schien Draghi allerdings geflissentlich überhört zu haben.

8. November 2018 Banken

ING Deutschland auf den Spuren von Elvis Presley

Die Frankfurter Direktbank ING (früher ING-DiBa) steht kurz davor, die angepeilte Zielmarke von 10 Mrd. Euro Baufinanzierungsvolumen zu erreichen. Damit kann die seit Jahresanfang amtierende neue Chefin dieser Sparte, Bianca de Bruijn-van der Gaag, einen ersten großen Erfolg in ihrer neuen Position verbuchen. „Am Jahresende werden wir sogar etwas über der 10 Mrd. Euro-Marke liegen“, sagte die gebürtige Niederländerin am Donnerstag vor knapp 500 Vertriebspartnern auf einer Tagung im hessischen Bad Nauheim.

6. November 2018 Banken

Nord/LB – Das professionellste Angebot kommt von Cerberus

Beim jüngsten Banken-Stresstest war die Nord/LB das Schlusslicht unter den beteiligten deutschen Instituten. Das war allerdings keine Überraschung. Die Eigenkapital-Schwäche der Hannoveraner ist schon lange bekannt. Der Stresstest hat dem Haupteigentümer Niedersachsen sowie dem Vorstand um Nord/LB-Chef Thomas Bürkle jedoch drastisch vor Augen geführt, dass die zarten Hoffnungen, das Eigenkapital-Problem irgendwie aus eigener Kraft zu lösen, endgültig geplatzt sind.

2. November 2018 Asset Management

Paydirekt – Kleine Gesellschafter erwägen Ausstieg

Am heutigen Montag (5.11.) treffen sich nach unseren Informationen die Paydirekt-Anteilseigner, um über eine neue Finanzierungsrunde zu beraten. Demnach sollen über den nächsten Planungszeitraum von fünf Jahren rd. 300 Mio. Euro u.a. in Marketing und Ausstattung investiert werden. Vielen kleineren Anteilseignern ist dies angesichts des ausbleibenden Erfolgs des als Antwort der deutschen Kreditwirtschaft auf Paypal gedachten Zahlungsdienstleisters zu viel.

1. November 2018 Banken

Comdirect baut Geschäft mit Versicherungen kräftig aus

Für Comdirect-Chef Arno Walter ist die Phase des Investierens noch lange nicht vorbei. Erste Erfolge seiner zweigleisigen Strategie erwartet der CEO frühestens im Laufe des nächsten Jahres. Walter will die Commerzbank-Tochter zur ersten Adresse für das Sparen, Anlegen und Handeln mit Wertpapieren machen. Gleichzeitig baut der Manager die Direktbank zum smarten Finanzbegleiter für die Generation Mobile aus. Wenig überraschend ist, dass die Investment-Offensive die Bilanz belastet. Bei Comdirect stottert der Motor derzeit etwas, wie der Aktienkurs und die Neun-Monats-Zahlen belegen (s. PLATOW Börse v. 31.10.).

31. Oktober 2018 Banken

Vollkorrektur bei United Internet

Über 40% hat die Aktie von United Internet seit Mitte Juni in der Spitze eingebüßt. Der zuvor in 1,5 Jahren generierte Kursanstieg ist damit innerhalb von nur gut vier Monaten komplett vernichtet worden. Bei der Suche nach möglichen fundamentalen Ursachen für diesen Absturz stößt man immer wieder auf die Sorgen vor erhöhte Infrastrukturinvestitionen (Glasfasernetz) sowie einem nachlassenden Neukundenzuwachs.

23. Oktober 2018 Geldpolitik

Nord/LB – Commerzbank bietet mit

Insgesamt sechs Interessenten sollen es in die zweite Bieterrunde um einen Einstieg bei der Nord/LB geschafft haben. Neben den üblichen Verdächtigen aus der Szene der Finanzinvestoren wie Cerberus, Apollo und Advent sowie der Helaba als einziger Landesbank soll nach unseren Informationen auch die Commerzbank um die Nord/LB buhlen. Pikant: Größter Einzelaktionär der Commerzbank ist noch immer der Bund. Die Commerzbank wollte auf Nachfrage ein mögliches Gebot für die Nord/LB nicht kommentieren.

19. Oktober 2018 Banken

Nur das Kollektiv zählt – Individualboni sind out

In der Finanzkrise war es die Bankenwelt, im Abgasskandal die Autokonzerne, die ungeachtet erheblicher Fehlentscheidungen an ihren absurd hohen Bonizahlungen festhielten. Das schadete nicht nur dem Image, sondern auch der Bilanz. Bestes Beispiel ist die Deutsche Bank. Nun lässt sich ein Paradigmenwechsel in Deutschlands Großkonzernen erkennen, der den kollektiven Erfolg des Unternehmens bzw. der jeweiligen Geschäftsbereiche in den Fokus rückt, anstatt Einzelkämpfer zu belohnen.

12. Oktober 2018 Banken

Laschet sieht Finanzplatz NRW vorn

Die Folgen der Finanzkrise sind am Bankplatz Düsseldorf unübersehbar. Die WestLB hat sich aufgelöst. Die IKB spielt in einer anderen Liga.

11. Oktober 2018 Banken

Handel nimmt sich die Kanzlerin zur Brust

Alle zwei Jahre kommen die Meinungsführer aus Handel und Dienstleistungen in der Hauptstadt mit deutschen Spitzenpolitikern zusammen, um auf dem Unternehmertag des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA) Tacheles zu reden. Kommenden Montag (15.10.) ist es wieder soweit. Im aktuellen Spannungsfeld zwischen Donald Trump und Xi Jinping auf der globalen und den sich mit Theresa May an der Spitze krampfhaft um Abnabelung bemühten Briten auf europäischer Ebene treten die handelspolitisch heißen Themen offen zutage.

28. September 2018 Banken

Schlussquartal birgt höhere Gefahren beim Ölpreis

Die verbale Attacke von US-Präsident Donald Trump vergangene Woche vor der UNO gegen das Öl-Kartell Opec, hat den seit Mitte August wieder deutlich steigenden Ölpreis (+15% auf 81,80 US-Dollar, Brent) nicht eingeschüchtert. Das zeigt, dass Trump selber kaum etwas bewirken kann und vom Wohlwollen der Opec abhängt. Auch sein US-Energieminister Rick Perry spielt bislang nicht mit und will die eigenen Ölreserven vorerst nicht anzapfen.

25. September 2018 Geldpolitik

BDI-Präsident: „Industrie braucht ein starkes deutsches Bankinstitut“

Das Motto „Risiko“ war beim „Tag der Deutschen Industrie“, zu dem der BDI alljährlich Größen aus Wirtschaft und Politik nach Berlin einlädt, mit den Händen zu greifen. Präsident Dieter Kempf reduzierte gleich zum Auftakt nicht nur seinen Wachstumsausblick für Deutschland fürs laufende Jahr von 2,25 auf 2,0%, sondern stellte in Anwesenheit der Bundeskanzlerin der GroKo, namentlich Angela Merkel, auch im übertragenen Sinne mit einem „besorgten Blick auf die Uhr“ ein schlechtes Zeugnis aus: „Wir brauchen eine Politik, die handelt, nicht nur verwaltet.“ Vor allem müsse das Kabinett nach außen eine einheitliche Linie zeigen, andernfalls helfen, wie in einem Unternehmen, nur Durchgriff und personelle Veränderung.

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