Lagarde sichert Banken im Notfall Liquiditätshilfen zu
Mit einem Doppelbeschluss versucht EZB-Präsidentin Christine Lagarde einen Spagat zwischen Inflationsbekämpfung und Finanzstabilität.
Mit einem Doppelbeschluss versucht EZB-Präsidentin Christine Lagarde einen Spagat zwischen Inflationsbekämpfung und Finanzstabilität.
Der Euro entfernt sich immer weiter von der Parität zum Dollar, die im vergangenen Herbst auf dem Höhepunkt energischer Zinsschritte der Fed für einige Monate sogar deutlich unterschritten wurde.
Die zusammengekrachte Silicon Valley Bank (SVB) war im Startup-Dorf so etwas wie der Finanzdienstleistungs-Nahversorger, und vom linksrheinischen Vorgebirge bis tief ins Bergische Land spielt diese Rolle die Kreissparkasse (KSK) Köln.
Mitten in der Stillhalteperiode vor der nächsten Zinssitzung am Donnerstag (16.3.) wurde der EZB-Rat vom Kollaps der beiden US-Regionalinstitute Silicon Valley Bank und Signature Bank kalt erwischt.
Den „Elefanten im Raum“ sprach Helmut Schleweis gleich eingangs seiner letzten Jahresbilanz-PK an, wie sich das gehört:
Der für die Bankenaufsicht zuständige Joachim Wuermeling hat angekündigt, dass er bereits zum Jahreswechsel aus dem Bundesbank-Vorstand ausscheiden will, um sich einer neuen Tätigkeit zu widmen, wie es heißt.
Auf dem US-Markt gab es im Februar deutlich mehr neue Stellen als erwartet. Für die Fed ist das zunächst ein Signal, die Zinszügel weiter zu straffen, zumal es an der Inflationsfront bisher kaum Entwarnung gibt.
Die Erschütterung an den globalen Finanzmärkten (-80 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung) infolge des Kurssturzes bei der Silicon Valley Bank (SVB) zeigt, wie sehr allen das Lehman-Trauma noch in den Knochen steckt.
Nicht kleinreden lassen will sich Vorstandschef Thomas Groß das mit 633 Mio. Euro (+11,3%) beste Konzernergebnis vor Steuern in der Geschichte der Helaba, bloß weil die Rivalen LBBW (1,9 Mrd. Euro) und BayernLB (mehr als 1 Mrd. Euro) mit noch sehr viel höheren Gewinnen für 2022 protzen können.
Gerne hätte Werner Hoyer (71) auch noch eine dritte Amtszeit als Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) drangehängt.
Dem House of Finance und der Frankfurt School ist es gelungen, den akademischen Ruf Frankfurts weit über die Grenzen der Bankenmetropole hinaus zu schärfen. Dabei spielen frühere Präsidenten der Deutschen Bundesbank mit ihrem besonderen Bezug zu Frankfurt und ihren internationalen Kontakten eine große Rolle.
Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hatte es wohl schon geahnt. Eine zeitnahe Rückkehr zum EZB-Zielwert von 2% Inflation ist „kein Selbstläufer“. Der Höhepunkt der Inflationswelle sei zwar überschritten, die Teuerungsrate werde aber nur allmählich sinken, ließ Nagel auf der Bilanz-PK der Bundesbank verlauten.
Spätestens seit der Jahreswende hat EZB-Präsidentin Christine Lagarde eine erstaunliche Metamorphose von der geldpolitischen Taube zum Oberfalken vollzogen. Seither haben auch die „echten“ Falken um Bundesbank-Präsident Joachim Nagel und den niederländischen Notenbank-Chef Klaas Knot im EZB-Rat Oberwasser. Die wundersame Wandlung der Französin hat indes nicht allein mit der von ihr viel zu lange unterschätzen Hartnäckigkeit der Inflation zu tun. Die erste Frau an der EZB-Spitze sorgt sich auch um ihr geldpolitisches Vermächtnis. Keinesfalls will Lagarde als „Madame Inflation“, wie sie vom Boulevard abfällig genannt wird, in die Geschichtsbücher eingehen.
Akribisch ausgeleuchtet hat die EZB-Bankenaufsicht in den vergangenen Monaten die Rolle von Bereichsvorstand Rüdiger Rass bei der Vergabe von Krediten an den mittlerweile insolventen Skandal-Konzern Wirecard. Wie wir hören, soll es bei der Überprüfung keine Beanstandungen gegeben haben. Es wird deshalb erwartet, dass die Aufsicht voraussichtlich Ende März die geplante Berufung von Rass zum neuen Risiko-Vorstand der Commerzbank genehmigen wird.
Neues Mandat für Peter Löscher. Der ehemalige Siemens-Chef soll auf der Hauptversammlung am 31.3. in den Verwaltungsrat der spanischen CaixaBank gewählt werden. Die Genehmigung durch die EZB-Bankenaufsicht steht zwar noch aus, gilt aber als Formsache. Verfügt Löscher doch bereits über praktische AR-Erfahrung bei einer Großbank.
Die Zuversicht der Kapitalmarkt-Experten und Einkaufsmanager auf eine baldige Rückkehr der Wachstumskräfte ist überraschend groß. Demnach stiegen die ZEW-Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate im Februar um 11,2 Punkte auf 28,1 Zähler und lagen damit den zweiten Monat in Folge im positiven Bereich.
Die genossenschaftliche apoBank hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Durchlauferhitzer für Vorstände entwickelt. Daran hat sich auch unter Vorstandschef Matthias Schellenberg und dem neuen AR-Vorsteher Karl-Georg Pochhammer nichts geändert. Nach dem lautstarken Abgang von Privatkundenvorständin Jenny Friese, die sich mit Schellenberg überworfen hatte, haben auch Großkundenvorstand Alexander Müller, dessen Ressort bis zur Unkenntlichkeit eingedampft werden soll, und CFO Holger Wessling, der Mitte des Jahres als Vorstandschef bei der Sparkasse Rhein-Nahe anheuert, die Flucht ergriffen.
Die nächste Zinserhöhung um 0,5 Prozentpunkte im März ist faktisch schon beschlossene Sache. Doch über den weiteren Zinspfad herrscht im EZB-Rat Uneinigkeit.
Das Rennen um die Nachfolge des obersten EZB-Bankenaufsehers Andrea Enria, dessen Amtszeit im Dezember endet, nimmt allmählich Fahrt auf. Neben Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch (s. PLATOW v. 7.2.) sollen mit den Vize-Chefinnen der nationalen Notenbanken von Spanien, Margarita Delgado, und Irland, Sharon Donnery, noch zwei weitere Frauen Interesse an dem einflussreichen Top-Posten haben.
„Aus der Krise herausinvestieren!“, lautete das doppeldeutige Motto der „Quo Vadis 2023 – 33. Jahresauftakt für Immobilienentscheider“ des Heuer Dialogs. Über 400 Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft und der Immobilienbranche trafen sich von Montag bis Mittwoch im Berliner Adlon.
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