Europäische Zentralbank (EZB)

Geldpolitik

Krisenherde setzen Güter- und Finanzmärkte unter Strom

Fast jeden Tag rücken neue geopolitische Krisenherde in den Fokus. In der gesamten arabischen Welt, vom Irak über Gaza bis nach Libyen und Syrien, brennt es. In der Ost-Ukraine tobt ein Bürgerkrieg, bei dem die Großmacht Russland im Hintergrund wichtige Fäden zieht. Eine solche Situation ist für die Güter- und Finanzmärkte gleichermaßen Gift. Beide sind heutzutage rund um unseren Globus gut vernetzt und entsprechend abhängig voneinander. Das ist denn auch der Hauptgrund, weshalb Mario Draghi, der EZB-Chef, die besorgniserregenden geopolitischen Entwicklungen so stark ins Zentrum seiner letzten Pressekonferenz vor der Sommerpause rückte.

Geldpolitik

Meint es Mario Draghi mit der Schwächung des Euro zu gut?

Überaus zufrieden zeigte sich Mario Draghi gestern auf der PK mit den Auswirkungen des jüngst vom EZB-Rat verabschiedeten Maßnahmenbündels zur Stützung der Wirtschaft, um Investitionen des Privatsektors zu fördern und es nicht zu Deflation kommen zu lassen.

Geldpolitik

Europas Manager glauben wieder an die Zukunft

Die schwere Rezession 2009 hatte den Glauben der europäischen Wirtschaftselite an die Zukunft zeitweise sehr erschüttert. Jetzt ist die Zuversicht zurück und dies mit aller Macht, wobei die Vertreter mittelständischer Unternehmen optimistischer sind als die Manager großer Häuser. Sogar in den Peripherieländern der Eurozone macht sich Optimismus breit.

Geldpolitik

Europas Banken tun sich immer noch ziemlich schwer

Europas 128 systemrelevante Banken sind bis auf Einzelfälle längst nicht mehr so anfällig wie vor Ausbruch der Krise. Das dürften am Ende auch die im Oktober anstehenden Ergebnisse des EZB-Stresstests untermauern. Die Geldhäuser selbst, aber auch deren Regulierer und Aufseher waren nicht untätig. So haben die größten Banken lt. einer Studie von Roland Berger 2013 ca. 38 Mrd. Euro Eigenkapital neu gebildet. In diesem Jahr sind weitere 60 Mrd. Euro vorgesehen. Gleichzeitig schrumpfen die Bilanzen, indem besonders risikohaltige oder wenig Ertrag abwerfende Assets abgebaut werden. Claudia M. Buch, die für Finanzstabilität zuständige Bundesbank-Vizepräsidentin, bestätigte uns diese Fortschritte.

Geldpolitik

Ramsch will plötzlich keiner mehr

Auf der Jagd nach Rendite gingen Investoren in diesem Jahr immer größere Risiken ein. In einer Welt niedrigster Zinsen zählte allein der Kupon, nicht die Bonität des Emittenten. Deshalb engten sich die Zinsspreads zwischen Schuldnern guter und schlechter Bonität zunächst immer stärker ein. Das gleiche Phänomen zeigte sich bei Staatsanleihen in der Eurozone. Die Renditedifferenzen zwischen Bundesanleihen und Emissionen der Peripherie nahmen immer weiter ab. Den Anstoß zu dieser Entwicklung hatte bekanntlich EZB-Präsident Mario Draghi im Sommer 2012 mit seinem Londoner Statement „Whatever it takes . . .“ geliefert, indem er Investoren im Euro-Raum quasi ein Garantieversprechen gegeben hatte.

Geldpolitik

Plötzlich hängt die Wirtschaftswelt nicht mehr voller Geigen

Die traditionell an Nachrichten arme Sommer- und Ferienzeit wird derzeit überschattet von einem Sturm negativer Berichte. Die Lage in der Ukraine und der sich verschärfende Handelskrieg mit Russland geben Unternehmern noch am ehesten Anlass zur Sorge.

Geldpolitik

Stresstest – Das Zittern vor dem Tag danach

Voraussichtlich in der zweiten Oktober-Hälfte wird die EZB die Ergebnisse des Asset Quality Review sowie des Stresstests für die 128 größten Banken der Euro-Zone präsentieren. Die Banken werden die Prüfreports nur 48 Stunden vorher zu Gesicht bekommen. Mit dieser kurzen Frist will die EZB verhindern, dass die durchgefallenen Institute vorab mit Ad hoc-Mitteilungen herauskommen.

Asset Management

Union Investment steigert Assets under Management zweistellig

Auf einer Presseveranstaltung in Deidesheim zeigte sich Union Investment CEO Hans Joachim Reinke mit dem operativen Verlauf des ersten Halbjahres sehr zufrieden. Gegenüber der Vorjahresperiode gelang es der Fondsgesellschaft die Assets under Management um knapp 11% auf 218,8 Mrd. Euro zu steigern.

Versicherungen

Was verordnete Lohnzuwächse so gefährlich macht

Die Deutsche Bundesbank hat die Gewerkschaften dazu ermuntert, in den anstehenden Lohnrunden höhere Zuwächse durchzuboxen. Während die Arbeitnehmerverbände applaudieren, hat sich die Arbeitgeberseite eine derartige Einmischung von halb-offizieller Seite zu Recht verbeten.

Geldpolitik

Dt. Annington präsentiert sich fest

Nach den jüngsten Äußerungen der Frankfurter EZB ist eine Zinswende frühestens ab Ende 2015 zu erwarten. Dies dürfte auch die Renditen für sichere langfristige Geldanlagen in der Eurozone beeinflussen, die noch mehrere Quartale niedrig bleiben dürften.

Geldpolitik

DekaBank – Rüdiger wittert strukturpolitische Agenda der EZB

Als zentrales Wertpapierhaus der Sparkassen gehört auch die DekaBank zu den voraussichtlich 21 deutschen Instituten, die ab November direkt von der EZB beaufsichtigt werden. Obwohl sich die DekaBank für den Stresstest gut gerüstet sieht, bereitet Vorstandschef Michael Rüdiger die Übernahme der Bankenaufsicht durch die EZB auch ein wenig Bauchgrimmen.

Geldpolitik

Banco Espírito Santo im Visier der Rating-Agenturen

Portugals Finanzmarkt ist in Turbulenzen. Die Ruhe vergangener Wochen und Monate ist vorbei, seit die Schwierigkeiten der größten Privatbank des Landes, des Banco Espírito Santo (s. auch PLATOW v. 14.7.), öffentlich geworden sind. Die Rating-Agenturen machen es sich allzu leicht. Sie senken den Daumen, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.

Geldpolitik

Draghi: „Kommunikation ist mir sehr wichtig“

Seinen Auftritt am vergangenen Dienstag beim Verlag Rommerskirchen („Journalist“, „PR Magazin“) nutzte EZB-Präsident Mario Draghi nicht nur, um ein Loblied auf Christine Clair Graeff (s. auch PLATOW v. 16.7.), seine mit dem „Seismograf“ ausgezeichnete PR-Managerin, anzustimmen, sondern auch, um den Stellenwert, den die EZB der Kommunikation beimisst, deutlich zu machen.

Geldpolitik

Mario Draghi hat keine Angst vor Missbrauch

Die neue dicke Bertha der EZB ist mit einem Präzisionszielrohr ausgestattet. Der Zentralbankrat will gewährleisten, dass die zunächst im September und Dezember angebotenen vierjährigen Refinanzierungsgeschäfte, die mit 0,25% Zins 0,10 Prozentpunkte über dem Hauptrefinanzierungssatz der EZB gepreist werden, die so genannten TLTRO, in Kredite für die Realwirtschaft fließen und nicht für Arbitragegeschäfte oder Käufe anderer Vermögenswerte verwendet werden. Auch für die Ausleihung als Hypothek sind sie nicht gedacht.

Geldpolitik

„Draghi und Graeff – „“Die Henne und das Ei“““

Glückwunsch an Christine Claire Graeff. Die Deutsch-Französin, die zuvor für die britische Brunswick in Frankfurt wichtige Aufbauarbeit leistete, ist gerade mal 15 Monate im Amt als Generaldirektorin Kommunikation der Europäischen Zentralbank, da wird sie von einer Jury aus gestandenen Pressesprechern schon mit dem begehrten Seismograf als „PR-Managerin des Jahres 2013“ ausgezeichnet.

Geldpolitik

„Die EZB kann bei dem Stresstest nicht gewinnen“

Nach den zwei ziemlich verpatzten Stresstests der europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA hatte die EZB gelobt, dass diesmal alles besser werden solle. Doch daran hat Dirk Thiel, Geschäftsführer der GBB-Rating, so seine Zweifel. Denn die EZB, die den Stresstest gemeinsam mit der EBA durchführt, steckt in einem Dilemma. Um erneute Kapitalmarkt-Turbulenzen zu vermeiden, dürfe die EZB eigentlich keine Bank bei dem Stresstest durchfallen lassen, so Thiel. Wenn jedoch alle Institute den Fitnesstest bestehen, wird der Markt ihn aber als zu lasch abtun. Egal, was im Oktober bei dem Stresstest auch herauskommt, das Ziel, neues Vertrauen in die Stabilität des europäischen Bankensektors zu schaffen, wird die EZB kaum erreichen, ist sich Thiel sicher.

Geldpolitik

Draghi legt seinen Finger in eine neue und zugleich alte Wunde

Wieder hat sich EZB-Präsident Mario Draghi London als Bühne gewählt, wo er vor fast genau zwei Jahren sein glühendes Bekenntnis zum Fortbestand des Euro ablegte. So wichtig ist ihm sein neues Anliegen. Er fordert die 18 Euroländer zu strukturellen Reformen auf, um die teils gravierenden Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit zu beheben.

Geldpolitik

Wo Rauch ist, ist auch Feuer

Espírito Santo heißt auf Deutsch Heiliger Geist. Was die gleichnamige portugiesische Großbank anbelangt, führt diese Übersetzung jedoch in die Irre. Sorgen um die finanzielle Stabilität des Banco Espírito Santo (BES) erschütterten Mitte der Woche die Weltbörsen. Die Privatbank mit dem kräftigen Grün im Firmenlogo, die mit dem Fußballidol des Landes, Cristiano Ronaldo, wirbt, ist schon eine ganze Weile ähnlich arm dran wie die in der WM-Vorrunde ausgeschiedene Nationalmannschaft Portugals. Die Wurzeln des Instituts, das viele Jahrzehnte von der Familie Espírito Santo beherrscht wurde, reichen bis ins 19. Jahrhundert.

Asset Management

„Alle Arten von Rententiteln sind absurd überbewertet“

Kaum noch Ertrag abwerfende Rententitel in den Depots vermögender privater und institutioneller Adressen waren das große Thema auf dem 3. PLATOW FORUM Family Office. Thomas Borghardt (Marcard Stein) forderte die Anleger im Rahmen einer Panel-Diskussion dazu auf, sich damit anzufreunden, einer über viele Jahrzehnte bevorzugten Assetklasse allmählich den Rücken zu kehren. Reinhard Panse, CIO bei Harald Quandt, hielt eine Brandrede gegen die von den hochverschuldeten Staaten manipulierten Zinsen.

Geldpolitik

Volatilität als schlechter Ratgeber

Die Volatilität gilt als Maß für gegenwärtige oder zukünftige Schwankungen an den Kapitalmärkten. Sie liegt im Devisenbereich auf dem tiefsten Stand seit vielen Jahren, gleich welches der klassischen Währungspaare man betrachtet. Spätestens seit den jüngsten Zinssenkungen der EZB Anfang Juni ist auch der Greenback gegenüber dem Euro eingefangen in einer engen Range von 1,35 zu 1,40 US-Dollar je Euro.

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