Europäische Zentralbank (EZB)

Asset Management

DZ Bank – Kirschs Konzernumbau kam keinen Moment zu früh

Seit 2008 baut Wolfgang Kirsch die DZ Bank Gruppe um. Die Bilanzsumme wurde reduziert, ABS-Papiere verkauft und die damals schwer angeschlagene Hypotheken-Tochter DG Hyp, die viele Genossen seinerzeit gerne losgeschlagen hätten, wieder auf Vordermann gebracht. Die Früchte des Umbaus erntet die DZ Bank jetzt: Im ersten Halbjahr sprang das Ergebnis um 27% auf 1,7 Mrd. Euro vor Steuern. Für das Gesamtjahr peilt Kirsch jetzt einen Wert wie im Vorjahr an, als 2,2 Mrd. Euro erreicht wurden.

Geldpolitik

Schäuble warnt Draghi vor Anleihekäufen

Anders als bei seinem OMT-Programm zur Rettung des Euro kann EZB-Präsident Mario Draghi wohl nicht mit der Rückendeckung durch die Bundesregierung rechnen, sollte die Notenbank massenweise Anleihen ankaufen, um die Konjunktur in der Euro-Zone anzukurbeln.

Geldpolitik

Günstiger Short-Einstieg bei Linde

Die Halbjahreszahlen, die der Industriegase-Hersteller und Anlagenbauer Linde Ende Juli vorgelegt hat, fielen wenig spektakulär aus. Der im Vergleich zum Vorjahr kaum veränderte Umsatz lag zwar leicht unter den Konsensschätzungen. Das um Sonderposten bereinigte EBITDA stieg allerdings leicht, was die Analysten dann aber wieder zufriedenstellte.

Geldpolitik

WGZ Bank ist derzeit nicht in Fusions-Laune

Das Zahlenwerk, das WGZ Bank-Vormann Hans-Bernd Wolberg gerade für das erste Halbjahr vorgelegt hat, kann sich sehen lassen. Der gute Draht zu den Volks- und Raiffeisenbanken in Norddeutschland spiegelt sich im gestiegenen Zins- und Provisionsergebnis der Gruppe, bei dem allerdings jeweils die Hypothekentochter WL Bank auch eine wichtige Rolle spielt.

Geldpolitik

Flaue Konjunktur, kaum Inflation – Der Druck auf Draghi steigt

Binnen weniger Wochen haben sich die Hoffnungen auf einen Konjunkturaufschwung in der Euro-Zone dramatisch eingetrübt. Die Verschärfung der kriegerischen Konflikte in der Ukraine und dem Gaza-Streifen sowie der Vormarsch der radikalislamistischen Terror-Gruppe „Islamischer Staat“ im Irak drücken auf die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen.

Geldpolitik

HSH Nordbank muss trotz gutem Q2 weiter zittern

In der kommenden Woche legen mit der Nord/LB und der HSH Nordbank die Landesbanken ihre Halbzeitergebnisse vor, die beim bevorstehenden Stresstest der EZB derzeit als die unsichersten Kantonisten gelten. Eng könnte es am ehesten für die HSH Nordbank werden, die das für den Test entscheidende letzte Jahr mit einem hohen Verlust abgeschlossen hatte. Sonderlich transparent ist das Verfahren von EZB und Bundesbank indes nicht. Bei einer politischen Entscheidung könnte es der HSH zumindest helfen, dass sie operativ zuletzt Fuß gefasst hat.

Immobilien

vdp-Index bestätigt beginnende Preisblasen

Das kann nicht mehr lange gut gehen. Auf Grund des von der EZB gesteuerten Niedrigzinses und einer zu beobachtenden Flucht in die Sachwerte steigen in Deutschland die Immobilienpreise immer stärker. Seit 2010 weist der vdp-Index, der die Preisentwicklung in allen Segmenten (Wohnen, Gewerbe, Büro) misst, eine zunehmende Dynamik auf. Über alles gerechnet stieg er im 2. Quartal gegenüber Vorjahr um 4,7 %.

Geldpolitik

Die Kritik an der EZB ist weitgehend verstummt

Mario Draghi ist bald drei Jahre im Amt. Die ungelöste Schuldenkrise und erlahmender Reformeifer ersticken jedes Konjunkturpflänzchen im Keim. Eine Situation, die den EZB-Chef Monat für Monat erneut dazu zwingt, sich zunächst verbal und später mit Taten immer weiter in Grenzbereiche seines Mandats vorzuwagen. Es begann mit der Londoner Rede am 26.7. 2012. Mit dem Hinweis „. . . und glauben Sie mir, es wird genug sein“ bot er Spekulanten gegen den Euro erfolgreich Paroli. Die daraufhin einbrechenden Renditen halten sich bis heute auf niedrigstem Niveau und reduzieren die Zinslast der Schuldenstaaten erheblich.

Geldpolitik

Feiertage drücken deutsches Wachstum im zweiten Quartal

Die aktuelle Wachstumsschwäche in Deutschland im 2. Quartal (-0,2% gegen Vorquartal) kommt nicht so überraschend und ist auch nicht so dramatisch, wie es gestern kolportiert wurde. Schon vor einer Woche bei seinem letzten Presseauftritt vor der Sommerpause war EZB-Präsident Mario Draghi nach entsprechenden Fragen darauf eingegangen und hatte das leichte Schrumpfen beim deutschen BIP auch auf technische Faktoren wie etwa die Zahl der Arbeitstage zurückgeführt.

Geldpolitik

Aareal Bank macht sich hübsch für Stresstest und BaFin

Nach sechs Monaten liegt die Aareal Bank beim Betriebsergebnis mit 65 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr (45 Mio. Euro). Vergleichbar sind die Zahlen wegen der Übernahme der CorealCredit zum Jahresbeginn, die sich positiv auf das Zinsergebnis ausgewirkt hat, zwar nur bedingt.

Geldpolitik

Warum neben Aktien auch Anleihen in jedes Depot gehören

Viele Vermögensverwalter hatten mit Blick auf die lange Zeit nur gestiegenen Aktienkurse und die immer neuen Renditetiefs bei Bundesanleihen ihren Stab über einer jahrzehntelang favorisierten Assetklasse schon gebrochen: Mit Bunds, die kaum noch Inflationsausgleich böten, lasse sich in dieser Marktphase kein Staat machen und sie gehörten auch nicht mehr ins Depot, hieß es fast unisono. Versicherungen, die von Gesetzes wegen, aber auch aus freien Stücken einen hohen Rentenanteil halten, wurden bedauert und mitleidig belächelt. Doch es kommt meistens anders als man denkt.

Geldpolitik

Krisenherde setzen Güter- und Finanzmärkte unter Strom

Fast jeden Tag rücken neue geopolitische Krisenherde in den Fokus. In der gesamten arabischen Welt, vom Irak über Gaza bis nach Libyen und Syrien, brennt es. In der Ost-Ukraine tobt ein Bürgerkrieg, bei dem die Großmacht Russland im Hintergrund wichtige Fäden zieht. Eine solche Situation ist für die Güter- und Finanzmärkte gleichermaßen Gift. Beide sind heutzutage rund um unseren Globus gut vernetzt und entsprechend abhängig voneinander. Das ist denn auch der Hauptgrund, weshalb Mario Draghi, der EZB-Chef, die besorgniserregenden geopolitischen Entwicklungen so stark ins Zentrum seiner letzten Pressekonferenz vor der Sommerpause rückte.

Geldpolitik

Meint es Mario Draghi mit der Schwächung des Euro zu gut?

Überaus zufrieden zeigte sich Mario Draghi gestern auf der PK mit den Auswirkungen des jüngst vom EZB-Rat verabschiedeten Maßnahmenbündels zur Stützung der Wirtschaft, um Investitionen des Privatsektors zu fördern und es nicht zu Deflation kommen zu lassen.

Geldpolitik

Europas Manager glauben wieder an die Zukunft

Die schwere Rezession 2009 hatte den Glauben der europäischen Wirtschaftselite an die Zukunft zeitweise sehr erschüttert. Jetzt ist die Zuversicht zurück und dies mit aller Macht, wobei die Vertreter mittelständischer Unternehmen optimistischer sind als die Manager großer Häuser. Sogar in den Peripherieländern der Eurozone macht sich Optimismus breit.

Geldpolitik

Europas Banken tun sich immer noch ziemlich schwer

Europas 128 systemrelevante Banken sind bis auf Einzelfälle längst nicht mehr so anfällig wie vor Ausbruch der Krise. Das dürften am Ende auch die im Oktober anstehenden Ergebnisse des EZB-Stresstests untermauern. Die Geldhäuser selbst, aber auch deren Regulierer und Aufseher waren nicht untätig. So haben die größten Banken lt. einer Studie von Roland Berger 2013 ca. 38 Mrd. Euro Eigenkapital neu gebildet. In diesem Jahr sind weitere 60 Mrd. Euro vorgesehen. Gleichzeitig schrumpfen die Bilanzen, indem besonders risikohaltige oder wenig Ertrag abwerfende Assets abgebaut werden. Claudia M. Buch, die für Finanzstabilität zuständige Bundesbank-Vizepräsidentin, bestätigte uns diese Fortschritte.

Geldpolitik

Ramsch will plötzlich keiner mehr

Auf der Jagd nach Rendite gingen Investoren in diesem Jahr immer größere Risiken ein. In einer Welt niedrigster Zinsen zählte allein der Kupon, nicht die Bonität des Emittenten. Deshalb engten sich die Zinsspreads zwischen Schuldnern guter und schlechter Bonität zunächst immer stärker ein. Das gleiche Phänomen zeigte sich bei Staatsanleihen in der Eurozone. Die Renditedifferenzen zwischen Bundesanleihen und Emissionen der Peripherie nahmen immer weiter ab. Den Anstoß zu dieser Entwicklung hatte bekanntlich EZB-Präsident Mario Draghi im Sommer 2012 mit seinem Londoner Statement „Whatever it takes . . .“ geliefert, indem er Investoren im Euro-Raum quasi ein Garantieversprechen gegeben hatte.

Geldpolitik

Plötzlich hängt die Wirtschaftswelt nicht mehr voller Geigen

Die traditionell an Nachrichten arme Sommer- und Ferienzeit wird derzeit überschattet von einem Sturm negativer Berichte. Die Lage in der Ukraine und der sich verschärfende Handelskrieg mit Russland geben Unternehmern noch am ehesten Anlass zur Sorge.

Geldpolitik

Stresstest – Das Zittern vor dem Tag danach

Voraussichtlich in der zweiten Oktober-Hälfte wird die EZB die Ergebnisse des Asset Quality Review sowie des Stresstests für die 128 größten Banken der Euro-Zone präsentieren. Die Banken werden die Prüfreports nur 48 Stunden vorher zu Gesicht bekommen. Mit dieser kurzen Frist will die EZB verhindern, dass die durchgefallenen Institute vorab mit Ad hoc-Mitteilungen herauskommen.

Asset Management

Union Investment steigert Assets under Management zweistellig

Auf einer Presseveranstaltung in Deidesheim zeigte sich Union Investment CEO Hans Joachim Reinke mit dem operativen Verlauf des ersten Halbjahres sehr zufrieden. Gegenüber der Vorjahresperiode gelang es der Fondsgesellschaft die Assets under Management um knapp 11% auf 218,8 Mrd. Euro zu steigern.

Versicherungen

Was verordnete Lohnzuwächse so gefährlich macht

Die Deutsche Bundesbank hat die Gewerkschaften dazu ermuntert, in den anstehenden Lohnrunden höhere Zuwächse durchzuboxen. Während die Arbeitnehmerverbände applaudieren, hat sich die Arbeitgeberseite eine derartige Einmischung von halb-offizieller Seite zu Recht verbeten.

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