Euroland verständigt sich heimlich auf eine Abwertungswährung
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Nach offizieller Lesart darf die EZB gar keine Devisenpolitik betreiben. Fragen zu Wechselkursen weicht Mario Draghi auf den turnusmäßigen Pressekonferenzen stets aus. Auch am Donnerstag dieser Woche, wenn der EZB-Rat bei seiner zweiten auswärtigen Sitzung in diesem Jahr von Gastgeber Banca d’Italia empfangen wird, wird das nicht anders sein. Tatsächlich (s. auch PLATOW v. 26.9.) setzt der EZB-Präsident schon seit Wochen mit Erfolg den Hebel beim Wechselkurs an. Unterstützt wurde er namentlich von französischer und italienischer Seite. Aber auch Deutschland kommt mit einem schwächeren Euro gut klar. Große Teile seiner Wirtschaft leben vom Export. Die leichte konjunkturelle Abkühlung der weltweiten Nachfrage zwingt zu Zugeständnissen. Der schwächere Euro macht es den Produzenten leichter, auf den Weltmärkten zu konkurrieren.
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