ESG-Vorschriften – Kreditinstitute schlittern in Kompetenzlücke
Während der Mittelstand eigentlich schon mit genug Problemen kämpft, droht angesichts der verschärften ESG-Vorschriften für Banken nun ein weiteres – und das nicht zu knapp.
Während der Mittelstand eigentlich schon mit genug Problemen kämpft, droht angesichts der verschärften ESG-Vorschriften für Banken nun ein weiteres – und das nicht zu knapp.
Der Plan der ING Deutschland, ihre Wettbewerber im Kampf um Einlagen von Privatkunden in Schach zu halten, ist bislang nicht aufgegangen. Die Einlagen der deutschen ING-Einheit gingen in Q3 um 5,7 Mrd. Euro zurück. Im Vorquartal hatten sie sich noch um 16,3 Mrd. Euro erhöht. Laut ING „spiegelt das den verschärften Wettbewerb und eine Verlagerung zu den verwalteten Vermögen wider“.
Mobiles Arbeiten hat über dreieinhalb Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie noch immer einen schwierigen Stand. Das liegt auch an den Medien, die v. a. Wirtschaftslenker zu Wort kommen lassen, die von der „alten“ Denke geleitet sind.
Die ING Deutschland ist eine Direktbank, dadurch wird sie in der Öffentlichkeit als klassische Retail-Bank wahrgenommen. Dass zwei der drei Säulen auf das Geschäft mit Unternehmenskunden abstellen, geht bislang etwas unter.
Um sie für Kunden noch schmackhafter zu machen, wurde die App der Sparkassen nun um den aus dem Online-Banking bekannten „Finanzplaner“ erweitert. Neben einer automatischen Kategorisierung aller Umsätze ermittelt er regelmäßige Zahlungen der Nutzer und könne so den Kontostand 30 Tage im Voraus prognostizieren. Das Tool sei kostenlos.
Deutsche Banken haben ein Mitarbeiter-Druck-Problem. Der Talentpool schrumpft (s. PLATOW v. 22.9.), während gleichzeitig die Leistungsanforderungen steigen.
Folgt auf 25 Jahre „Geld wechseln“ jetzt ein Desaster? Das „Trianon“ steht wieder zum Verkauf. Dem Finanzierungskonsortium um ING und den Eigentümern droht ein Millionengrab. Aktuell hören wir aus Insiderkreisen von unbestätigten Schock-Angeboten von unter 100 Mio. Euro.
Der deutsche Schuldscheinmarkt liegt noch immer unter dem 2022er-Niveau, wie Berechnungen des Datenanbieters LSEG (früher Refinitiv) zeigen.
Bereits die VAIT – Versicherungsaufsichtliche Anforderungen an die IT – waren für viele Versicherer zu viel.
Die Top-Institute der deutschen Bankenwelt werden weniger Mitarbeiter beschäftigen. Das ist die implizierte Botschaft einer PLATOW-Umfrage, an der Deutsche Bank, Commerzbank, ING, UniCredit und DZ Bank teilnahmen.
Bundesfinanzminister und KfW-Verwaltungsratschef Christian Lindner drängt auf einen höheren Frauenanteil (aktuell nur 24,3%) im Kontrollgremium der staatlichen Förderbank. Dieser Appell richtet sich auch an die kreditwirtschaftlichen Verbände, von deren insgesamt fünf Vertretern im KfW-Verwaltungsrat lediglich Commerzbank-CFO Bettina Orlopp weiblich ist.
Seit dem 1. Juli 2021 führt Christian Sewing als ehrenamtlicher Präsident den Bundesverband deutscher Banken (BdB) und ist damit oberster Lobbyist für die Branche.
Noch bis in die 1990er-Jahre war die Deutsche Bank führend im Geschäft mit Privatkunden.
Auslandsbanken sind am Finanzplatz Frankfurt auf dem Vormarsch. Zu diesem Schluss kommt auch Helaba-Analystin Ulrike Bischoff in ihrer neuen Studie auf Basis von Bundesbank-Daten.
„Nur“ noch mit max. 400 Mio. Euro Gewinn v. St. plant die BayernLB für das 2. Halbjahr. Das kann sich sehen lassen und führt zu einer Prognoseanhebung auf 1,1 Mrd. bis 1,3 Mrd. Euro, bedeutet aber gleichzeitig einen herben Ergebnisrückgang im H2 nach den 877 Mio. Euro v. St. im H1.
PLATOW hat die Chefs der jeweils zwei größten Banken in den fünf wirtschaftlich stärksten Euroländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande) an der Kursentwicklung der von ihnen geführten Häuser gemessen, und zwar bezogen auf die Amtszeit. Zwei, die erst kurze Zeit am Ruder sind, schießen dabei den Vogel ab.
Der 17.3. und der 25.4.2019 markieren Anfang und Ende eines deutschen Bankenkrimis. Sechs Wochen lang verhandelten Deutsche Bank mit Christian Sewing, der erst ein Jahr zuvor an die Spitze des Instituts berufen wurde, und Commerzbank, damals noch mit Martin Zielke, ganz offiziell über eine Fusion.
Der Gewinn vor Steuern der ING Group stieg in Q2 auf 3,0 Mrd. Euro, ein Zuwachs von fast 75% gegenüber dem Vorjahr. Das Nettoergebnis von 2,2 Mrd. Euro war sogar um 83% stärker, die CET1-Quote stieg um 0,2 Punkte auf 14,9%.
Die Schattenseiten der in den USA bereits weiter fortgeschrittenen Zinswende haben Europas Banken im Vergleich zu den jahrelang vom Erfolg verwöhnten US-Häusern leichte Vorteile verschafft. Während in Europa die Probleme der ab dem 13. Juni vom Kurszettel getilgten Credit Suisse durch Übernahme seitens der UBS in ihren Auswirkungen auf die Branche und den Gesamtmarkt kleingehalten wurden, sorgen in den USA sträfliche Lücken in der Regulierung des engmaschigen Netzes regionaler Banken immer noch für Irritationen, die auf den gesamten Bankensektor ausstrahlen.
Ex-Basketballstar Dirk Nowitzki hüpft derzeit wieder hektisch über die TV-Bildschirme, um das neue Tagesgeld-Angebot von Deutschlands größter Direktbank ING zu bewerben. Seit Anfang April zahlt die ING allen Kunden sechs Monate lang ganze 3% Zinsen auf neue Tagesgeldeinlagen. Zuvor waren es lediglich 2% für vier Monate, und auch nur für Neukunden. Das aufgebesserte Lockangebot kommt indes nicht von ungefähr. Denn der Kampf um frische Kundeneinlagen ist spürbar härter geworden, wie ein Blick in das von der niederländischen Konzernmutter publizierte Q1-Zahlenwerk der deutschen Tochter zeigt.
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