Pandemie-Verlierer Frankfurt – Die Hoffnung stirbt zuletzt
Der Büromarkt Frankfurt war bereits im Abschwung, als die Pandemie Fahrt aufnahm. Die Researchhäuser sind sich über den Abbruch des Marktes einig.
Der Büromarkt Frankfurt war bereits im Abschwung, als die Pandemie Fahrt aufnahm. Die Researchhäuser sind sich über den Abbruch des Marktes einig.
Jetzt liegen die Zahlen der führenden Researchhäuser für das erste Halbjahr 2020 vor. Die generell eher zweifelhafte Aussagekraft der ersten sechs Monaten mit dem Abbruch der Corona-Krise auf halber Strecke haben wir Ihnen bereits in der vergangenen Woche ausführlich aufgezeigt. In der Zukunftsbeurteilung spielen unterschiedliche Erfahrungen und die neue „Macht des geschenkten Geldes“ eine Rolle.
Der vierteljährliche „Deutsche Immobilienfinanzierungsindex“ (DIFI) von JLL und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), der als Stimmungsindikator für gewerbliche Immobilienfinanzierungen in Deutschland gilt, ist im zweiten Quartal auf den tiefsten Stand seit Beginn der Umfrage 2011 zurückgegangen.
Das Interesse an Sale and Lease Back werde 2020 weiter zunehmen, erwartet JLL. PLATOW ist hier traditionell skeptisch. Oft deckt die Liquidisierung von Unternehmensimmobilien nur notwendigen Kapitalbedarf.
Seit den 90er-Jahren mit damals vergleichsweise sehr hohen Büromieten und den Anfängen der neuen Internet-Möglichkeiten kocht regelmäßig die Homeoffice-Diskussion hoch. Tatsächlich hatten nach einer Untersuchung des Fraunhofer-Instituts 2017 lediglich 4% der befragten Arbeitnehmer ein flexibles Arbeitskonzept. Zum Jahreswechsel könnten es vielleicht 5 oder 6% gewesen sein. Das legt zumindest eine Hochrechnung der Entwicklung der flexible offices nahe.
Der seit einer Dekade anhaltende Höhenflug mit zumeist zweistelligen jährlichen Wachstumsraten des von JLL ermittelten Performance-Indikators „Victor Prime Office“ scheint brutal gestoppt. Zwischen Januar und März 2020 verzeichnete der Index nur noch ein marginales Plus von 0,7%.
Am Dienstag hat auch JLL ein Signal gesetzt und die Teilnahme an der Expo Real abgesagt. Zuvor hatten nach Recherchen der „Immobilien Zeitung“ und von Thomas Daily bereits wichtige Branchengrößen wie Catella Real Estate, NAI apollo und Comfort ihre Teilnahme storniert.
Mit Berlin (rund 2 Mrd. US-Dollar) und Frankfurt (1,54 Mrd. Dollar) schafften es gleich zwei deutsche Metropolen in die Top 20 der weltweit beliebtesten Investmentziele. Berlin landete laut JLL auf Platz 18 (Vj.: 11) und Frankfurt auf Rang 20 (50). 28 bzw. knapp 20% des jeweiligen Transaktionsvolumens entfielen dabei auf grenzüberschreitende Transaktionen.
Die heftigste Reaktion auf die Pandemie zeigen die europäischen Bürovermietungsmärkte. Das deckt sich auch eher mit den Background-Meldungen von schnellen Anpassungsreaktionen vieler Maklerhäuser als mit den üblichen Büromarktstatements. Mit ca. 2,24 Mio. qm liegt der europäische Büroflächenumsatz im ersten Quartal um 32% unter Vorjahr.
Die Corona-Krise wird die Bürowelt in Deutschland nachhaltig verändern. Auch nach dem Ende der Pandemie werden keineswegs alle Büroangestellen wieder an ihren angestammten Schreibtisch zurückkehren und einfach zur gewohnten Tagesordnung übergehen können, erwartet JLL.
Kommunikationschef Magnus Danneck verlässt JLL nach 18 Jahren. Interimistisch übernimmt Marion Knief.
Während die meisten aktuellen Marktberichte eher Schnee von gestern sind, laufen diesmal die Einzelhändler voran. Sie mussten schnell reagieren. Zwar führten laut JLL frühe Abschlüsse im Januar und Februar, die bereits Ende vergangenen Jahres angebahnt wurden, noch zu einem normalen Start ins Jahr, mit der Schließung der meisten Läden kamen die laufenden Anmietungsprozesse jedoch abrupt zum Erliegen.
Die Corona-Krise könnte einige Entwicklungen beschleunigen oder zum Durchbruch verhelfen. Anders als 2008, als Logistik durch die verringerten Warenströme unter Druck geriet, sehen diesmal auch Investoren die Sparte als Gewinner.
Botschaften aus dem gerade abgelaufenen ersten Quartal sind inzwischen wie eine Flaschenpost aus einer anderen Zeit. Dennoch liefern sie zumindest ein gutes Indiz für die Fallhöhe. Das gilt besonders für den Hotelmarkt.
Kein Sektor der globalisierten Realwirtschaft bleibt von den Folgen der Covid-19-Pandemie verschont. Während manche Branchen wie Handel und Tourismus durch den Shutdown sofort in die Knie gezwungen werden, dauert es beim Bau etwas länger.
Besorgnis über die Ausbreitung und wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus führte lt. J.P. Morgan Asset Management zu einem Ausverkauf in kaum gekanntem Maße.
Die deutschen Top-Büromärkte haben im Q1 einen deutlichen Einbruch zwischen 15 und 30% erlitten. Dieser Trend war aber schon vor Corona durch Konjunkturberuhigung und mangels qualitativ hochwertiger Wunschflächen erkennbar.
Die extreme Kluft zwischen Paris und London mit einer Spitzenmonatsmiete von 1 958 Euro bzw. 1 584 Euro pro qm und dem Verfolgerfeld, das mit Mailand, München, Rom, Berlin und Frankfurt einen Riesenabstand wahrt, gehe zu einem großen Teil auf die zentralistische Struktur in UK und Frankreich zurück, erklärt Dirk Wichner, Head of Retail Leasing bei JLL Germany.
Nachdem Einzelhandelsflächen seit den 80er-Jahren enorm zugenommen haben, zeichnet sich am Markt nun eine Trendwende ab. Die Top-Lagen werden kleiner, beobachtet JLL.
Die Ausbreitung des Coronavirus droht auch den Markt für Hotelinvestments zu infizieren. Im aktuellen „Hotel Investment Outlook 2020“ erwartet JLL für das laufende Jahr ein Absinken des Transaktionsvolumens infolge der Risiko-Szenarien um 10 bis 15% gegenüber dem Vorjahr.
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