UBS

14. April 2016 Banken

US-Banken – Q1-Blues und Regulierungs-Gewitter

Nach einem Rekordjahr 2015, in dem JP Morgan über 24 Mrd. Dollar verdient hatte und auch die einst krisengeschüttelte Citigroup das beste Ergebnis seit 10 Jahren vorgelegt hat, trübt sich die Stimmung an der Wall Street jetzt ein. Schuld daran sind nicht nur die Ergebnisse des ersten Quartals. Hier haben alle Häuser schlechter abgeschnitten als im Vorjahr.

23. März 2016 Banken

Credit Suisse verspielt Vorsprung

Viel richtig gemacht hat Tidjane Thiam in seiner Zeit an der Spitze der Credit Suisse noch nicht. Der hochbezahlte frühere Prudential-Chef hat zwar große Erwartungen geweckt, muss seine Strategie aber auf Druck der Investoren immer wieder nachschärfen, wie das Teil-IPO der Schweizer Universalbank und das am Mittwoch verkündete weitere Zusammendampfen der Investmentbank deutlich machen. Am Kapitalmarkt hat der einstige Hoffnungsträger mit dieser Salamitaktik und seinen oft als abspeisend empfundenen Aussagen bereits viel Goodwill verspielt. Nachdem im Q1 in der Investment Bank große Positionen an illiquiden Anleihen (offensichtlich überraschend) aufgetaucht sind, wird der Bereich Global Markets jetzt deutlich verkleinert. Die RWA sollen auf 60 Mrd. Dollar und damit noch unter das Niveau der UBS sinken. Thiams Strategie gleicht inzwischen 1 zu 1 derjenigen der UBS mit dem Haken, dass die UBS in allen profitablen Bereichen (Retail Schweiz, Wealth Management) klar die Nase vorn hat.

22. März 2016 Asset Management

Airbus fliegt zu neuen Rekorden

Die in den vergangenen Monaten uneinheitliche Entwicklung an den Aktienmärkten spiegelt sich auch Performance-Tabelle der 50 MDAX-Werte seit dem Jahreswechsel wider. Die relativ breite Spanne reicht von plus 20% bis minus 25%. Mittendrin rangiert mit einem Kursrückgang von 3% die Aktie von Airbus. Wesentlich aussagekräftiger ist jedoch der Blick auf den Chart. Demnach befindet sich die Aktie eindeutig im Aufwärtstrend. Sowohl im Monats- als auch im Wochen- und Tageschart sind die vorherrschenden Trends nach oben gerichtet. Daran hat auch das kurze Abtauchen unter die Marke von gut 51 Euro im Februar nichts geändert.

15. März 2016 Banken

Deutsche Bank: Noch alles im Lot

Der Deutsche-Bank-Chef John Cryan hat es wieder mal geschafft, den jüngsten Höhenflug der eigenen Aktien zu stoppen. Bei einer von Morgan Stanley veranstalteten Branchenkonferenz sprach der Firmenlenker davon, dass sein Institut im laufenden Jahr womöglich einen kleinen Verlust generieren könnte.

3. März 2016 Banken

Banken – Reformstau nicht nur bei der Deutschen

Die Kreditwirtschaft, national und international, lässt sich derzeit in zwei Gruppen aufteilen: in jene, die unmittelbar nach Ausbruch der Finanzkrise unter Druck standen und staatliche Hilfe in Anspruch nehmen mussten, wie einige Landesbanken und vor allem die Commerzbank, die sich an der Übernahme der Dresdner Bank verhoben hatte.

3. März 2016 Geldpolitik

Deutsche Bank – Neue IT-Chefin hat noch dicke Bretter zu bohren

Die Vereinheitlichung der zusammengeschusterten IT-Infrastruktur der Deutschen Bank steht ganz oben auf John Cryans Agenda. Während etwa die UBS mit vier und JP Morgan sogar nur mit einem weltweiten Tradingsystem auskommt, sind es bei der Deutschen um die 100 (s. S. 4). Das treibt die Kosten in die Höhe.

1. März 2016 Banken

Salzgitter – Das reicht noch nicht

Wie schon im Januar bei den vorläufigen Ergebnissen avisiert, hat der Stahlkonzern Salzgitter im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals seit 2011 einen Gewinn vor Steuern erwirtschaftet.

25. Februar 2016 Banken

Deutsche Börse – Von Eschborn nach Frankfurt und London

Die in Finanzthemen, die für London wichtig sind, auch mal als „Kampfblatt“ fungierende „Financial Times“ wusste bereits am Donnerstag zu berichten, der Hauptsitz einer geplanten Holding aus dem Zusammenschluss der Deutschen Börse und der London Stock Exchange werde die britische Hauptstadt sein. Jedenfalls sei für die Briten London eine „red line“ und nicht verhandelbar. Am Freitag kam von beiden Seiten die offizielle Bestätigung für diese Version.

17. Februar 2016 Banken

Deutsche Börse – Kengeters weiter Weg zur Weltspitze

Viel vorgenommen hat sich der seit Mai vergangenen Jahres amtierende Deutsche Börse-Chef Carsten Kengeter. Er will sein Haus an die Weltspitze führen, wo es seiner Meinung nach auch hingehört. Dazu müsse die Deutsche Börse in allen operativen Geschäftsbereichen weltweit zur Nummer eins oder zwei werden, gab Kengeter auf der Bilanz-PK in Frankfurt die Marschroute vor. Bereits im vergangenen Jahr hat der frühere Investmentbanking-Vorstand der UBS das Wachstums-programm „Accelerate““ aufgelegt und die Mittelfristziele angehoben. Demnach sollen die Nettoerlöse jährlich um 5 bis 10% steigen und der Gewinn um 10 bis 15%. In diesen Zielkorridor soll die Deutsche Börse denn auch schon in diesem Jahr einlaufen, wie Finanzvorstand Gregor Pottmeyer ankündigte. So bescherten nicht zuletzt die Kursturbulenzen dem Unternehmen einen starken Jahresbeginn.

3. Februar 2016 Banken

CS – Königsdisziplin Kosten kürzen

Das Bild des mitreißenden und motivierenden Chefs, das viele Credit Suisse-Mitarbeiter immer noch von Tidjane Thiam zeichnen, dürfte bald Risse bekommen. Nach einem extrem schwierigen Q4 mit 3,8 Mrd. CHF Abschreibungen auf die im Jahr 2000 von Lukas Mühlemann überteuert für 20 Mrd. CHF gekaufte DLJ sowie weiteren Kosten für Rechtsrisiken und Umstrukturierung, die insgesamt einen Jahresverlust von 2,4 Mrd. CHF zur Folge haben, kämpft Thiam ähnlich wie John Cryan bei der Deutschen Bank wenige Monate nach Amtsantritt bereits um sein eigenes Standing. An Gerüchten, Verwaltungsratschef Urs Rohner wolle ihn u.a. wegen zu ehrgeiziger Gewinnziele für 2018 fallen lassen, ist aber nichts dran. Rohners Schicksal ist vielmehr (ähnlich wie bei Paul Achleitner und Cryan) eng an den Erfolg des CEO geknüpft.

2. Februar 2016 Banken

Leoni bleibt im Abwärtsmodus

Mit einem Minus von über 40% ist die Aktie von Leoni auf Jahressicht der mit Abstand schwächste Wert unter den insgesamt 50 MDAX-Mitgliedern. Im neuen Börsenjahr hat der Automobilzulieferer die rote Laterne zwar abgegeben. Dennoch schlägt auch hier schon wieder ein Minus von 13% zu Buche.

1. Februar 2016 Banken

Julius Bär – Der lange Arm der US-Justiz

Der Vergleich mit den USA ist so gut wie in trockenen Tüchern. Dafür musste Julius Bär, die nach UBS und Credit Suisse drittgrößte Schweizer Privatbank, beachtliche 547 Mio. CHF in der Bilanz 2015 zurückstellen. Dadurch hat sich der Gewinn im Vergleich zum exzellenten Vorjahr auf gut 122 Mio. CHF gedrittelt. Das Arrangement des bedeutenden Züricher Vermögensverwalters mit dem amerikanischen Staat, das in Kürze auch offiziell bekannt gegeben werden dürfte, zeigt, in welch großer Abhängigkeit eidgenössische Häuser vom größten Kapitalmarkt der Welt immer noch sind, Asien hin, Asien her. Die US-Justiz hat auf Grund der mehr oder weniger nachgewiesenen Beihilfe zur Steuerhinterziehung drakonische Strafen verhängt, unter denen die meisten Schweizer Institute leiden.

1. Februar 2016 Geldpolitik

Ernüchterung bei der UBS

Um fast 80% auf 6,2 Mrd. CHF und damit eines der besten Ergebnisse seit Jahren hat der Reingewinn der UBS 2015 zugelegt. In Europa haben die Eidgenossen damit klar die Nase vorn. An der Börse wird das gestern vorgelegte Zahlenwerk von CEO Sergio Ermotti dennoch abgestraft mit einem Minus von 6,6%. Auch wenn das Kursminus auf 12 Monats-Sicht mit jetzt 7% immer noch gering ist (Deutsche Bank-Aktie: -39%), die Skepsis der Anleger hat ihre Berechtigung. So leidet auch die UBS weiter unter Rechstreitigkeiten.

28. Januar 2016 Banken

Deutsche Börse – Nächste Großfusion soll nicht an der Politik scheitern

Die Kampfansage hätte offensiver kaum ausfallen können. Vor der versammelten Frankfurter Finanzcommunity verkündete der seit einem Dreivierteljahr amtierende Deutsche Börse-Chef Carsten Kengeter auf dem Neujahrsempfang in Eschborn, dass er Deutschlands größten Börsenbetreiber an die Weltspitze führen will. Damit stimmte Kengeter das Publikum indirekt schon mal auf den nächsten Anlauf zu einer Großfusion der Deutschen Börse mit einem internationalen Wettbewerber ein. Denn ohne einen solchen Zusammenschluss wird die Deutsche Börse kaum an den chinesischen oder amerikanischen Branchenschwergewichten wie der Chicago Mercantile Exchange (CME) vorbeikommen.

25. Januar 2016 Geldpolitik

Deutsche Börse – Kengeter hadert mit Sitz in Eschborn

Barclays, Goldman Sachs und UBS waren die Stationen in der Bilderbuchkarriere von Carsten Kengeter, eh der 48-Jährige 2015 Reto Francioni an der Spitze der Deutsche Börse AG beerbte und seither aus seinen Ambitionen keinen Hehl macht.

21. Januar 2016 Versicherungen

Nachhaltigkeit – Europas Unternehmen sind die Besten

In punkto Nachhaltigkeit sind europäische Unternehmen Weltspitze. Dies geht aus dem „Sustainability Yearbook 2016″“ des niederländischen Vermögensverwalters Robeco hervor. Für das Jahrbuch, welches seit 1999 jährlich erscheint, wurden die Leistungen von 2 126 börsennotierten Unternehmen aus 42 Ländern nach finanziell relevanten ESG-Kriterien (Ecology Social Governance) ausgewertet. Von den insgesamt 77 verteilten Goldmedaillen gehen 36 nach Europa. Zum Vergleich: Nordamerika erhält zwölf und die Schwellenländer acht.

7. Januar 2016 Banken

Die US-Häuser sind der Deutschen Bank fast uneinholbar enteilt

Mit mehr oder weniger satten Milliarden-Gewinnen werden die US-Großbanken bei der Präsentation ihrer Jahresbilanzen für 2015 glänzen. Den Anfang macht am kommenden Donnerstag (14.1.) J.P. Morgan Chase, gefolgt von Wells Fargo und der Citigroup am Freitag (15.1.) sowie der Bank of America und Morgan Stanley am 19. Januar.

5. Januar 2016 Banken

Nachkauf beim Fraport-Trade

Die Aktie des Flughafenbetreibers Fraport hat sich von dem „China-Schock“ an den Märkten am Montag recht schnell wieder erholt. Nach einem Tagestief bei rund 57 Euro stieg der Kurs zum Wochenstart schnell bis auf 58,60 Euro an.

16. Dezember 2015 Geldpolitik

Blockchain könnte den Geldverkehr revolutionieren

Die vielen virtuellen Währungen zu Grunde liegende Technologie Blockchain könnte großen Einfluss auf die globale Finanzindustrie haben. Judith Rinearson und Eckart Budelmann von Bryan Cave vergleichen die potenziellen Auswirkungen mit denen, die das Internet auf die Telekommunikation hatte (s. PLATOW Recht v. 09.12.).

14. Dezember 2015 Banken

UBS nimmt verstärkt weibliche Milliardäre in den Fokus

Die jeweils neuesten Entwicklungen auf dem Markt der Superreichen, der so genannten Ultra high-net-worth individuals (UHNWI), verfolgt die UBS seit Jahr und Tag mit Argusaugen. Einer der größten Vermögensverwalter der Welt hat ein Interesse daran, zu erfahren, wie vermögende Familien ticken. Deshalb wird Jahr für Jahr in Gemeinschaftsarbeit mit PwC ein „Billionaires Report““ präsentiert, der letzte im Mai.

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