Liechtensteinisches Institut greift in drei deutschen Städten an
Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) lässt sich zum Deutschlandstart direkt an drei Finanz-Hubs nieder, und zwar in Frankfurt, München und Düsseldorf.
Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) lässt sich zum Deutschlandstart direkt an drei Finanz-Hubs nieder, und zwar in Frankfurt, München und Düsseldorf.
Der aktivistische Finanzinvestor Cevian Capital hat für 1,2 Mrd. Euro einen Anteil von 1,3% an der Schweizer Großbank UBS erworben. Damit haben die Schweden fast 10% ihres gesamten Portfolios in die UBS investiert und sind zu einem der zehn größten Aktionäre aufgestiegen.
Zum Jahresende ist der Blick auf die Rangliste der Investmentbanken immer besonders spannend, schließlich zeigt sich, wer aufs Gesamtjahr gesehen dominiert hat.
Verbreitet ist diese Art von Seitenwechsel in Deutschland nicht. Wer hier Jahre oder Jahrzehnte an der Spitze einer Banken-Rechtsabteilung verbracht hat, geht meistens friedlich in den Ruhestand, wie Günter Hugger bei der Commerzbank, oder allenfalls noch zu einem anderen Konzern, wie vor Jahren Arne Wittig von der Deutschen Bank zu Thyssenkrupp. Florian Drinhausen, der aus einer Kanzlei (Linklaters) zur „Deutschen“ kam und zu einer anderen Kanzlei (Ashurst) ging, war da schon die Ausnahme, sieht man einmal von Michael Fischer (Ex-UBS Deutschland, seit 2018 bei Jones Day) ab.
Im Frühjahr war die Finanzwelt in Aufruhr. Wie gefährlich die Lage war, hat der scheidende Chef der EZB-Bankenaufsicht, Andrea Enria, kürzlich eingeräumt. Er sprach von der schwierigsten Phase seiner fünfjährigen Amtszeit.
Dass ausgerechnet der UBS eine kürzlich platzierte Additional Tier 1 (AT1)-Anleihe mit Milliardenvolumen förmlich aus der Hand gerissen wurde, zeigt immerhin eines: Wer knapp zweistellige Kupons bietet, kann mit verständnisvollen Investoren rechnen – oder, wie gleich manche Kolumnisten lästerten, mit deren kurzem Gedächtnis.
Am Mittwoch verkündete die KfW, dass der „Wachstumsfonds Deutschland“ als einer der größten in Europa je aufgelegten VC-Dachfonds sein Zielvolumen von 1 Mrd. Euro erreicht hat.
Die neuen US-Inflationszahlen für Oktober haben an den Märkten die Fantasie auf rasche Zinssenkungen beflügelt.
Die UBS schürt Hoffnungen, dass sich die CS-Übernahme wie Paine Webber oder SMH in Deutschland in die Reihe erfolgreicher Übernahmen einreiht. 22 Mrd. Dollar hat das Wealth Management (GWM) im Q3 netto eingesammelt. Auch die CS hat beigetragen.
Mitte April 2021 übernahm Andrea Orcel das Ruder bei Unicredit von Jean Pierre Mustier. Seither hat sich der Aktienkurs auf 23 Euro verdreifacht. An Orcel lag das weniger. Für Rückenwind an der Börse sorgt die Zinswende. Die aktuellen Zahlen zum Q3 sprechen eine klare Sprache.
Als letzte Großbank in Europa/USA folgt am 7.11. die UBS mit ihren Q3-Zahlen. Geschuldet ist die Verspätung der herausfordernden Zusammenlegung der Zahlenwerke von UBS alt und Credit Suisse alt.
Wesentliche Bestandteile des „Megatrends Digitalisierung“ seien Token-Ökonomie und digitale Assets, zumal im Zusammenhang mit Blockchain und Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Ein potenzieller „Game Changer für die gesamte Finanzbranche“, erklärte uns Christoph Hock, Head Multi-Asset Trading bei Union Investment, heute auf der Krypto-Konferenz CAC23B in Frankfurt. Zusammen mit Benedikt Faupel, Bereichsleiter Blockchain bei Bitkom, präsentierte Hock dort den Teil der Finanzbranche, der vor allem die Chancen eines digitalen Finanzmarktes sieht.
Am Donnerstag tagten Aufsichtsrat und Personalausschuss der Deutschen Börse, um einen „geordneten Prozess“, wie es heißt, für die Suche nach einem Nachfolger für Vorstandschef Theodor Weimer aufzusetzen.
Die Schweizer Investmentbank Rothschild bekommt Anfang 2024 einen neuen Leiter für die Geschicke in Deutschland. Martin Reitz, seit 2009 bei der Bank, übergibt den Staffelstab zum 1.1.2024 an Kai Tschöke, der gleichzeitig den Vorsitz des deutschen Executive Committee einnimmt. Tschöke ist bislang neben Martin Suter Co-Head für die „Global Advisory“-Einheit (M&A, ECM, DCM) in Deutschland und Österreich.
Seit 2014, damals startete EY mit dem in der Branche stark beachteten Halbjahresvergleich der Ertragslage der nach Bilanzsumme zehn größten Banken in den USA und Europa, liegen zwischen beiden Gruppen Welten.
Noch bis in die 1990er-Jahre war die Deutsche Bank führend im Geschäft mit Privatkunden.
Eine harte Währung diszipliniert. Das wissen wir aus D-Mark-Zeiten. Die kleine Schweiz geht noch heute nach dieser Devise vor.
Die Welt der Banken und Sparkassen ordnet sich neu. Alte Hackordnungen werden über Bord geworfen. Auslöser sind die gewaltigen Herausforderungen durch den fulminanten Zinsanstieg auf der einen und die Digitalisierung auf der anderen Seite.
Darüber, ob die Credit Suisse alleine überlebt hätte, wie es in den letzten Monaten prominente Vertreter des Swiss Banking (u.a. Julius Bär-CEO Philipp Rickenbacher) hinter der Hand behauptet haben sollen, gehen die Meinungen seit Vorlage der Q2-Zahlen des neuen UBS-Konzerns nicht mehr ganz so weit auseinander.
In der Schweiz hat das CS-Beben vielen in die Hände gespielt. Von Mittelzuflüssen, direkt oder durch abwandernde CS-Berater, die Kunden mitnehmen, haben viele CS- bzw. UBS-Wettbewerber profitiert.
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